Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai

Familie in ihren verschiedenen Lebensformen unterstützen

Frankfurt, 15. Mai 2007. „Familie als grundlegende Einheit jeder Gesellschaft, wie sie die UN und WHO am Internationalen Tag der Familie ins öffentliche Bewusstsein rufen, ist heute in vielen verschiedenen Formen lebendig. Diesem gesellschaftlichen Wandel muss die Familienpolitik Rechnung tragen“, betont pro familia. „Gesellschaftliche Anerkennung und Unterstützung dürfen nicht ausschließlich der traditionellen Familienform zuteil werden, wie es konservative Kreise pro-pagieren. Familienpolitik darf nicht dem Schutz bestimmter Lebensformen und somit der Diskri-minierung anderer dienen“, fordert Dr. Gisela Notz, Vorsitzende des Bundesverbandes.

„Neben finanziellen Hilfen benötigen Eltern mehr Unterstützung bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder. Und Kinder brauchen verlässliche Einrichtungen, um gemeinsam mit anderen Kindern soziales Verhalten einzuüben.“ Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verlange zudem eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Rolle von Männern und auch ein Umdenken der Wirtschaft, um partnerschaftlichem Handeln und aktiver Vaterschaft mehr Chancen zu eröffnen. Wie im europäischen Ausland längst geschehen, müssten entsprechende Rahmenbedingungen ge-schaffen werden, damit Mütter und Väter tatsächlich die Möglichkeit haben, Familie und Berufstä-tigkeit zu vereinbaren. „Neue familienunterstützende Maßnahmen dürfen aber nicht zu Kürzungen bestehender Leistungen führen“, erklärt Dr. Notz. Die wachsende Armut vieler Familien mache deutlich, dass weitere finanzielle Verbesserungen vor allem für Frauen und Männer mit niedrigem Einkommen dringend notwendig seien.

Zusammen mit 15 anderen Verbänden hat sich pro familia heute in einem offenen „Familienpolitischen Appell“ an die Bundesregierung gewandt und eine Familienpolitik gefordert, die alle Kinder fördert, anstatt mit einem Familiensplitting einige wenige Familien zu unterstützen (externer Link: