Tätigkeitsbericht Arbeitskreis Sozialberatung (AKS) 2008

 

In 2008 waren insgesamt 33 Beratungsstellen im AK vertreten; davon 30 pro familia, 2 DPWV und Varia Ahlen. Je eine SozialberaterIn ist Mitglied im Arbeitskreis. Insgesamt vertritt der AKS 63 SozialberaterInnen mit zusammen ca. 1460 Fachstunden.

Ein großer Bereich der Arbeit besteht in sozialrechtlicher Beratung. Hier ist die Thematik sehr komplex und unterliegt häufigen Veränderungen. Um die Qualität dieser Arbeit zu gewährleisten und für unsere KlientInnen die Durchsetzungmöglichkeit ihrer Ansprüche besser unterstützen zu können, beantragten wir die Einstellung eines Fachreferenten für Sozialrecht. Diese wurde vom Vorstand genehmigt und mit Herrn Jörg Scheibe besetzt. Mitte des Jahres machte er sich im AKS bekannt und es wurde vereinbart, dass er z.T. an den Gesamt - AKS –Sitzungen teilnehmen wird, um über Änderungen zu informieren und Fragestellung zu erörtern. Alle BeraterInnen haben die Möglichkeit sich mit Anfragen und Falldarstellungen an Ihn zu wenden und er bearbeitet die Fälle kurzfristig, gibt Empfehlung und juristische Erläuterungen. Darüber hinaus sendet er Rundmails zu wichtigen rechtlichen Belangen unserer Arbeit. Die bearbeiteten Fälle werden allen Beratungsstellen zur Verfügung gestellt.

 

Es fanden zwei Sitzungen zentral mit allen Mitgliedern statt und zwei in fünf Regionalgruppen.

 

Ansprüche für Schwangere und Familien im SGB II

Im Oktober veranstalteten wir eine Fortbildung mit Herrn Harald Thomae mit 36 TeilnehmerInnen. Das Thema war: SGB II – Ansprüche für Schwangere und Familien unter Einbeziehung der aktuellen gesetzlichen Änderungen und Rechtsprechung.

 

Studie Jugendschwangerschaften

In 2008 beschäftigten wir uns inhaltlich mit der Studie „Jugendschwangerschaften“ des pro familia Bundesverbandes und der BZGA. Hierzu referierte im Januar Frau Svenja Mix (Mitarbeiterin im Forschungsprojekt) über die Ergebnisse der Fallstudie I (Fragebögen) und Teilstudie II (Interviews) mit dem besonderen Schwerpunkt Schwangerschaftskonflikt (Erleben der Beratungssituation, Familiärer Einfluss auf die Entscheidung, Versorgungslage) In weiteren Sitzungen beschäftigten wir uns mit der praktischen Relevanz für unsere Beratungsarbeit.

Mit diesem Thema beteiligte sich der Arbeitskreis vertreten durch Ursula Kersting-Otte mit einem Vortrag auf dem Jugendhilfetag in Essen.

 

Finanzierung von Verhütungsmitteln für GeringverdienerInnen

Die Problematik der Finanzierung von Verhütung für GeringverdienerInnen bzw. ALG II BezieherInnen beschäftige uns auch in diesem Jahr weiter. Wir erstellten eine aktualisierbare Liste welche Städte, in denen pro familia Beratungsstellen arbeiten, Mittel oder Fonds zur Verfügung stellt. Diese Informationen haben (und werden) bei vielen Kommunen die Möglichkeit eröffnen, ebenfalls Lösungen zu suchen. Dies sehen wir aber als Notlösung. Wir werden uns weiterhin politisch für eine gesetzliche Lösung einsetzen.

 

 

Arbeitskreis Frauen in Not Land NRW

Unser Arbeitskreis war auch in diesem Jahr mit Ricarda Werner im Landes AK „Frauen in Not“ vertreten.

 

 

Die Arbeitskreissprecherinnen:

Margrit Schaefer-Klocke

Beate Klöckner