Unser Thema 2009: Neue Medien - Abschied vom Händchenhalten

Ob als Informationsquelle, Spielplattform, zum Meinungsaustausch oder als virtueller Treffpunkt im Chat - das Internet eröffnet ein unüberschaubares Feld an Kommunikation- und Konsummöglichkeiten und bereichert unseren Alltag zweifellos. Doch Kinder und Jugendliche stehen den Anforderungen, die die neuen Medien an sie stellen oft alleine gegenüber. Das Umfeld der Kinder ist mangels eigener Routine im Umgang mit Internet, Handy & Co. verunsichert oder über mögliche Risiken nur unzureichend informiert. Daher brauchen Kinder - und deren Umfeld - unsere Unterstützung. Denn: Wie man eine Straße sicher überquert, lernen Kinder im Kindergarten. Wie man sich auf der Datenautobahn im Internet verhält, müssen sie sich selbst beibringen.

Gezielt haben wir uns daher im Jahr 2009 mit dem Thema Neue Medien bayernweit an die Öffentlichkeit gewendet. Den Auftakt bildete die Podiumsdiskussion: "Abschied vom Händchenhalten? Wie die Neuen Medien Beziehungsvorstellungen und -verhalten von Jugendlichen beeinflussen" am 10. Februar 2009 in München in der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien.

InfoFlyer der pro familia Bayern zu Sexualpädagogik und Neue Medien

 

Knapp 60% der Deutschen ab 14 Jahren surfen regelmäßig im Internet. In ihrem Online Familienhandbuch www.familienhandbuch.de schreibt Beate Schöning, "dass Kinder und Jugendliche oftmals versuchen, auf verbotene Seiten zuzugreifen, beziehungsweise, diese auch gezielt ansteuern und anschauen. Sehr interessant sind hier unter anderem Seiten aus den Pornobereichen".

Eine Studie, die in Kooperation des Fachbereichs Psychologie der Universität Landau mit dem pro familia Landesverband Rheinland-Pfalz durchgeführt wurde, ging der Frage nach, ob diese für Deutschland bisher nicht wissenschaftliche belegte Aussage tatsächlich haltbar ist.

Pornographie und Neue Medien - Eine Studie der pro familia zum Umgang Jugendlicher mit sexuellen Inhalten im Internet