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Das Diaphragma
"Scheidenpessar"
Das Diaphragma ist ein Mittel der Empfängnisverhütung für die Frau und muss bei jedem Verkehr angewandt werden. Möglich ist auch eine Anwendung nur in der fruchtbaren Zeit, die Sie mit Hilfe der Fruchtbarkeitswahrnehmung ermitteln. Das Diaphragma besteht aus einer Silikonmembran, die kuppelartig über eine elastische Spirale oder Flachfeder gespannt ist. Diese ringförmige Feder hat meist einen Durchmesser von sieben bis acht Zentimetern. Das Silikondiaphragma hat zusätzlich eine dünne Membran die vom äußeren Rand nach innen zeigt.
Das Diaphragma sollte von einer erfahrenen Fachkraft angepasst werden. Nach Geburten, Fehlgeburten oder einer Gewichtsveränderung von 5 kg sollte die Größe überprüft werden.
Das Diaphragma muss gemeinsam mit einem Verhütungsgel benutzt werden. Nachdem Gel auf das Diaphragma aufgetragen worden ist, wird es vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt. Dort wirkt es wie eine Scheidewand (das ist auch die sinngemäße Übersetzung des griechischen Wortes Diaphragma). Es unterteilt die Scheide in zwei Bereiche: einen oberen, in dem sich der Gebärmutterhals befindet, und einen unteren, in dem der Penis des Mannes Platz hat, ohne in direkten Kontakt mit dem Muttermund zu kommen. Das Diaphragma kann bis zu zwei Stunden (bei Gels auf Zitronensäure- oder Milchsäurebasis etwas kürzer), aber auch eine Minute vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden. Vor wiederholtem Verkehr muss nochmals eine zusätzliche Portion Gel mit einem Applikator oder direkt mit dem Finger in die Scheide eingeführt werden. Nach dem (letzten) Verkehr muss das Diaphragma noch mindestens 8 Stunden in der Scheide bleiben. Richtig angepasst und eingesetzt, spürt es weder die Frau noch ihr Partner.
Die Hersteller geben eine Haltbarkeit von einem Jahr an. Die meisten Fachleute und Frauen, die lange Erfahrung mit der Methode haben, gehen davon aus, dass bei guter Pflege das Diaphragma bis zu zwei Jahren, eventuell auch länger, angewendet werden kann.
Vorteile
Einfach anzuwenden, sobald Sie sich damit auskennen und etwas geübt haben. Braucht nur bei Bedarf angewendet zu werden, der Zyklus der Frau bleibt erhalten.
Nachteile
Es dauert ein wenig, bis Sie das Einsetzen des Diaphragmas gelernt haben. Manche Frauen und Männer empfinden das Einsetzen als Störung ihres Liebesspiels, das Diaphragma kann allerdings bis zu zwei Stunden früher eingesetzt werden. Durch das Gel können unangenehme Empfindungen (Wärmegefühl, Brennen) auftreten. Möglicherweise vertragen Sie ein anderes Präparat besser. Selten kommt es zu Reizungen der Harnröhre.
Zuverlässigkeit
Bei richtiger Anwendung (einschließlich des Gebrauchs eines Verhütungsgels) und Anpassung ist das Diaphragma eine zuverlässige Verhütungsmethode. Die sehr unterschiedlichen Angaben für die Verhütungssicherheit , siehe Pearl Index, kommen zustande, da das Diaphragma sehr unterschiedlich angewandt und große Qualitätsunterschiede bei Anpassung und Beratung bestehen.
Zugänglichkeit
Das Diaphragma sollte von einer erfahrenen Fachkraft angepasst werden.Es ist nicht vorgeschrieben, dass diese Arzt oder Ärztin ist. Wichtig ist, dass das Diaphragma die individuell richtige Größe hat.
Besonders erfahren in der Anpassung sind die pro familia-Beratungsstellen in Ihrer Nähe sowie verschiedene Frauengruppen und Frauengesundheitszentren. Diaphragmen werden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz von der Firma Kessel GmbH und verschiedenen Online-Anbietern wie www.impodoc-shop.de und www.zyklusshop.de vertrieben. Dort können sie auch von Apotheken bestellt werden.
Kosten
Diaphragmen kosten je nach Produkt zwischen 26 und 37 €. Hinzu kommen mögliche Kosten für Versand, Anpassung, Kontrolluntersuchung und das Verhütungsgel.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen können Sie der pro familia-Broschüre Diaphragma entnehmen, die Sie kostenlos bestellen oder direkt herunterladen können.
Wenn Sie mehr wissen wollen oder Fragen haben, wenden Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine pro familia-Beratungsstelle in Ihrer Nähe. Die pro familia-Beratungsstellen können Sie darüber hinaus auch in allen Fragen über Sexualität, Partnerschaft und Schwangerschaft beraten. Hier stehen Ihnen beispielsweise ÄrztInnen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und PädagogInnen als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung.
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