Regine Wlassitschau,
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pro familia ist der führende Verband zu Sexualität und Partnerschaft in Deutschland. pro familia unterhält ein bundesweites Beratungsnetzwerk und informiert mit einem vielfältigen Publikationsangebot die Öffentlichkeit.
Der pro familia Bundesverband wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.
Frankfurt am Main, 15. Mai 2012. Pille vergessen, Kondom gerissen – es gibt viele Gründe, warum nach einer sexuellen Begegnung plötzlich die Sorge um eine ungewollte Schwangerschaft im Raum steht. Oft passiert dies am Abend oder am Wochenende und der Hindernislauf um die Pille danach beginnt. Denn die Pille danach ist in Deutschland nur auf Rezept erhältlich – obwohl dazu keine Notwendigkeit besteht.
„Mit unserer Kampagne Pannenhilfe nach 6 wollen wir erreichen, dass die Rezeptpflicht der Pille danach auf Levonorgestrelbasis aufgehoben wird“, sagt Prof. Dr. Daphne Hahn, Vorsitzende des pro familia Bundesverbands. „In den meisten europäischen Ländern kann die Pille danach ohne Rezept in Apotheken gekauft werden. Frauen können sie ohne Zeitverlust einnehmen, wenn sie eine ungewollte Schwangerschaft befürchten und profitieren von der höchsten Wirksamkeit innerhalb der ersten 24 Stunden“.
Alles spricht dafür, auch in Deutschland so zu verfahren. Schon 2003 hat das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfohlen, die Pille danach rezeptfrei zuzulassen. Sie ist sicher und zuverlässig bei schneller Einnahme und gut verträglich. Die Pille danach ist keine Abtreibungspille. Bei bestehenden Schwangerschaften wirkt sie nicht. Sie verhindert den Eisprung, ähnlich wie die „Pille“. Die Erfahrungen mit der rezeptfreien Vergabe in 28 europäischen Ländern sind positiv.
Deshalb fordert pro familia:
Hintergrundinformationen, Quellen und Fallbeispiele auf www.profamilia.de/pannenhilfe-nach-6 .
* mit Wirkstoff Levonorgestrel