Sexualmedizinische Sprechstunde

Sexualmedizin ist ein Fach der klinischen Medizin, das sich mit der Sexualität des Menschen und ihren Störungen befasst. Sexuelle Probleme gehen entweder auf ein eigenes Krankheitsbild zurück oder treten dann auf, wenn eine andere körperliche oder psychische Erkrankung vorliegt. Neben den sexuellen Funktionen, die direkt betroffen sein können, führen nicht selten ganz andere Grunderkrankungen, Behinderungen, erlebte Gewalt oder Konflikte mit der eigenen Geschlechtsidentität zu sexuellen Störungen.

Zu den Aufgaben der Sexualmedizin gehört es diese Erkrankungen* zu erkennen und zu behandeln.

In der Sexualmedizinischen Sprechstunde bei pro familia können  Ratsuchende mit einer Ärztin ihre sexuellen Beschwerden* besprechen. Nach einem ausführlichen Gespräch über die Vorgeschichte wird entschieden, welche Untersuchungen möglicherweise sinnvoll sind und ob Ärzte anderer Fachrichtungen hinzugezogen werden sollten. (z.B. eine Urologin oder Radiologin, eine Gynäkologin oder Genetikerin, Neurologin…). Gegebenenfalls werden danach (schul-)medizinische Behandlungen eingeleitet.

Wie geht es weiter?
Falls in der sexualmedizinischen Sprechstunde deutlich wird, dass biologische Faktoren ausgeschlossen werden können, haben die Betroffenen die Möglichkeit sich bei pro familia  als Einzelperson oder als Paar eine sexualtherapeutische Beratung in Anspruch zu nehmen.

Diese Angebote werden von Mitarbeiter/Innen mit entsprechenden Ausbildungen (Sexualtherapie, Sexualberatung, Sexualmedizin) durchgeführt.

*Sexuelle Beschwerden: Störungen des sexuellen Verlangens (Lustlosigkeit, Aversion, gesteigertes Verlangen), der sexuellen Erregung (ausbleibende Penisversteifung oder Scheidenfeuchtigkeit) oder der Orgasmusfähigkeit (vorzeitig, verzögert, ausbleibend), Scheidenkrampf, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Störungen der sexuellen Präferenz (Fetischismus, Exhibitionismus, Voyeurismus, Masochismus, Sadismus, Pädophilie…), Störungen im sexuellen Verhalten (z.B. sexuell motivierte Belästigung und Verfolgung – Stalking) , Störungen der sexuellen Entwicklung (Reifung, Orientierung, Identität), Geschlechtsidentitätsstörungen (z.B. Transsexualität oder Transvestität), Störungen der sexuellen Fortpflanzung.