Pubertätsgruppe: Loslassen und Haltgeben

Nächste Gruppe frühestens 2017, Sie können gern in Einzelberatung zu uns kommen!

Ein neuer Gesprächskreis für Eltern mit „Kindern“ in dieser Lebensphase

an der Erziehungsberatungsstelle von pro familia

 

„Pubertät ist – wenn Eltern schwierig werden.“

So zumindest sehen es manche Jugendliche.  Die Pubertät ist eine Zeit des Umbruchs und der Herausforderungen für alle Beteiligten. Für die Jugendlichen, die Eltern, die Geschwister -  für die ganze Familie.

Bei den Jugendlichen verläuft die körperliche Entwicklung immer schneller und die Veränderungen sorgen für eine Vielzahl an Verunsicherungen, neuen Empfindungen und Gefühlen, mit denen die Jugendlichen oft kaum klarkommen. Auf dem Weg zum Erwachsenwerden kann die psychische Entwicklung oft nicht Schritt halten. Und auch auf seelischem Gebiet  gibt es eine Menge an Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen: Neue Freundschaften finden, unabhängig von den Eltern und deren Meinung werden, sich auf eine tiefere, vielleicht intime Freundschaft einlassen, eigene Wege finden, ... eine Menge wirklich großer  Aufgaben für die Jugendlichen!

Bei den Eltern herrscht oft Ratlosigkeit oder „Nicht mehr Verstehen“. Man kennt die eigenen Kindern nicht mehr, stellt seine bisherige Erziehung in Frage.  Wie kann ich mein Kind noch erreichen? Hat es genug Sicherheit und „Verstand“ mitbekommen, sich allein zurechtzufinden? Werd ich nur noch ausgenutzt?

Und dann bedeutet die Pubertät der Jugendlichen auch, dass in den kommenden Jahren andere Dinge im (Familien-)Leben der Eltern wieder wichtiger werden: die Paarbeziehung, berufliche Pläne vielleicht und es heißt auch zu erkennen, dass wir älter werden.

Und in dieser Zeit ist meist viel los  - je nach Familie und je nach Kind: Auseinandersetzungen, Streit, Erstaunen, Kämpfe, Hoffnungen, ... 

Die alten Rollen und Grenzen  passen nicht mehr. Die Jugendlichen fordern schrankenlose Freiheit. Sie machen den Eltern mit dem angeblichen Beispiel von Freunden/innen ein schlechtes Gewissen, wenn diese auf Regeln bestehen. Und manche Eltern sehen sich in einer Rolle,  die sie nie einnehmen wollten, als „Verbieter“, streng, unverständig und einschränkend.  Manchmal gerät die Auseinandersetzung noch mehr aus den Fugen: Beleidigungen und Lügen, mangelnder Respekt, etc..   So ist Pubertät eine sehr aufreibende, zermürbende  Zeit im Familienzyklus. Psychoanalytiker sprechen von der zweiten Geburt und die Schmerzen und Unsicherheiten sind sicher vergleichbar.

Aus Kapazitätsgründen planen wir erst ab 2017 wieder eine solche Gruppe an unserer Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche.   An sieben Abenden bietet sich Eltern die Möglichkeit zum Austausch, dem individuellen Klären von Fragen, zur Reflektion über die Familie. Moderation und kleine Vorträge werden von zwei Beratern (Hr. Aßbichler und Fr. Demmelmeyer) gestaltet, die ihre Erfahrungen aus der therapeutischen Arbeit mit Jugendlichen und Familien einbringen. Bisher erlebten die Teilnehmer die Gruppen als gute Unterstützung, Kraft zu tanken und eine neue Perspektive auf die familiäre Situation zu finden.

 

Sie können sich gerne aber einzeln beraten lassen zu Themen der Pubertät, wen Sie jetzt aktuellen Beratungsbedarf haben. Melden Sie sich unter 089 / 89 76 74-0 telefonisch an.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei, da die Stelle von der Stadt München und dem Land Bayern gefördert wird, um eine Spende wird gebeten.

Eine Anmeldung (telefonisch unter 089/897673-0) für die Teilnahme an der Gruppe ist erforderlich.

 

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