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Vorgeburtliche Untersuchungen

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Informationen

zu den unterschiedlichen Chromosomenstörungen:

Leona. E.V.

Persönliche Beratung

Wenn Sie mehr wissen wollen oder Fragen haben, wenden Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine pro familia-Beratungsstelle.

Hier stehen Ihnen ÄrztInnen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und PädagogInnen als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung.

Vorgeburtliche Untersuchungen – für wen?

Die Methoden der vorgeburtlichen Untersuchung wurden insbesondere für Paare mit einem überdurchschnittlichen Risiko für ein Kind mit einer bestimmten Krankheit oder Beeinträchtigung entwickelt.

Ein überdurchschnittliches Risiko liegt unter anderem vor, wenn

  • die Schwangere, ihr Partner oder Verwandte von einer erblich bedingten Krankheit oder Behinderung betroffen sind
  • bereits ein Kind mit einer erblich bedingten Krankheit oder Behinderung geboren wurde
  • die Schwangere vor oder während der Schwangerschaft mit bestimmten Medikamenten oder mit einer Strahlentherapie behandelt wurde
  • die Schwangere über 35 Jahre alt ist und somit ein leicht erhöhtes Risiko für eine Chromosomenstörung des Kindes besteht .

Die Entwicklungen der letzten Jahre haben zu einer starken Ausweitung der vorgeburtlichen Untersuchungen auf Frauen und Paare ohne besonderes Risiko geführt.

Genetisches Risiko ab 35?

Bei jeder Schwangerschaft kann es zu einer zufälligen Fehlverteilung der Chromosomen kommen. Dieses Risiko steigt mit zunehmendem Alter der Schwangeren, bei jüngeren Frauen ist das Risiko nur sehr gering.

Für Frauen ab 35 Jahren sehen die Mutterschaftsrichtlinien vor, dass sie das Angebot erhalten, sich über die vorgeburtlichen Untersuchungen Fruchtwasserpunktion oder Chorionzottenbiopsie beraten zu lassen und diese auf Wunsch durchführen zu lassen.

Doch das bedeutet nicht, dass diese Frauen plötzlich ein sehr viel höheres Risiko haben als mit 34. Das sogenannte „Altersrisiko“ ab 35 ergibt sich aus einer rein statistischen Abwägung zwischen Fehlgeburtsrisiko durch die Fruchtwasserpunktion und dem Risiko einer Chromosomenfehlverteilung.

Beispiel Down-Syndrom

Die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Down Syndrom zu bekommen, steht in Abhängigkeit vom Alter der Schwangeren:

Die Zahl der Kinder mit Down Syndrom beträgt je 1.000 Schwangere:

  • 30 Jahre : 1
  • 35 Jahre : 3
  • 40 Jahre : 10
  • 45 Jahre : 40

Das Alter des Vaters beeinflusst nach heutigem Wissensstand das Risiko nicht wesentlich.
Wenn eine Frau bereits ein Kind mit einer zahlenmäßigen Chromosomenstörung (z.B. Down Syndrom) geboren hat, erhöht sich das Risiko einer Wiederholung in jeder Altersgruppe um ein Prozent.

Auch für Frauen über 35 Jahren gibt es keine Verpflichtung, die angebotenen vorgeburtlichen Untersuchungen durchführen zu lassen.

zuletzt geändert am:  22.06.2016