Unsere Angebote im Bereich Sexualität und Behinderung

Bild aus der Imagekampagne zum Thema Sexualität und Behinderung

Sexuelle Selbstbestimmung zu leben, ist für Menschen mit Behinderung manchmal nur schwer möglich. Auch für Eltern und BetreuerInnen ist der Umgang mit sexuellen Wünschen und Bedürfnissen ihrer Kinder oder ihrer zu Betreuenden nicht einfach.

Unsere sexualpädagogischen Angebote richten sich sowohl an Menschen mit Behinderung, als auch an Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen und MitarbeiterInnen in Einrichtungen.

Workshops für Menschen mit Behinderung

Wir arbeiten meist in einem Frau/Mann Team und bieten sowohl geschlechtsgemischte als auch Frauen- und Männergruppen zu folgenden Themen an:

  • sexuelle Identität und Orientierung
  • Körperaufklärung, Körperwahrnehmung
  • Hygiene
  • Freundschaft, Beziehung, Partnerschaft und Liebe
  • Verhütung, Familienplanung
  • Prävention vor sexueller Gewalt und sexuell übertragbaren Krankheiten

 

Informationsveranstaltungen und Beratung für Eltern, Angehörige und gesetzliche BetreuerInnen zu folgenden Themen:

  • Wie geht es anderen Eltern in vergleichbaren Situationen?
  • Wie kann Sexualaufklärung bei Menschen mit Behinderung gelingen?
  • Rechtliche Fragen zu Schwangerschaftsverhütung, Sterilisation, Kinderwunsch und Elternschaft
  • Wie kann ich mein Kind vor sexuellen Übergriffen schützen?

 

Veranstaltungen für MitarbeiterInnen in Einrichtungen der Behindertenhilfe

Gerade weil der Zugang für Menschen mit Behinderungen zu Information und Beratung häufig schwierig ist, ist eine Qualifizierung der PädagogInnen sinnvoll.

Je nach Bedarf arbeiten wir mit Praxisbeispielen, stellen sexualpädagogische Methoden und Material zur Sexualaufklärung und Prävention vor und behandeln auch rechtliche Aspekte.

Ansprechpartnerin

Frau Maria Bakonyi

Dipl. Sozialpädagogin (FH), Sexualpädagogin (ISP, Merseburg)

maria.bakonyi[at]profamilia.de

Liebe und so Sachen - ein Liebesfilm, der aufklärt und Spaß macht

Hauptdarsteller aus dem Film

"Liebe und so Sachen - ein Liebesfilm, der aufklärt und Spaß macht“ ist der Titel eines besonderen Projekts der pro familia in Hessen: Nach mehrjähriger intensiver Arbeit hat pro familia einen professionell produzierten und zeitgemäßen Aufklärungsfilm für Menschen mit geistiger Behinderung vorgelegt.
Wir empfehlen den Film für Jugendliche (ab 16 Jahren) und Erwachsene.

Zum Inhalt :
Die Berliner Schauspieler Juliana Götze und Mario Gaulke verkörpern im Film die Protagonisten Tina und Kai - beide Menschen mit Down-Syndrom. "Liebe und so Sachen ..." erzählt ihre Liebesgeschichte – vom Kennenlernen über den ersten Kuss bis hin zum Bedürfnis nach körperlicher Nähe. „Unser Ziel war es, durch Drehbuch, Besetzung und szenische Umsetzung eine möglichst große Identifikationsfläche zu schaffen – und dies nicht nur für Menschen mit geistiger Behinderung“, sagt Uschi Zboril, die als Projektleiterin bei pro familia Hessen die Realisierung des Films begleitet hat. „Liebe und so Sachen …“ setzt sich konkret mit der Lebenswelt dieser Gruppe auseinander, greift ihre Bedürfnisse auf und zeigt alltägliche Situationen und Spannungsfelder: Wünsche nach gelebter Sexualität, Erwachsensein und Partnerschaft, das Leben im Wohnheim, die Arbeit in der Werkstatt oder die Sorgen der Eltern. So bietet der Film vielfältige Anknüpfungspunkte, erleichtert eine Gesprächsaufnahme und unterstützt damit insbesondere Angehörige und Bezugspersonen, Betreuer in Einrichtungen und Werkstätten sowie pädagogisches Fachpersonal. Die Idee, einen Spielfilm zu drehen, der als Aufklärungsfilm mit pädagogischem Anspruch und zugleich als Liebesfilm rezipiert werden kann, stammte von Mitarbeiterinnen der pro familia-Beratungsstelle im osthessischen Schlüchtern. Umgesetzt hat den von „Aktion Mensch“ geförderten Film die renommierte Autorin und Regisseurin Cornelia Thau.

Der auf DVD vorliegende Spielfilm dauert 57 Minuten. Zugeschnitten auf das Rezeptionsvermögen der Zielgruppe, setzt er auf einfache Darstellungen und die direkte und emotionale Vermittlung von Sachverhalten durch Bilder. In den Film integriert sind animierte Zeichnungen der bekannten Illustratorin Leonore Poth, die körperliche Gegebenheiten und sexuelle Vorgänge veranschaulichen. Ein beiliegendes pädagogisches Begleitheft gibt umfangreiche Tipps für den Einsatz des Films.
In den pro familia Beratungsstellen Würzburg und Aschaffenburg ist der Film ab sofort in der sexualpädagogischen Arbeit im Einsatz.
Ein ca. 1-minütiger Trailer zum Film "Liebe und so Sachen" steht unter folgendem
Link zur Ansicht bereit: www.profamilia-foerderverein-hessen.de/html/film.html