Broschüre

Vorgeburtliche Untersuchungen

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Die gesetzlichen Bestimmungen zu vorgeburtlichen Untersuchungen

Das Gendiagnostikgesetz (GenDG)

Seit 2010 sind die Rahmenbedingungen für die Durchführung von vorgeburtlichen Untersuchungen, die Erbkrankheiten oder gesundheitliche Störungen des Embryos oder Fötus ermitteln, im Gendiagnostikgesetz geregelt.

Ohne umfassende Aufklärung und Ihre schriftliche Einwilligung darf eine vorgeburtliche Untersuchung nicht durchgeführt werden.

Ihre Einwilligung können Sie zu jeder Zeit widerrufen. Sie können Ihr Recht auf Nicht-Wissen in Anspruch nehmen.

Genetische Beratung

Vor und nach einer vorgeburtlichen Untersuchung ist eine genetische Beratung gesetzlich vorgeschrieben.

Die Beratung soll neben den medizinischen Fakten auch auf die psychischen und sozialen Fragen eingehen, die sich mit der Durchführung der Untersuchung ergeben könnten. Außerdem müssen Ihnen  weitere Unterstützungsmöglichkeiten zur Bewältigung psychischer Belastungen angeboten werden.

Zwischen der genetischen Beratung mit dem Arzt oder der Ärztin und der Durchführung der Untersuchung muss eine angemessene Bedenkzeit vergehen.  Der untersuchende Arzt oder Ärztin kann die Beratung selber durchführen oder Sie an einen Arzt oder eine Ärztin für Humangenetik überweisen.

Die Beratungsangebote sind für Sie freiwillig. Falls Sie darauf verzichten möchten, wird sich die Ärztin/der Arzt dies von Ihnen schriftlich bestätigen lassen, da er/sie dazu verpflichtet ist, Sie auf diese Angebote hinzuweisen. Sie haben jedoch auch das Recht auf Nichtwissen, von dem Sie jederzeit Gebrauch machen können.
Die Untersuchungen im Rahmen der allgemeinen Schwangerenvorsorge sind davon nicht betroffen. Die üblichen drei Ultraschall-Untersuchungen werden nicht zu vorgeburtlichen Untersuchungen im Sinn des Gesetzes gerechnet.

Genetische Untersuchungen dürfen nur zu medizinischen Zwecken durchgeführt werden und es dürfen nur Eigenschaften untersucht werden, die die Gesundheit des Kindes beeinträchtigen.

Genetische Tests zur ausschließlichen Geschlechtsbestimmung oder auf Krankheiten, die erst nach dem 18. Lebensjahr auftreten, dürfen nicht durchgeführt werden.

Welche genetischen Tests sind möglich?

Genetische Untersuchungen dürfen nur zu medizinischen Zwecken durchgeführt werden und es dürfen nur Eigenschaften untersucht werden, die die Gesundheit des Kindes beeinträchtigen.

Genetische Tests zur ausschließlichen Geschlechtsbestimmung oder auf Krankheiten, die erst nach dem 18. Lebensjahr auftreten, dürfen nicht durchgeführt werden.

zuletzt geändert am:  22.06.2016