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Broschüre des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Mutterschutzgesetz. Leitfaden zum Mutterschutz

Informationen und Antragsformular des Bundesversicherungsamtes auf der Webseite

www.mutterschaftsgeld.de

Mutterschutz und Mutterschaftsgeld

Während der Schwangerschaft sind alle schwangeren Arbeitnehmerinnen durch das Mutterschutzgesetz besonders geschützt vor Kündigung und schweren gefährlichen Arbeiten. Das Mutterschutzgesetz tritt sofort nach Bekanntgabe der Schwangerschaft in Kraft. Dies gilt für alle Frauen in einem Arbeitsverhältnis, für Beamtinnen gelten ähnliche Regelungen. Wenn feststeht, dass eine Frau schwanger ist, sollte sie ihren Arbeitgeber informieren und den möglichen Entbindungstermin mitteilen. Denn nur so kann er die Schutzvorschriften für schwangere Arbeitnehmerinnen auch einhalten. Kündigungsschutz beginnt in der Schwangerschaft, gilt in der Mutterschutzfrist (bzw. bis 4 Monate nach Entbindung) und in der Elternzeit. Eine Kündigung in dieser Zeit ist rechtswidrig und dieser sollte schriftlich widersprochen werden.

Sollten Sie in einem Einstellungsgespräch nach einer möglichen bestehenden Schwangerschaft gefragt werden, so brauchen Sie diese Frage nicht beantworten, da diese Frage rechtswidrig ist.

Die Mutterschutzfrist beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet 8 Wochen nach der Geburt. In jedem Fall stehen einer Frau 14 Wochen Mutterschutz zu, kommt das Kind also vor dem errechneten Entbindungstermin zur Welt, wird die Zeit nach der Geburt angehängt. Bei einer Früh- oder Mehrlingsgeburt verlängert sich die Schutzfrist nach der Entbindung von 8 auf 12 Wochen.
Vor der Entbindung kann die Frau, wenn sie es wünscht, freiwillig arbeiten, nach der Entbindung besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot. Mutterschaftsgeld(Link) wird mit Beginn der Mutterschutzfrist gezahlt und entspricht dem durchschnittlichen Nettolohn, wenn die Schwangere in einem Arbeitsverhältnis steht und gesetzlich krankenversichert ist. Die Krankenkasse zahlt 13 € pro Tag, der Rest wird vom Arbeitgeber gezahlt.

Empfänger von ALG I erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe der monatlichen Arbeitslosengeldzahlungen von der Krankenkasse.

ALG II EmpfängerInnen erhalten weiterhin ALG II von der Arbeitsagentur.
Mutterschaftsgeld wird bei der Krankenkasse beantragt, nachdem die Frauenärztin eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin ausgestellt hat. Bei berufstätigen Frauen wird das über den Arbeitgeber abgewickelt.

Während der Mutterschutzfrist ist jede Frau beitragsfrei bei der Krankenkasse versichert.

Arbeitnehmerinnen, die privat oder familienversichert sind, erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe von 210€ auf Antrag beim Bundesversicherungsamt. Private Krankenkassen zahlen in der Regel kein Mutterschaftsgeld. Freiwillig gesetzlich Versicherte erhalten Mutterschaftsgeld, wenn sie Krankengeldanspruch haben.
Geringfügig Beschäftige erhalten Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse in Höhe von 13€ pro Tag, wenn sie beitragspflichtiges Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse sind.