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Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit übergibt Forderungskatalog an die Politik

Jutta Begenau und Karin Bergdoll vom Nationalen Netzwerk Frauen und Gesundheit haben am 14. November 2014 der Berichterstatterin für Frauengesundheit der SPD-Bundestagsfraktion, Mechthild Rawert, einen Forderungskatalog ihrer Organisation überreicht. Sie versprach, ihre KollegInnen im Gesundheitsausschuss darüber zu informieren und sich für die Umsetzung der Forderungen stark zu machen.

Unter dem Titel „Mehr Selbstbestimmung für Frauen“ fordert das Nationale Netzwerk

  1. die ersatzlose Streichung des § 218 aus dem deutschen Strafgesetzbuch
  2. den rezeptfreie Zugang zur Pille danach auf Levonorgestrelbasis
  3. eine interdisziplinär angelegte Forschung zur körperlichen Selbstoptimierung und Veröffentlichung aller Daten zu durchgeführten kosmetischen Eingriffen und Operationen, auch zu den dabei aufgetretenen Komplikationen sowie deren Nachbehandlungen
  4. Gesundheitsinformationen, die so gestaltet sind, dass sie informierte Entscheidungen ermöglichen
  5. Eine barrierefreie gynäkologische Vorsorge und Versorgung m Rahmen der selbstbestimmten, freien Arztwahl einschließlich der Möglichkeit zur Teilnahme an allen evidenzbasierten Maßnahmen zur Früherkennung für Frauen mit Behinderung und die Schaffung von Anreizen für ÄrztInnen, um dies zu ermöglichen.

Die Mitgliedsorganisationen des Nationalen Netzwerks Frauen und Gesundheit (darunter auch pro familia) hatten auf der Jubiläums-Fachtagung im Juli 2014 dringenden politischen Handlungsbedarf festgestellt. In mindestens fünf gesundheitlichen Feldern müsse das Maß an Selbstbestimmung von Frauen erhöht werden.


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