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Familienpolitik = Bevölkerungspolitik?
pro familia magazin 1/2004 regt Debatte zum Gutachten
des Bundesfamilienministeriums an
„Die Deutschen sterben aus“. Diese in Öffentlichkeit und Medien erneut kursierende Prognose hat eine fieberhafte Suche nach Erklärungen für den Geburtenrückgang in Gang gesetzt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eigens ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Bedingungen für die Familiengründung in Deutschland zu überprüfen und Leitlinien einer nachhaltigen Familienpolitik zu entwickeln.
Durch den Titel „Nachhaltige Familienpolitik im Interesse einer aktiven Bevölkerungsentwicklung“ hellhörig geworden, hat die Familienplanungsorganisation pro familia entschieden, eine Ausgabe ihrer Verbandszeitschrift pro familia magazin dem Thema zu widmen. Im pro familia magazin 1/2004 setzen sich Politikwissenschaftler, JournalistInnen und VertreterInnen von Fachverbänden mit dem Gutachten auseinander.
Die AutorInnen merken kritisch an, dass die Regierungspolitik in Zeiten sinkender Geburtenraten dazu neigt, „Familienpolitik wieder als Bevölkerungspolitik zu begreifen, anstatt das Menschenrecht auf Familienplanung unabhängig von demographischen Effekten nicht in Frage zu stellen“ (Editorial pro familia magazin 1/2004). Beiträge aus Kanada und Großbritannien, die mit manchen überhöhten Sichtweisen aufräumen, erweitern den Blick und ergänzen das Schwerpunktthema.
Das pro familia magazin erscheint viermal im Jahr, umfasst 36 Seiten und ist im Abonnement oder als Einzelheft beim pro familia Bundesverband erhältlich. Ein Jahresabonnement kostet 19,50 € (Ausland 21.50 €) inkl. Versandkosten und MwSt., das Einzelheft kostet 5,10 €.
Frankfurt, 06.04.2004
Pressekontakt: Regine Wlassitschau,
Tel.: 069 - 63 90 02, Fax: 069 - 63 98 52,
E-Mail: presse@profamilia.de
Seit 1952 setzt sich pro familia für die Interessen von Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Rechte ein. Heute gehört der Verband national wie europaweit zu den bedeutendsten nichtstaatlichen Dienstleistern der Sexualpädagogik, Familienplanungs-, Sexual- und Schwangerschaftsberatung. In den 170 Beratungsstellen in Deutschland finden Menschen aller Religionen und Nationalitäten fachlich und menschlich qualifizierten Rat. Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms ist die besondere Förderung und Unterstützung benachteiligter Gruppen in der Bevölkerung.
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