Vorankündigung : Sexualität ist nicht behindert - Sexuelle und reproduktive Rechte von Menschen mit Behinderung

Tagung des pro familia Landesverbands Bayern

12. November in München 10.30 bis 16.30 Uhr

 

Zielgruppen: Menschen mit Behinderungen, Betreuungsumfeld, Fachpublikum, Eltern

Ort: Holiday Inn, München-City Centre

In Kooperation mit den Netzwerkfrauen Bayern e.V. und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern e.V.

 

Schirmherrschaft: Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung

Moderation: Nina Ruge

Die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderung zeichnet sich unter anderem durch einen erhöhten Assistenzbedarf und einer damit verbundenen Abhängigkeit von Rahmenstrukturen und helfenden Personen aus. Zwar bekräftigt die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen u.a. das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, Privatsphäre und Familie für Menschen mit Behinderungen. Diese haben die gleichen Rechte wie alle Menschen. Dies betrifft nicht nur Aspekte wie Bildung, Arbeit und Gesundheit etc., sondern auch höchstpersönliche Lebensbereiche, wie Partnerschaft, Sexualität, Verhütung, Ehe, Familiengründung und Elternschaft. Tabus und Vorbehalte sowie strukturelle und institutionelle Barrieren behindern Menschen mit Beeinträchtigungen jedoch bei der Realisierung ihres Anspruchs auf ein selbstbestimmtes Sexualleben. Die Tagung greift verschiedene Aspekte von Sexualität und Partnerschaft sowie Lebenssituationen auf und möchte Lösungsansätze diskutieren. Sie will dazu beitragen, das Selbstverständnis für die Sexualität von Menschen mit Behinderungen zu erhöhen und ein Klima der Akzeptanz und Unterstützung zu schaffen.

Vormittags:

Impulsvortrag I

Menschenrecht trifft Lebenswirklichkeit – Was behindert Sexualität 2012 Dr. Frank Herrath, ISP Dortmund

Impulsvortrag II

Das Recht auf Selbstbestimmung und seine Verwirklichung in der Beratung, Begleitung und (rechtlichen) Betreuung von Menschen mit Behinderungen Prof. Dr. Julia Zinsmeister, Professorin für Recht an der Fachhochschule Köln

Nachmittags:               

Workshops ·

  • Selbstbestimmung in der Praxis, Dina Radtke, Bereichsleitung der Beratungsstelle im Zentrum für Selbstbestimmt Leben Erlangen e.V und ehrenamtliche Vorsitzende des Frauenkomitees vom Weltverband "Disabled Peoples' International"
  • Sexuelle Assistenz und sexuelle Dienstleistung: Begriffsklärung und Ideen zur Praxis, Simone Hartmann, stellvertretende Leitung der pro familia Beratungsstelle Nürnberg und Bärbel Ahlborn, Kassandra e.V. Nürnberg ·
  • Moderiertes Gespräch mit Eltern mit Behinderungen, Esther Hoffmann, Sprecherin der Netzwerkfrauen Bayern e.V. und Leiterin der Arbeitsgemeinschaft für Mütter mit Behinderung und Heide Brunner, Bereichsleitung Wohnen, Lebenshilfe Passau e.V. ·
  • „Sexuelle Bildung in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Konzeptentwicklung zum Umgang mit Sexualität in Einrichtungen“, Maria Bakonyi, Leiterin der pro familia Beratungsstelle Aschaffenburg, Esther Friedrich, Leitung Fachdienst Psychologie, Südbayerische Wohn- und Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte, München und Klaus Streicher, Hausleiter der Wohnanlage Kilianshof des Zentrums für Körperbehinderung in Würzburg ·

  • Sexuelle Orientierung : Lesbisch, schwul, bisexuell – wie geht denn das? Konkrete Fragen und Fallbeispiele zum Coming-out und gleichgeschlechtlichen Lebenswelten, Thomas Rattay, freiberuflicher Sexualpädagoge und Sexualberater, Lübeck

 

Moderierte Abschlussrunde & Fazit

Kostenbeitrag: 30 EUR

Weitere Informationen:

Der Tagungsort ist barrierefrei zugänglich. GebärdendolmetscherInnen werden die Tagung übersetzten. In allen Vorträgen und Workshops wird auf Leichte Sprache geachtet. Induktionsschleifen sind vorhanden.