Ambulante Sterilisation von Männern

Informationen zur Sterilisation des Mannes (Vasektomie)

In beiden Hoden des Mannes werden Samenzellen gebildet. durch die Samenleiter gelangen sie zu den Bläschendrüsen und zur Vorsteherdrüse und verbinden sich dort mit der Samenflüssigkeit.

Das bei sexuellem Reiz ausgestoßene Sperma besteht zu etwa 95 % aus Samenflüssigkeit und zu 5 % aus Samenzellen.

Bei der Sterilisation werden beide Samenleiter oberhalb der Hoden durchtrennt, so dass keine Samenzellen mehr in den Erguss gelangen. Der Hormonhaushalt bleibt unverändert. Potenz und Lustempfinden ebenso. Der Erguss ist wie zuvor, jedoch ohne den 5 % anteil der Samenzellen.

Wichtig

Die Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) tritt nicht sofort nach dem Eingriff ein. In den Bläschendrüsen sind noch Samenzellen gespeichert.

Vor der Sterilisation

1. Bitte rasieren Sie sich möglichst am Tag der Behandlung alle Haare an Penis und Hodensack. Sie können hierfür einen Einmalrasierer nehmen. Bitte anschließend nicht eincremen.

2. Drei Tage vor der Sterilisation sollten Sie keine Medikamente mehr einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten. Asperin beeinflusst die Blutgerinnung.

3. Sie sollten in den 48 Stunden vor dem Eingriff einen Samenerguss hervorrufen, um die nach dem Eingriff entstehende Stauung an den Schnittstellen so gering wie möglich zu halten.

4. Zwei Stunden vor der Behandlung sollten Sie nichts essen und trinken.

5. Die Sterilisation des Mannes ist keine Kassenleistung. Bitte bringen Sie Bargeld mit.

6. Um Blutergüsse an den Hoden durch Bewegung nach der Behandlung zu vermeiden, sollten Sie eine enge Badehose oder einen engen Slip mitbringen, sowie ein T-Shirt und einen Bademantel.

Sterilisation im pro familia Institut Rüsselsheim

Der Eingriff wird ambulant und in örtlicher Betäubung vorgenommen. Der Hodensack wird rechts und links örtlich betäubt. Hier wird jeweils ein kleiner Schnitt (ein Zentimeter lang und wenige Millimeter tief) gemacht. Dann werden die Samenleiter etwas herausgezogen. Dabei spüren Sie leichte bis stark ziehende Schmerzen. Beide Samenleitern werden durchtrennt, die Enden verschweißt und abgebunden.

Um ein Zusammenwachsen der durchtrennten Samenleiter unmöglich zu machen, wird ein Samenleiterstumpf in eine andere Gewebeschicht gelegt und eingenäht. Dann wird die Hautnaht geschlossen

Die Behandlung dauert etwa 30 Minuten, der gesamte Aufenthalt im pro familia Institut etwa 1,5 Stunden.

Ergebnis

Ein sterilisierter Mann kann keine Kinder mehr zeugen. Der Erguss erfolgt weiterhin wie gewohnt. Im Erguss sind keine Samenzellen mehr enthalten. Die Hoden produzieren weiterhin Samenzellen, sie werden jedoch vom umliegenden Gewebe abgebaut.

Die Sterilisation schützt vor ungewollter Schwangerschaft, jedoch nicht vor der Übertragung sexueller Krankheiten (AIDS).

Nach der Sterilisation

- nicht schwer heben

- nicht baden, schwimmen und saunen

- kein Fahrrad fahren

- keinen Geschlechtsverkehr haben

- keinen anstrengenden Sport treiben

- kein Blasinstrument spielen

Bitte tragen Sie die ersten drei Tage und Nächte eine eng anliegende Badehose oder einen engen Slip, um einen Bluterguss zu vermeiden. Nach drei Tagen können Sie wieder duschen und die Pflaster entfernen. Falls es Fäden an der Hautnaht gibt, sollen diese nach sieben Tagen entfernt werden. (Beim Hausarzt oder Termin im pro familia Institut vereinbaren).

In den ersten Tagen nach dem Eingriff werden Sie am Hodensack oder der Leistengegend ein leichtes Ziehen spüren. Die ersten Samenergüsse können aufgrund der Stauung in den Samenleitern schmerzhaft sein.

Bei eventuell nach der Behandlung auftretenden Schmerzen dürfen Sie z.B. Paracetamol einnehmen, aber keine acetylsalicylsäurehaltigen Medikamente (z.B. Asperin)!

Die Unfruchtbarkeit wird von uns nach der negativ ausfallenden Spermakontrolle festgestellt. Bitte schicken Sie nach 20 Samenergüssen und 8 Wochen eine Probe.

Zur Kontrolle unserer Arbeit sind wir an Ihrer Erfahrung mit der Sterilisation interessiert. Schicken Sie uns bitte den Rückmeldebogen zusammen mit der Spermakontrolle zurück.