Sexualpädagogik heißt, Menschen aller Altersgruppen einfühlsam und fachkundig Informationen, Begleitung und Unterstützung in sexuellen und partnerschaftsbezogenen Lernprozessen anzubieten.
Dabei legt pro familia ihrer Arbeit ein Verständnis von emanzipatorischer Se-xualpädagogik zugrunde, die – im Gegensatz zu repressiver Sexualpädagogik – sexualfreundlich ist und die selbstbestimmte Sexualität des Menschen fördert. Unterschiedlichkeit wird nicht ausgeblendet, sondern wahrgenommen und geachtet. Die Sexualpädagogik pro familias respektiert den Wert eigener Erfahrungen und ermutigt zu einer selbstverantwortlichen Haltung. Ihre Leitbil-der sind Respekt, Gleichberechtigung, Toleranz und Fürsorglichkeit.
Die Wissensvermittlung über psychosexuelle und körperliche Entwicklungen trägt zur Orientierung bei und ist deshalb wichtiger Bestandteil der pro familia Sexualpädagogik. Darüber hinaus fördert sie Eigenschaften und Kompetenzen, die der sexuellen Zufriedenheit zuträglich sind, zum Beispiel: Selbstbewusstsein, Kontaktfähigkeit, Verantwortlichkeit, Angstbewältigung, Toleranz sowie die Fähigkeit zu Widerspruch und Abgrenzung gegenüber den Wünschen und Forderungen anderer.
Darüber hinaus bezieht die pro familia Sexualpädagogik Stellung zu gesellschaftlichen Fragen:
pro familia ist sich der Grenzen sexualpädagogischer Einflussnahme bewusst. Diese kann zwar einen Beitrag zum individuellen Entwicklungsprozess leisten. Verlauf und Ziel dieses Prozesses bleiben jedoch offen.
Die Ziele und Methoden der pro familia Sexualpädagogik orientieren sich an Erkenntnissen aus Psychologie, Pädagogik, Sozialpädagogik und Soziologie und bauen unter dem besonderen Gesichtspunkt der Sexualität auf diese Fachrichtungen auf.