pro familia Bundesverband zum internationalen Frauentag am 8. März:

Frauen haben ein Recht auf ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit.

 

Frauen weltweit brauchen

  • das Recht, sich für oder gegen das Leben mit einem (weiteren) Kind zu entscheiden
  • Information und Aufklärung über sichere und geeignete Verhütungsmethoden, eine wohnortnahe Versorgung, kostengünstige Verhütungsmittel und kostenfreie bei geringem oder keinem eigenen Einkommen (z.B. Hartz IV)
  • das Recht auf fachgerechte und gesundheitsschonende, ärztliche Behandlung nach besten medizinischen Standards

- bei der Geburt eines Kindes,

- bei einer assistierten Fortpflanzung,

- beim Abbruch einer Schwangerschaft mit der Methode ihrer Wahl oder

- bei einer kassenfinanzierten Sterilisation

  • das Recht, sich für eine assistierte Fortpflanzung als Kassenleistung, unabhängig vom Familienstand, zu entscheiden, wenn sie auf natürliche Weise nicht schwanger werden können
  • das Recht auf freiwillige psychosoziale Beratung

- während der Schwangerschaft,

- bei der Pränataldiagnostik,

- während und nach einer Geburt,

- vor, während und nach einer assistierter Fortpflanzung, sowie

- vor und nach einem Schwangerschaftsabbruch

  • die rezeptfreie Vergabe der „Pille danach“ als effiziente Nachverhütung, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern
  • bessere ökonomische Lebensverhältnisse, um sich für ein (weiteres) Kind entscheiden zu können ohne drohende Existenzangst für das eigene Leben und das eines (weiteren) Kindes.

pro familia tritt für diese sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen und ihre Umsetzung ein.

 

Pressekontakt: Regine Wlassitschau, Tel.: 069 - 63 90 02, E-Mail: presse@profamilia.de

Seit 1952 setzt sich pro familia für die Interessen von Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Rechte ein. Heute gehört der Verband zu den bedeutendsten nichtstaatlichen Dienstleistern der Sexualpädagogik, Familienplanungs-, Sexual- und Schwangerschafts¬beratung. In den 170 Beratungsstellen in Deutschland finden Menschen aller Religionen und Nationalitäten fachlich und menschlich qualifizierten Rat. Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms ist die besondere Förderung sozial benachteiligter Gruppen in der Bevölkerung. Der pro familia-Bundesverband wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.