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Partner sein - Eltern sein


Ein Baby kommt auf die Welt und steht von Beginn seines neuen Lebens an im Mittelpunkt. Hilflos ist es auf seine Mutter und Vater angewiesen, bringt seine Bedürfnisse nachdrücklich, bestimmend zum Ausdruck, indem es lauthals in die Welt schreit. Liebenswert, entzückend und bezaubernd, quengelnd und nervend, ergreift es die Welt, nimmt seine Eltern ein und verlangt uneingeschränkte Aufmerksamkeit.

Die Eltern bewältigen die neue Situation und eine Vielzahl neuer Probleme, die eigenen Bedürfnisse und Themen rücken dabei in den Hintergrund. Beide Partner fühlen sich dabei aufeinander angewiesen. Es ist notwendig die Situation gemeinsam zu bewältigen. Die bisherige Rollenverteilung muss neu überdacht werden. Aus Mann und Frau werden nun auch Vater und Mutter. Wer ist nun wofür verantwortlich, wie wird die Arbeit geteilt, wer trifft welche Entscheidungen, wie kann man Freiraum schaffen, was machen wir bei Meinungsverschiedenheiten?

Die Neugestaltung des Alltags, das Treffen von neuen Absprachen, die Bewältigung vieler Veränderungen bedeutet für die Eltern ein Kraftakt, den beide gleichermaßen meistern müssen. Die gemeinsame Familienzeit und die eigene Freizeit müssen dem neuen Alltag angepasst werden. Manchmal benötigen Paare recht lange, um einen akzeptablen Weg zu finden, mit der Zeit umzugehen. Dabei lohnt es sich immer wieder, nicht zu aufgeben und miteinander das Gespräch zu suchen, wenn man das Gefühl hat „auf der Strecke zu bleiben“. Konflikten und Spannungen können die jungen Eltern vorbeugen, indem sie rechtzeitig lernen, die eigenen Wünsche zu äußern und mit dem Partner in Verhandlungen zu treten.

Diese intensive Zeit gemeinsam zu erleben, Anstrengungen gemeinsam zu bewältigen, ist eine Belastungsprobe für die Partnerschaft, aus der die Partnerschaft bereichert und gestärkt hervorgehen kann. Dabei sollte jede Hilfe von dritten angenommen werden. Das Essen von der Oma, die Kinderwagenrunde der Freundin, der Einkauf, den die Tante übernimmt. Und wenn das Baby schon etwas „selbständiger“ ist kann das Paar auch endlich wieder was „für sich tun".