 |

STERILISATION
Die Sterilisation ist eine operative, in der Regel nicht mehr rückgängig zu machende Methode der Empfängnisregelung. Sie kann sowohl beim Mann als auch bei der Frau durchgeführt werden.
DIE STERILISATION DES MANNES (VASEKTOMIE)
Bei diesem operativen Eingriff werden die beiden direkt unter der Haut des Hodensacks liegenden Samenleiter durchtrennt, so dass keine Samenzellen mehr in den Samenerguss gelangen können.
Die Vasektomie wird von einem Arzt für Urologie oder Chirurgie ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Ein Klinikaufenthalt ist in der Regel nicht erforderlich.
Die sexuelle Erlebnisfähigkeit verändert sich nicht. Es kommt weiterhin zur Erektion (Versteifung des Gliedes) und zum Orgasmus mit Samenerguss.
Vorteile
Sie brauchen an Verhütung nicht mehr zu denken.
Der Eingriff ist beim Mann wesentlich leichter durchzuführen und risikoärmer als die Sterilisation der Frau.
Nachteile
Der Eingriff bedeutet einen endgültigen Verzicht auf (weitere) leibliche Kinder. Versuche, den Eingriff rückgängig zu machen, sind nicht immer erfolgreich.
War der Entschluss zur Sterilisation nicht ausgereift, können seelische Probleme auftreten und zu Potenzstörungen führen.
Zuverlässigkeit
Nach dem Eingriff können noch einige Zeit lang Samenzellen im Samenerguss sein. Erst wenn Ihnen der Arzt nach mehrmaliger Untersuchung des Samenergusses mitgeteilt hat, dass keine Samenfäden mehr gefunden wurden, besteht sicherer Schutz vor (weiterer) Vaterschaft.
Zugänglichkeit
Der Eingriff wird in Facharztpraxen (Urologie und Chirurgie), in der Klinik und in Zentren der pro familia durchgeführt. Ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Arzt oder bei einer pro familia-Beratungsstelle sollte der Sterilisation vorausgehen, da der endgültige Entschluss, kein Kind mehr zeugen zu können, reiflich zu überlegen ist.
Bevor die Sterilisation durchgeführt wird, müssen Sie über die Art des Eingriffs, seine Folgen und möglichen Nebenwirkungen oder Komplikationen aufgeklärt sein und aus freiem Entschluss in die Operation eingewilligt haben.
Die gesetzlichen Krankenkassen tragen seit 2004 die Kosten für Sterilisationen, die der persönlichen Lebensplanung dienen, nicht mehr. Ausnahmen bilden medizinisch notwendige Sterilisationen. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten meistens nur, wenn gesundheitliche Gründe vorliegen.
DIE STERILISATION DER FRAU
Bei diesem operativen Eingriff werden, meist in Vollnarkose, die beiden Eileiter der Frau durchtrennt, verschorft oder mit Kunststoff- oder Metall-Clips verschlossen. Es gibt verschiedene Operationsmethoden. Der Klinikaufenthalt dauert 1 bis 7 Tage, je nach Operationsmethode. Es besteht auch die Möglichkeit, den Eingriff ambulant durchführen zu lassen.
Nach dem Eingriff gelangt die Eizelle nur bis zur Unterbrechungsstelle und wird von der Schleimhaut des Eileiters aufgenommen. Sie kann sich nicht mehr mit einer Samenzelle vereinigen.
Die sexuelle Erlebnisfähigkeit verändert sich nicht. Im Verlauf der Operation können (selten) Komplikationen auftreten, wie Narkosezwischenfälle, innere Blutung, Verletzung des Darms u.a.
Vorteile
Sie brauchen an Verhütung nicht mehr zu denken.
Nachteile
Der Eingriff ist endgültig und bedeutet den Verzicht auf (weitere) leibliche Kinder. Versuche, ihn wieder rückgängig zu machen, sind schwierig, die Erfolgschancen gering.
Nach der Sterilisation kann eine Störung in der Hormonproduktion der Eierstöcke auftreten. Dies kann in seltenen Fällen zu Schmierblutungen vor und nach der Regel führen.
War der Entschluss für die Sterilisation nicht reiflich überlegt, können seelische Probleme entstehen.
Zuverlässigkeit
Schwangerschaften nach Sterilisationen sind äußerst selten.
Zugänglichkeit
Die Sterilisation der Frau wird meist im Krankenhaus und fast immer in Vollnarkose durchgeführt.
Ein ausführliches Beratungsgespräch mit der Ärztin, dem Arzt oder bei einer pro familia-Beratungsstelle sollte der Operation vorausgehen, da die endgültige Entscheidung, kein Kind mehr gebären zu können, reiflich zu überlegen ist.
Bevor die Sterilisation durchgeführt wird, müssen Sie über die Art des Eingriffs, seine Folgen und möglichen Nebenwirkungen oder Komplikationen aufgeklärt sein und aus freiem Entschluss in die Operation eingewilligt haben.
Kosten
Von gesetzlichen Krankenkassen wird der Eingriff nicht mehr bezahlt. Ausnahmen bilden medizinisch notwendige Sterilisationen. Private Versicherungen übernehmen die Kosten meistens nur, wenn gesundheitsgefährdende Gründe vorliegen. Vor Privatbehandlung Erkundigung bei ÄrztInnen einholen.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zur Sterilisation des Mannes / der Frau können Sie der pro familia-Broschüre Sterilisation entnehmen, die Sie kostenlos bestellen und zum Teil auch direkt herunterladen können.
Wenn Sie mehr wissen wollen oder Fragen haben, wenden Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder an eine pro familia-Beratungsstelle in Ihrer Nähe.
Die pro familia-Beratungsstellen können Sie darüber hinaus auch in allen Fragen über Sexualität, Partnerschaft und Schwangerschaft beraten. Hier stehen Ihnen beispielsweise ÄrztInnen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und PädagogInnen als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung.
|
|


Refertilisierung der Frau
Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Eileiter
|
|  |
|