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Das FFGZ Berlin hat eine sehr informative Broschüre zur Endometriose herausgegeben, die im Internet unter www.ffgz.de bestellt werden kann.


Weitere Informationen und Adressen von Selbsthilfegruppen erhalten Sie unter: www.endometriose-vereinigung.de

Endometriose

Endometriose bezeichnet eine Wucherung von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter. Das Gewebe siedelt sich an den benachbarten Organen an, zum Beispiel an den Eierstöcken, den Eileitern, Darm oder Blase. Ebenso wie die Gebärmutterschleimhaut wachsen auch diese versprengten Schleimhautherde im Zuge des Monatszyklus an. Sie können so Beschwerden wie Entzündungen, Zystenbildung oder andere Beschwerden verursachen.

Folgende Beschwerden treten bei Endometriose häufig auf:

  • Unterleibsschmerzen, die in der zweiten Hälfte des Zyklus verstärkt auftreten
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen bei der Menstruation
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • häufig wiederkehrende Schmerzen im Unterbauch
  • Menstruationsstörungen
  • Ungeklärte Schmerzen oder Krämpfe in Darm oder Blase

Prinzipiell kann Endometriose viele verschiedene Beschwerden hervorrufen haben. Typisch ist dabei aber, dass die Beschwerden im Verlauf des Zyklus schwanken und kurz vor der Menstruation am stärksten sind.

Endometriose wird aufgrund seiner vielfältigen Symptome nicht immer sofort festgestellt. Wenn Sie daher unter immer wieder kehrenden Unterleibsbeschwerden leiden, sollten Sie unbedingt den Rat einer Frauenärztin/eines Frauenarztes einholen.

Endometriose kann im schlimmsten Fall zu Verklebungen der Eileiter führen, so dass ggfs. bei Kinderwunsch eine natürliche Befruchtung nicht mehr möglich ist.

Die endgültige Diagnose einer Endometriose kann nur über eine Bauchspiegelung erfolgen.

Eine Endometriose sollte so schnell wie möglich behandelt werden, um die Beschwerden der Frau zu mindern. Die Behandlung erfolgt mit Hormonen, durch eine Operation bzw. einer Kombination aus beidem. Ergänzend können die Schmerzen mit Schmerzmittel bekämpft werden. Außerdem gibt es positive Erfahrungen mit naturheilkundlichen Behandlungsformen wie Akupunktur, Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM), Homöopathie und der Pflanzenheilkunde. Die jeweilige Behandlung richtet sich sehr nach der persönlichen Situation der Frau und kann teilweise über Jahre hinweg notwendig sein.