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Wird die Pille danach „Ellaone“ europaweit rezeptfrei?

Grafik Fragezeichen aus Tabletten

© bahrialtay - Fotolia

Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat empfohlen, Ulipristalacetat (Markenname Ellaone) rezeptfrei zuzulassen.  Die EU-Kommission muss noch der Empfehlung zustimmen, in der Vergangenheit folgte sie aber in der Regel der Empfehlung. Voraussichtlich bis Ende Januar 2015 soll der EU-Beschluss vorliegen. Dann wäre Ellaone europaweit rezeptfrei erhältlich – auch in Deutschland, wo sich seit Jahren Ärzteverbände und konservative GesundheitspolitikerInnen gegen die rezeptfreie Vergabe der Pille danach auf Levonorgestrelbasis sträuben.

Dass auch Frauen in Deutschland endlich die Pille danach in der Apotheke kaufen können, ist überfällig und deshalb sehr zu begrüßen. Allerdings handelt es sich bei Ellaone um die deutlich teurere Alternative, bei der bisher immer galt, dass nicht alle Fragen zur Sicherheit zufriedenstellend beantwortet sind. In ihrer Ankündigung nennt die EMA „das Sicherheitsprofil von Ulipristalacetat mit dem von Levonorgestrel vergleichbar“; die ausführlichen Bewertungsunterlagen werden aber erst in einigen Wochen veröffentlicht.

Einer der Punkte, die bei einer nationalen Implementierung der EU-Entscheidung zu klären sind, ist die Frage der Kostenerstattung bei unter 20-jährigen. Zurzeit übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten und dies sollte unbedingt beibehalten werden.


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