Pressemitteilung

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Pressekontakt

Regine Wlassitschau,
Tel.: 069 / 26 95 77 922, regine.wlassitschau@profamilia.de


pro familia ist der führende Verband zu Sexualität und Partnerschaft in Deutschland. pro familia unterhält ein bundesweites Beratungsnetzwerk und informiert mit einem vielfältigen Publikationsangebot die Öffentlichkeit.

Der pro familia Bundesverband wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

Zum Tag des Flüchtlings am 2. Oktober

Flüchtlinge brauchen eine gute Versorgung und verständliche Informationen zu Schwangerschaft, Verhütung und Sexualität

Refugees Welcome: Das Motto des Tags des Flüchtlings fordert dazu auf, Flüchtlinge willkommen zu heißen und Integration zu ermöglichen. Dazu gehört, Flüchtlingen Informationen zu den elementaren Lebensbereichen Sexualität, Verhütung, Schwangerschaft und Partnerschaft möglichst in ihrer Sprache zur Verfügung zu stellen, betont pro familia.

Auch der Zugang zu Verhütung muss gewährleistet sein.„Flüchtlinge haben wie alle Menschen Fragen zu Sexualität und Verhütung, Schwangerschaft und Partnerschaft. Sie haben ein Recht darauf, gut informiert und beraten zu werden. Unsere Aufgabe ist es, aufzuklären und verständliche Informationen zu entwickeln sowie unsere Beratungsangebote dem Bedarf von Flüchtlingen anzupassen“, erklärt Prof. Dr. Daphne Hahn, Bundesvorsitzende von pro familia, anlässlich des Tags des Flüchtlings.Verständigungsprobleme erschweren die Arbeit. Wir brauchen dringend DolmetscherInnen, die die Fähigkeit haben, mit sensiblen Beratungsthemen angemessen umzugehen. Eine Lösung wäre ein öffentlich geförderter Dolmetscherpool, auf den Schwangerschaftsberatungsstellen zugreifen können.

Darüber hinaus sind auch die Kosten für Verhütung für Flüchtlinge ein Problem. Wie alle Menschen mit geringem Einkommen können sich Flüchtlinge oft keine Verhütungsmittel leisten. Hier muss schnell und unbürokratisch gehandelt werden. pro familia fordert eine Kostenübernahme für Verhütungsmittel für alle Menschen mit wenig Geld – Flüchtlinge eingeschlossen.„Natürlich sind diese Maßnahmen nicht umsonst zu haben. Aber sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit der Flüchtlinge und stärken insbesondere Frauen in ihren Rechten“, betont Hahn.

„Überhaupt muss das Thema Gesundheit von Mutter und Kind in der Arbeit mit Flüchtlingen künftig eine viel größere Rolle spielen“.pro familia sieht einen großen Bedarf an fremdsprachigen Informationen und Beratungsangeboten für Flüchtlinge. „Hier ist noch viel zu tun. Wir haben schnell reagiert und auf unserer Website Arbeitsmaterialien für die Beratung von Flüchtlingen zusammengetragen, u.a. eine Aufstellung von Angeboten für Flüchtlinge, Links zu Übersetzungshilfen und Informationen für Fachkräfte der Beratung“, so Hahn.

1. Oktober 2015

 

Link zu den Arbeitsmaterialien