Elterngeldrechner

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Elternzeit, Elterngeld und Elterngeldplus

Ab dem 01.01.2015  müssen Eltern zwischen Basiselterngeld, Elterngeld Plus und den Partnerschaftsbonusmonaten unterscheiden. Das Elterngeld Plus kann jedoch erst für Kinder, die nach dem 1. Juli 2015 zur Welt kommen beantragt werden.

Wer hat prinzipiell Anspruch auf Elterngeld?

Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter, die ihre Kinder in Deutschland im eigenen Haushalt selbst betreuen und weniger als 30 Stunden in der Woche arbeiten.

Das gilt für Angestellte, Beamte, Selbständige, Erwerbslose sowie Studenten und Auszubildende.

Bei schwerer Krankheit, schwerer Behinderung oder Tod der Eltern können Verwandte (bis dritten Grades) und deren Ehepartner/in Anspruch auf Elterngeld geltend machen, wenn sie das Kind betreuen.

Berechnung des Elterngeldes

Zur Berechnung des Elterngelde wird das  Durchschnittsbruttoeinkommen des betreuenden Elternteils der letzten 12 Monate ohne Einmalzahlungen zugrunde gelegt. Davon wird ein pauschalierter Betrag für Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Dieser hängt von u.a. von Lohnsteuerklasse, Kirchensteuerpflicht, Kinderfreibeträge, Sozialversicherungspflicht etc. ab.

In der Regel ersetzt das Elterngeld 65 bis 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

Höhe des Basis-Elterngeldes

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Einkommen des Elternteils, der die Kinderbetreuung übernimmt.

Sie beträgt mindestens 300 € und maximal 1.800 €.

Elterngeld und Einkünfte/andere Leistungen

Wer Elterngeld erhält, kann bis zu 30 Wochenstunden arbeiten. Das Teilzeiteinkommen wird jedoch angerechnet. Das bedeutet, dass bei der Berechnung des Elterngeldes nur 67% des entfallenden Teilkommens bezahlt werden.
Bei Selbständigen wird der wegen der Betreuung des Kindes wegfallende Gewinn nach Abzug der darauf entfallenden Steuern zu 67% ersetzt.

Das Elterngeld wird beim Arbeitslosengeld II, bei der Sozialhilfe und beim Kindergeldzuschlag voll angerechnet. Für diejenigen, die vor der Geburt des Kindes jedoch erwerbstätig waren, erhalten einen Elterngeldfreibetrag in Höhe des Einkommens, höchstens jedoch 300 €. Dieser Elterngeldfreibetrag wird bei den genannten Leistungen nicht angerechnet.

Geschwisterbonus und Mehrlingsgeburten

Gibt es neben dem Neugeborenen ein Geschwisterkind unter drei Jahren oder mindestens zwei Geschwister unter sechs Jahren, wird neben dem Elterngeld ein Geschwisterbonus gezahlt in Höhe von zehn Prozent vom Elterngeld, mindestens € 75 pro Monat gezahlt

Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Elterngeld um je 300 € für das zweite und jedes weitere Kind.

Wie lange wird das Basis-Elterngeld gezahlt?

Grundsätzlich wird das Basis-Elterngeld für die Dauer von  maximal 14 Monaten gezahlt.

Väter und Mütter  können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Jedoch kann eine Person maximal 12 Monate und minmal in Anspruch nehmen. Das heisst, die vollen 14 Monate gibt es nur für Paare, wo beide Elternzeit nehmen und den Eltern mindestens zwei Monate Erwerbseinkommen wegfällt.

Elterngeld Plus

Ab Juli 2015 wird das Elterngeld Plus eingeführt. 

Statt einem Monat Basis-Elterngeld können zwei Monate Elterngeld Plus beantragt werden. Damit verlängert sich die Bezugzeit auf bis zu 28 Monaten, der Gesamtbetrag bleibt jedoch gleich (also monatlich erhalten die Eltern das halbe Basis-Elterngeld)

Außerdem werden beim Elterngeld Plus neue Partnerschaftsbonusmonate eingeführt. Voraussetzung dafür: Vater und Mutter arbeiten gleichzeitig mindestens vier Monate lang zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche. Dafür muss von beiden Arbeitgebern eine Bescheinigung vorliegen.

Alleinerziehende

Alleinerziehende, die das alleinige Sorgerecht haben, erhalten das Elterngeld 14 Monate lang.

Sie können ebenso im Rahmen von Elterngeld-Plus vier zusätzliche Bonusmonate beantragen, vorausgesetzt sie arbeiten an vier aufeinander folgenden Monaten pro Woche zwischen 25 und 30 Stunden.

Antragstellung

Elterngeld muss schriftlich bei den für das Elterngeld zuständigen Stellen (meistens Versorgungsamt) beantragt werden und wird max. 3 Monate rückwirkend gezahlt. Der Antrag muss festlegen, für wie viele Monate Elterngeld beansprucht wird und ist von der anderen berechtigten Person zu unterschreiben.

Elternzeit

Bis zu 24 Monate der dreijährigen Elternzeit können übrigens jetzt zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes genommen werden – ohne, dass der Arbeitgeber zustimmen müsste.

 

 

 

 

zuletzt geändert am:  08.01.2015