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Pressemeldung Nr. 6/2003



Pro familia setzt sich ehrgeizige Pläne für das Arbeitsgebiet
"Sexualität und Behinderung"



Schwerin, 11. Mai 2003. Auf ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung am 11. Mai 2003 in Schwerin hat der Bundesverband pro familia beschlossen, die Arbeit mit Menschen mit Behinderung als eines der Zukunftsthemen auszubauen.



Im einstimmig verabschiedeten Beschluss der Mitgliederversammlung heißt es: "„pro familia verfolgt das Ziel, in den nächsten fünf Jahren alles dafür zu tun, dass alle Beratungseinrichtungen behindertengerecht ausgestattet sind", und weiter "dass alle Beratungseinrichtungen sich bei Neueinstellungen aktiv um die Beschäftigung von qualifizierten Menschen mit Behinderung bemühen". Weiterhin will sich der Bundesverband politisch dafür einsetzen, dass sexualisierte Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen in der Strafzumessungspraxis ebenso bewertet wird wie bei Menschen ohne Behinderungen. Mit der Weiterentwicklung von Broschüren und Materialien sollen in Kooperation mit Betroffenenorganisationen zahlreiche weitere kreative Ideen für den Arbeitsbereich in den nächsten Jahren umgesetzt werden.
Damit bekräftigt der Verband einmal mehr das Recht aller Menschen auf ungehinderten Zugang zu Diensten, Methoden und Informationen der Familienplanung. Bereits vor mehr als 20 Jahren haben einzelne pro familia-Einrichtungen begonnen, Beratungsangebote für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln. Heute können sich Menschen mit Behinderungen, Angehörige und BetreuerInnen in jeder vierten pro familia-Beratungsstelle beraten und informieren lassen. Darüber hinaus gibt es Fortbildungsangebote des Bundesverbandes zum Thema und Modellprojekte zur Entwicklung von Arbeitshilfen für Professionelle.
Mit der Fachtagung "Sexualität und Behinderung" am 10. Mai 2003 in Schwerin setzte pro familia im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen neue Maßstäbe für die Arbeit des Verbandes.

Pressekontakt: Regine Wlassitschau, Tel.: 069/63 90 02, Fax: 069/63 98 52, E-Mail: presse@profamilia.de

Seit 1952 setzt sich pro familia für die Interessen von Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Rechte ein. Heute gehört der Verband national wie europaweit zu den bedeutendsten nichtstaatlichen Dienstleistern der Sexualpädagogik, Familienplanungs-, Sexual- und Schwangerschaftsberatung. In den 170 Beratungsstellen in Deutschland finden Menschen aller Religionen und Nationalitäten fachlich und menschlich qualifizierten Rat. Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms ist die besondere Förderung und Unterstützung benachteiligter Gruppen in der Bevölkerung.

pro familia-Bundesverband, 13. Mai 2003