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Beratungsstelle Schwäbisch Hall

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Salinenstr.6
74523 Schwäbisch Hall

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Termine nach Vereinbarung

Wegbeschreibung

Sie finden uns im Haus der Bildung, Südbau 1. Obergeschoss im Kocherquartier, Salinenstraße 6 in Schwäbisch Hall. Gebührenpflichtige Parkplätze befinden sich direkt am Haus oder in der Tiefgarage im Kocherquartier. Ein barrierefreier Zugang ist durchgängig vorhanden.

Jahreshauptversammlung 2026

Solomutterschaft und Vertrauliche Geburt

Jahreshauptversammlung von pro familia Schwäbisch Hall zeigt umfangreiches Angebot

„Lassen Sie sich beeindrucken von Vielfalt und Relevanz unserer Arbeit“ heißt es im Vorwort des Jahresberichts von pro familia Schwäbisch Hall, den der Verein im Mai bei seiner Jahreshauptversammlung im Haus der Bildung den Mitgliedern vorstellen konnte.

Schwerpunkte der Arbeit der staatlich anerkannten Beratungsstelle sind Schwangerenberatung, die Unterstützung von Paaren und Eltern  in Krisensituationen sowie bei Trennung und Scheidung sowie die Angebote zur Sexuellen Bildung, zu dem auch das Starke-Kinder-Projekt zählt. Über hundert Veranstaltungen hat pro familia im Jahr 2025 in den Landkreise Schwäbisch Hall und dem Hohenlohekreis an Schulen und Kindertagesstätten in diesem Zusammenhang durchgeführt. 

Sexuelle Bildung stand zuletzt auch in Schwäbisch Hall im Fokus rechtspopulistischer Propaganda. Elke Schöppler, ehrenamtliche Vorsitzende ist dankbar, dass es mit der fachlichen Kompetenz von pro familia und engagierten Wortmeldungen aus der Bevölkerung gelungen ist, die Angriffe abzuwehren. „Es kann nicht oft genug betont werden: Sexuelle Bildung trägt maßgeblich zur Prävention von Gewalt, Sucht und sexuellem Missbrauch bei“ macht sie deutlich.

Die Palette der Tätigkeitsfelder von pro familia ist vielfältig. Mitarbeiterin Anna Ring schildert die intensive Begleitung einer sogenannten Vertraulichen Geburt. Eine Frau bringt gänzlich anonym ein Kind zur Welt, das nach der Geburt an Pflege- oder Adoptiveltern vermittelt wird. Die Kosten für die Betreuung und die ärztlichen Leistungen übernimmt der Bund. Persönliche Daten der leiblichen Mutter werden in einem zentralen Archiv für 16 Jahre aufbewahrt, um die Möglichkeit zu erhalten, Kontakt aufzunehmen.

Pro familia ist auch Antragsstelle für die Bundesstiftung „Mutter und Kind“ sowie die Landesstiftung „Familie in Not“, mit denen eine Baby-Erstausstattung oder sonstige Bedarfe finanziell unterstützt werden.

„Ich werde das Kind allein bekommen“. Mit diesem Zitat einer Klientin greift Katrin Welz ein Thema auf, das in Beratungspraxis vermehrt auftaucht: die Solomutterschaft. Genaue Zahlen dazu gibt es nicht, doch mittlerweile behandeln Kinderwunschzentren in jedem Bundesland alleinstehende Frauen und es werden täglich mehr. „Eine Solomutterschaft bedeutet die Entkopplung von Partnerschaft und Kinderwunsch“ so die Sozialpädagogin. Es gibt viele Wege zum Wunschkind. Einige Single-Frauen suchen im eigenen Umfeld oder im Internet nach einem Samenspender. Es gibt auch das Modell der Co-Elternschaft, in der sich Erwachsene, die nicht in einer partnerschaftlichen Beziehung leben, zusammentun, um Kinder großzuziehen. Die meisten Solomütter kaufen Spermien bei Samenbanken. Kinder können mit 16 Jahren die Kontaktdaten des Samenspenders anfragen. Der Spender entscheidet dann, ob er das Kind kennenlernen möchte oder nicht. Nicht alle Kinderwunschkliniken behandeln alleinstehende Frauen und hinzukommt: Sie müssen die Kosten der Behandlung komplett selbst tragen. Denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nur für verheiratete, heterosexuelle Paare einen Teil der Kosten. „Singles gehen leer aus“ bemängelt Welz. Die aktuelle Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag zwar versprochen, alle ungewollt Kinderlosen künftig mit einer Kostenbeteiligung von 25 Prozent zu unterstützen, auch Single-Frauen. Wann und ob dieses Vorhaben umgesetzt wird, ist unklar. 

Der Haushalt des gemeinnützigen Vereins ist dank der erfolgreichen Akquise von Spenden und eigener Aktivitäten wie einem Bücherflohmarkt ausgeglichen. „Wir bedanken uns bei allen Spendern. Diese Mittel verschaffen uns finanzielle Sicherheit und ermöglichen uns eine unabhängige und qualifizierte Arbeit “ so die zweite Vorsitzende Tanja Kaltmaier. „Die Nachfrage nach professioneller Unterstützung in Krisenzeiten ist ungebrochen groß und die öffentlichen Zuschüsse decken unsere Kosten nur zum Teil“ ergänzt Elke Schöppler. 

Foto von links nach rechts: Helene Wirkus (Vorstand), Beraterin Simone Laxy, Elke Schöppler, Susanne Guinand (Vorstand), Katrin Welz, Olga Exter (Vorstand), Silke Brüggemann-Reichert (Vorstand), Melissa Hullmann (Wirtschaftliche Leitung), Almut Hardt (Vorstand), Tanja Kaltmaier, Beraterin Nena Baumann und Anna Ring.

Veranstaltungen

Stellungnahme pro familia Schwäbisch Hall

Kosten und Bankverbindung

Als anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle gemäß Gesetz zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten (SchKG) werden wir durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Die öffentlichen Fördermittel zur Finanzierung unserer Beratungsstelle sind nicht ausreichend. Aus diesem Grund sind wir auf Spenden, Mitgliedsbeiträge usw. angewiesen.

Beratungen für Schwangere sind grundsätzlich kostenfrei.

Für sonstige Leistungen wird ein Kostenbeitrag erhoben. Eine Beratung wird nicht an der finanziellen Situation scheitern.

Für telefonische und videobasierte Beratung überweisen Sie bitte das vereinbarte Honorar innerhalb von 2 Wochen auf unser Konto:

Bankverbindung

pro familia Schwäbisch Hall

Sparkasse Schwäbisch Hall

IBAN DE05 6225 0030 0005 0125 05