Zum Weiterlesen

Umfangreiche Informationen zum Thema finden Sie in der Broschüre Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. HPV-Impfung des Nationalen Netzwerkes für Frauen und Gesundheit (von TKK und Barmer herausgegeben).

HPV und Gebärmutterhalskrebs

Laut Robert-Koch-Institut erkranken pro Jahr ca. 6.500 Frauen in Deutschland neu an Gebärmutterhalskrebs, es versterben ca. 1.700 Frauen. In Ländern, in denen mehr Frauen regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen, ist die Sterblichkeit deutlich niedriger (Finnland: 1,2 pro 100.000 Frauen, Deutschland: 2,6 pro 100.000 Frauen).

Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs:

  • Humanes-Papilloma-Virus (Hoch-Risiko-Typen)
  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr und häufig wechselnde Partner
  • Störung der Immunabwehr
  • mangelnde Hygiene
  • Rauchen

Es gibt Hinweise, dass Frauen mit vielen Geburten, und nach längerer Einnahme der Pille (über 5 Jahre) ein höheres Risiko für Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) aufweisen. Die Ursache ist unklar. Grund kann u.a. das Sexualverhalten (z.B. seltenere Benutzung von Kondomen) sein. Frauen von beschnittenen Männern erkranken seltener an einem Zervixkarzinom! Die Beschneidung des Mannes führt zu einer Verhornung der Eichel und damit zu schlechteren Bedingungen für HPV.

Seit Einführung der frauenärztlichen Krebsvorsorge mit dem PAP-Abstrich konnte die Zahl der Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses deutlich gesenkt werden. Mit Einführung einer Impfung gegen das Humane Papilloma Virus (HPV) wird die Krebsvorsorge nicht überflüssig, da nicht gegen alle Risikoviren geimpft werden kann.