Für eine nicht-behinderte Liebe

Mirca Schulz, Sexualtherapeutin aus Berlin, bei ihrem Einführungsvortrag zum Film „Liebe und so Sachen“
Mirca Schulz, Sexualtherapeutin aus Berlin, bei ihrem Einführungsvortrag zum Film „Liebe und so Sachen“ im Jugendzentrum Thingers. (sitzend von links: Barbara Haggenmüller und Ellen Schmidt, pro familia kempten)

Kempten, 20.04.2012

pro familia kempten zeigte den Film „Liebe und so Sachen“ im Jugendhaus Thingers

Tina und Kai verlieben sich, sie möchten das tun, was normal ist: Schmusen Kuscheln, miteinander schlafen. Das wäre eine ganz normale Liebesgeschichte, wenn die beiden jungen Erwachsenen nicht mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen wären.

Liebe und Sex können ganz schön kompliziert sein, wenn Menschen mit einer Behinderung dies auch erleben wollen. Der Film „Liebe und so Sachen ist ein berührender Liebesfilm und zugleich ein zeitgemäßer Aufklärungsfilm für geistig behinderte Menschen. pro familia Kempten zeigte den Film im Rahmen ihres Jahresthemas „Sexualität und Behinderung“  im vollbesetzen barrierefreien Jugendzentrum Thingers. Rund 70 Zuschauer, teils im Rollstuhl und mit ihren Betreuern  oder Eltern, verfolgten gespannt, wie sich die Geschichte von Tina und Kai weiter entwickelt, vom Kennenlernen über den ersten Kuss bis hin zum Bedürfnis nach körperlicher Nähe. „Liebe und so Sachen“ setzt sich konkret mit der Lebenswelt von Menschen mit geistiger Behinderung auseinander, greift ihre Bedürfnisse auf und zeigt alltägliche Situationen und Spannungsfelder: Wünsche nach gelebter Sexualität, Erwachsensein und Partnerschaft, das Leben im Wohnheim, die Arbeit in der Werkstatt oder die Sorgen der Eltern.  Der Film zeigt Ängste und Unsicherheiten bei allen Beteiligten auf – aber auch Wege, wie es gelingen kann, Sexualität und Beziehung selbstbestimmt zu leben. So bietet der Film vielfältige Anknüpfungspunkte, erleichtert eine Gesprächsaufnahme und unterstützt damit auch die Bezugspersonen der Betroffenen.

Mirca Schulz, Sexualtherapeutin aus Berlin begleitete die Zuschauer einfühlsam durch die Höhen und Tiefen dieser Liebesgeschichte. „Aufklärung in einfacher Sprache, die Menschen ernst nehmen“, diese Erfahrung nahmen die Zuschauer mit nach Hause.

pro familia setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung eine möglichst selbstbestimmte Sexualität (er-)leben können. Sexualität ist ein Grundbedürfnis im Leben der Menschen. Aller Menschen – ohne Einschränkungen. „Wir wollen , dass auch Menschen mit Behinderung Zugang zu  Themen wie Aufklärung und  Freundschaft, Sexualität und Verhütung erhalten“, so Ellen Schmidt vom sexuellen Bildungsteam der pro familia kempten.

Langfristig will der Ortsverband Kempten mit der Fachstelle für Sexuelle Bildung und der Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen ein nachhaltiges Beratungsangebot für Menschen mit Behinderung aufbauen. 

Jahreshauptversammlung

Neues Gesicht im Vorstand

Neuwahl bei der Jahresmitgliederversammlung am 14.03.2012

Als erfolgreich und gelungen bezeichnete Vorsitzende Renate Piekenbrock in ihrem Jahresrückblick die Feierlichkeiten aus Anlass des 20 – jährigen Bestehens der pro familia im vergangenen Jahr.

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Die Gruppe Alleinerziehender stellt sich vor

Pressemitteilung

Kempten, 20.03.2012

Reinkommen und Wohlfühlen

Der offene Treff für Alleinerziehende in Kempten stellt sich vor

Montag ist ein wichtiger Tag für Beate (Name von der Redaktion geändert). Alle 14 Tage hält sich die Mutter von drei Kindern den Vormittag frei, komme was wolle, denn das Treffen der Alleinerziehenden mit ihren Kindern will sie nicht verpassen. Hier ist sie unter Gleichgesinnten, kann dem Alltag entfliehen und sich mit anderen austauschen. „Die Gruppe bietet ein Zuhause, ein Auffangnetz, das mich hält. Wenn ich Probleme habe, dann weiß ich, wo ich als erstes hingehen kann.“ sagt sie.

 

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Entscheidung für Präimplantationsdiagnostik (PID) setzt reproduktive Rechte um

PM_PID_7.7.2011.pdf