Für mehr Selbstbestimmung - pro familia-Initiative zur rezeptfreien Pille danach
Der pro familia-Bundesverband setzt sich für die rezeptfreie Vergabe der "Pille danach" ein.
Gründe:
- Die "Pille danach" stellt derzeit neben der Einlage einer Spirale die einzige Möglichkeit dar, nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, bei einem Anwendungsfehler einer Verhütungsmethode (z.B. gerissenem Kondom) oder nach einer Vergewaltigung auf relativ sichere Art eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.
- In inzwischen 28 europäischen Ländern ist die "Pille danach" rezeptfrei zugänglich. Alle Länder berichten über positive Erfahrungen mit dieser Abgabemethode.
An wen richtet sich die Kampagne?
- Das Zielpublikum sind KlientInnen, MitarbeiterInnen, politische EntscheidungsträgerInnen, ApothekerInnen, medizinisches Fachpersonal, Fachöffentlichkeit und die breite Öffentlichkeit.
Was will pro familia mit der Kampagne erreichen?
- Ziel der Kampagne ist, den Kenntnisstand über Postkoitalverhütung zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen eine mehrmonatige Öffentlichkeitskampagne sowie Fortbildungsangebote für ApothekerInnen, MedizinerInnen und pro familia-MitarbeiterInnen. Außerdem werden mehrsprachige Klienteninformationen, Arbeitsmaterialien und ein Fortbildungscurriculum für Apotheker- und Ärzteverbände erarbeitet.
Mit der Kampagne will pro familia das Recht auf selbstbestimmte, nebenwirkungsarme Nachverhütung stärken und die Kooperation zwischen pro familia-Einrichtungen, Apotheken, Arztpraxen und Kliniken für eine bessere Versorgung der KlientInnen verstärken.