Aktuelles

pro familia bietet weiterhin Beratungen zu Schwangerschaft, Familienplanung, Sexualität und Partnerschaft sowie im Schwangerschaftskonflikt an. Nun ist eine persönliche Beratung in den Räumen der Beratungsstellen wieder möglich. Selbstverständlich unter den vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen und Hygieneregeln (Abstand, Maske, Desinfektion). Auf Wunsch werden Beratungen per Telefon oder Video angeboten. Es wird in jedem Fall um eine Terminvereinbarung per Telefon oder Mail gebeten.

Aus aktuellem Anlass bietet pro familia Schleswig-Holstein zudem Schwangeren und belasteten Menschen Hilfe durch kurzfristige Beratungen an.

Die besonderen Maßnahmen zur Verlangsamung der Corona-Pandemie muten Menschen Außerordentliches zu. Stress, Unsicherheit und das Gefühl von Ohnmacht können viele bedrängende Gefühle auslösen oder auch verstärken. Wenn Isolation notwendig ist und soziale Kontakte sehr eingeschränkt sind, kann dies sehr belastend sein.

Gerade für Familien mit Kindern bedeutet ein möglicher Ausfall von Kita und Schule eine große Herausforderung im Alltag. Um mit dieser anstrengenden Situation gut umgehen zu können, kann eine Unterstützung durch Fachkräfte hilfreich sein.

Die Mitarbeiter*innen von pro familia beraten in belastenden Situationen, wenn eine Bewältigung des Alltags unter Corona-Bedingungen zunehmend schwer fällt, und in Krisen. Es können Strategien zur Bewältigung akuter Konflikte sowie Ideen für eine gute Kommunikation miteinander in einer außergewöhnlichen Situation entwickelt werden.

Die Fachkräfte der pro familia-Beratungsstellen in Schleswig-Holstein können Sie zeitnah und professionell, auch telefonisch oder per Videoberatung, unterstützen. Die langjährig erfahrenen psychosozialen Berater*innen und Therapeut*innen der multiprofessionellen Teams stellen ihre Ressourcen für eine ggf. auch mehrfache Beratung nach vorheriger Absprache zur Verfügung.

Unverändert stehen die Teams für Beratungen im Schwangerschaftskonflikt und Beratungen rund um Schwangerschaft und Geburt zur Verfügung. Auch hier besteht die Möglichkeit der telefonischen Beratung und der Videoberatung.

Über Telefon und E-Mail ist die pro familia-Beratungsstelle in Ihrer Nähe zu den angegebenen Zeiten erreichbar: www.profamilia.de/angebote-vor-ort/schleswig-holstein.html

Sie können sich dort telefonisch oder per Mail informieren und Ihr Anliegen vorbringen.

Weitere Informationen auch beim Landesverband: pro familia Schleswig-Holstein

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der Seite des pro familia-Bundesverbandes:

www.profamilia.de/ueber-pro-familia/aktuelles-zu-corona.html

Du erleidest sexuelle Gewalt. Oder der Alltag in deiner Familie ist von Gewalt geprägt.

Du bist nicht allein. Mit uns von pro familia kannst du reden. Wir helfen dir.

Hilfe und Unterstützung findest du:

Du kannst uns anrufen oder eine Mail schreiben. Wir sind für dich da. Es kostet nichts.

Hilfe über Telefon, Mail und Live-Chat findest auch über die Website:

www.kein-kind-alleine-lassen.de

pro familia info

pro familia Schleswig-Holstein veröffentlicht zweimal im Jahr einen Newsletter. "pro familia info" informiert Sie über die Arbeit des Landesverbandes, der Beratungsstellen und der spezialisierten Einrichtungen gegen sexuelle und häusliche Gewalt, über Beratungs- und Fortbildungsangebote, Projekte und Aktionen.

Unser Newsletter November 2020 informiert Sie über die Themen:

  • Wechsel an der Spitze des Landesverbandes - Reiner Johannsen übergibt nach über 30 Jahren als Geschäftsführer die Staffel an Thorsten Prümm
  • 25 Jahre "Beratungsstelle im Packhaus" in Kiel - eine spezialisierte pro familia-Einrichtung im Bereich Täterarbeit
  • Forensische Ambulanz pro familia Schleswig-Holstein
  • Sexuelle Bildung auf Instagram - Ausbau neuer digitaler Formate als Ergänzung zu Präsenzveranstaltungen
  • Schwangerschaftsabbrüche gehören zur medizinischen Grundversorgung - Pandemie verschärft die ohnehin schwierige Situation
  • 25 Jahre pro familia Geesthacht - Rund 1.780 Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg unterstützt

Der aktuelle Newsletter als PDF: pro familia info November 2020

Newsletter Juni 2020 als PDF: pro familia info Juni 2020

Newsletter abbonnieren

Gerne nehmen wir Sie in den Verteiler für die Print-Version auf oder senden Ihnen den Newsletter als PDF an Ihre E-Mail-Adresse. Bitte schreiben Sie uns: lv.schleswig-holstein[at]nospamprofamilia.de

Ihre Adresse wird von pro familia Schleswig-Holstein nur zum Zwecke der Versendung des Newsletters genutzt. Wenn Sie den Newsletter nicht mehr erhalten wollen, schreiben Sie uns einfach eine Mail: lv.schleswig-holstein[at]nospamprofamilia.de

Unsere Datenschutzerklärung finden Sie auf www.profamilia.de/sh-datenschutz

Weitere Informationen: pro familia Schleswig-Holstein

Marienstr. 29-31, 24937 Flensburg, Tel. 04 61 – 90 92 620, Fax 04 61 – 90 92 649

lv.schleswig-holstein[at]nospamprofamilia.de

pro familia, der Fachverband für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung, ist ein gemeinnütziger, konfessionell und parteipolitisch unabhängiger Verein. Er hat sich der Umsetzung der Menschenrechte verpflichtet. pro familia tritt für die Interessen von Ratsuchenden in jeder Lebensform ein, für die Belange von Familien und für soziale Gerechtigkeit.

pro familia Schleswig-Holstein besitzt ein breites Angebotsspektrum für Menschen mit und ohne Behinderung, jeden Alters und Geschlechts, jeder sexuellen Orientierung und Identität, ungeachtet der Herkunft und Religion.

Der Landesverband ist Träger von 21 Einrichtungen: 13 Beratungsstellen und acht spezialisierten Einrichtungen gegen sexualisierte und/oder häusliche Gewalt. Die pro familia-Beratungsstellen übernehmen gesetzliche Aufgaben, die sich aus dem Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) ergeben.

Erstmals hat der Landesverband seine Grundsätze der Beratung und des gesellschaftspolitischen Engagements sowie sein umfangreiches Beratungsangebot in einem Positionspapier veröffentlicht.

Die Position Beratung ist in allen pro familia-Beratungsstellen und in der Landesgeschäftsstelle erhältlich. Hier als PDF: Position Beratung

Fortbildungsreihe zur Fachkraft für sexuelle Selbstbestimmung in Kitas

Termin: 28.10.2020 – Start der Fortbildung

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten, aus dem Krippen- und Elementarbereich und Leitungen aus Kindertagesstätten

Die Fortbildungsreihe beinhaltet sechs Module an 8,5 Tagen und wird in in Kooperation mit dem Paritätischen Schleswig-Holstein angeboten.

Ort: Die Fortbildung findet in den Räumen der Geschäftsstelle des PARITÄTISCHEN Schleswig‑Holstein, Zum Brook 4, 24143 Kiel, statt.

Flyer: Weitere Informationen zu den Modulen und zur Organisation finden Sie im Flyer, hier als PDF: Zertifikatskurs-Kita-10-2020

Anmeldung: Schriftlich mit dem Anmeldebogen auf der Website: https://www.paritaet-sh.org/aktuelles/fortbildungen/fortbildungsdetails/event/zertifikatskurs-sexuelle-selbstbestimmung-als-kinderrecht-in-kindertagesstaetten-weiterbildung-zur/

Thematik: Bei der Fortbildung geht es um körperliche und sexuelle Selbstbestimmung von Kindern als Bildungsthema und Kinderrecht, um Hintergrundwissen, didaktische Anregungen und Stärkung der Handlungssicherheit.

Bildung in Kindertageseinrichtungen bedeutet, Kinder auf ihrem Weg der Auseinandersetzung mit sich selbst und mit der Welt zu begleiten. Durch die Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes sind Kitas verpflichtet, geeignete Methoden der Beteiligung und der Beschwerde sowie ein strukturell verankertes Kinderschutzkonzept nachzuweisen. Um Kinder in ihrer psychosexuellen Entwicklung begleiten zu können, müssen sich pädagogische Fachkräfte vertieft mit Inhalten sexueller Bildung auseinandersetzen. Dazu zählen insbesondere die Selbstbestimmungs- und Mitbestimmungsrechte von Kindern.

Das erfordert einen Teamprozess, in dem die Rechte der Kinder verbindlich vereinbart und der Schutz der Kinder gewährleistet wird. In vielen Institutionen fehlt es noch an einer fachlichen Auseinandersetzung über sexuelle Bildung und einem Verständnis einer gemeinsamen sexualfreundlichen Kultur wie an einem verbindlichen Konzept zu diesem Thema. Oft wird das Thema Sexualität tabuisiert oder dramatisiert und den vielfältigen Facetten kindlicher Sexualität wenig Raum gegeben.

„Sexualfreundliche und grenzachtende Kultur in Einrichtungen - Wie geht denn das?"

Sexuelle Selbstbestimmung und Schutz vor sexualisierter Gewalt für Menschen mit Behinderung

Eine 8-tägige Fortbildungsreihe für Fach- und Leitungskräfte der Behindertenhilfe

Bitte beachten Sie:

Der für März 2020 geplante Beginn ist angesichts der Corona-Pandemie verschoben worden.

Die Fortbildungsreihe beginnt (voraussichtlich) am 26./27. Oktober. Die weiteren Termine finden Sie im Flyer.

Ort: Kiel - Termine: Oktober 2020 - Ende August 2021 - Veranstalter: pro familia Schleswig-Holstein

Es sind noch Plätze frei. Anmeldeschluss: 01.10.2020

Anmeldung und weitere Infos:

Sabine Alban, Referentin für sexuelle Bildung, Beselerallee 69 a, 24105 Kiel, sabine.alban[at]nospamprofamilia.de, Tel. 0431 - 7 99 31 52, mobil: 0176 - 23 62 27 25

Flyer:

Die neuen Termine der einzelnen Veranstaltungen, ausführliche Informationen zum Thema der Fortbildungsreihe, zu den Themen der Module, zu Organisation und Anmeldung finden Sie im Flyer: Fortbildungsreihe Kiel

Für Schwangere und Eltern mit kleinen Kindern hat pro familia in Zusammenarbeit mit den Betroffenen und mit anderen Institutionen vor Ort Wegweiser erstellt.

In einem handlichen Format informiert der Leitfaden kompakt und übersichtlich, z.B. mit einer Checkliste, was vor und nach der Geburt zu tun ist, über Anlauf- und Beratungsstellen vor Ort und über Einrichtungen, die für das Leben mit einem Kind wichtig sind. Mit deutlicher Kennzeichnung auf dem integrierten Stadtplan sind die Adressen schnell zu finden.

Dank finanzieller Unterstützung der "Kroschke Kinderstiftung" und der pro familia-Pfandbonspendenaktion „Pfandtastisch helfen!“ in Edekamärkten sind die Wegweiser kostenlos. Sie liegen in entsprechenden Beratungsstellen, Frauen- und Kinderarztpraxen, bei Hebammen, in der Bücherei und im Rathaus aus. Sie sind auch auf der Website der entsprechenden pro familia-Beratungsstellen als PDF verfügbar.

Infopläne für Schwangere und Familien in:

Familienplanung - ein Menschenrecht für alle

pro familia fordert neue Hilfe zur Familienplanung

Zunehmend verweisen ungewollt Schwangere auf die für sie unerschwinglichen Kosten sicherer Verhütungsmittel. Verhütung darf aber nicht am Geld scheitern. Jeder Mensch hat das Recht, unabhängig von seinem sozialen Status, die Verhütungsmethode zu wählen, die zu ihm passt, größtmögliche Sicherheit bietet und für ihn gesundheitlich verträglich ist.

Seit Inkrafttreten des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes 2004 haben Personen, die Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld beziehen, keine Möglichkeit mehr, eine Hilfe zur Familienplanung zu beantragen. Und die Krankenkassen übernehmen die Kosten für ärztlich verordnete Verhütungsmittel nur für Jugendliche bis zum vollendeten 22. Lebensjahr.

Auf diesen Missstand hat pro familia immer wieder hingewiesen. Der Verband fordert eine bundesweit einheitliche, gesetzlich verankerte Hilfe zur Familienplanung.

Projekte zur Kostenübernahme in Schleswig-Holstein

Mittlerweile gibt es Projekte in Flensburg, im Kreis Segeberg, in Neumünster, in Kiel, in Lübeck, in Geesthacht, im Kreis Herzogtum Lauenburg, im Kreis Nordfriesland, Kreis Stormarn, Dithmarschen und Steinburg. Weitere Informationen zu den Angeboten in Ihrer Nähe finden Sie unter Aktuelles auf der Seite: Projekte bieten Hilfe zur Familienplanung

Modellprojekt biko in Lübeck beendet - Hansestadt bewilligt Fortsetzung des Angebots

Die Hansestadt war einer von sieben Standorten, die an dem bundesweiten Modellprojekt "biko – Beratung, Information und Kostenübernahme von Verhütung" des pro familia Bundesverbandes e.V. teilnahmen.

Das Projekt biko, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), soll u.a. zuverlässige Daten für den tatsächlichen Bedarf an einer Kostenübernahme liefern. Diese Erhebung könnte die Grundlage für eine bundesweite Regelung bilden. Neben Lübeck wurden für das Projekt die Standorte Halle (Saale), Recklinghausen, Ludwigsfelde, Saarbrücken, Wilhelmshaven und Erfurt (Altern) ausgewählt. Umfassende Infos zum Modellprojekt "biko": www.biko-verhuetung.de/

Projekte zur Kostenübernahme rezeptpflichtiger Verhütungsmittel

Als erste Kommune in Schleswig-Holstein hat die Stadt Flensburg ein Projekt zur Kostenübernahme ärztlich verordneter Verhütungsmittel für ihre Einwohner*innen ab 22 Jahren eingerichtet, die staatliche Leistungen erhalten oder ein geringes Einkommen (unterhalb einer festgesetzten Grenze) haben. Für die Umsetzung ist die pro familia-Beratungsstelle Flensburg zuständig. Sie prüft anhand aktueller Bescheide, ob die notwendigen Voraussetzungen vorliegen, nimmt den Kostenvoranschlag oder das Rezept der Arztpraxis entgegen und stellt im positiven Fall eine Bescheinigung aus. Die Betroffenen legen diese bei der Apotheke oder der Arztpraxis vor und müssen dann das Verhütungsmittel nicht bezahlen.

Wie groß der Bedarf ist, bestätigt die hohe Zahl der Anträge. Fast alle Antragsteller*innen beziehen Arbeitslosengeld II und hätten sich vor allem die kostenintensive Verhütung mit Hormonspirale, Implanon oder eine Sterilisation nicht leisten können.

Diese Problematik taucht zunehmend in der Beratung auf. Häufig verweisen ungewollt Schwangere auf die für sie unerschwinglichen Kosten sicherer Verhütungsmittel. Da bislang alle Initiativen auf bundespolitischer Ebene gescheitert sind, haben Kommunen und Kreise vorerst Projekte zur Kostenübernahme geschaffen.

Projekte zur Kostenübernahme rezeptpflichtiger Verhütung in Schleswig-Holstein

Mittlerweile gibt es Projekte in Flensburg, im Kreis Segeberg, in Neumünster, in Lübeck, in Geesthacht bzw. im Kreis Herzogtum Lauenburg, im Kreis Nordfriesland, Stormarn, Dithmarschen und im Kreis Steinburg.

Weitere Informationen und Antragstellung in den pro familia-Beratungsstellen vor Ort:

Auf der Seite Kostenübernahme von Verhütung im Menü der jeweiligen Beratungsstelle finden Sie auch den entsprechenden Flyer.

pro familia Schleswig-Holstein unterstützt den Internationalen Aktionstag „Safe Abortion Day“ zur Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und fordert die Streichung der Paragrafen 218 und 219 aus dem Strafgesetzbuch.

Ein Schwangerschaftsabbruch gilt als Straftat gegen das Leben und ist nur unter definierten Ausnahmen erlaubt. Frauen werden ebenso wie das beteiligte medizinische Personal im geltenden Recht kriminalisiert und moralisch diskreditiert. Das soll sich endlich ändern.

Jede Frau hat ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und selbst bestimmte Familienplanung.

Die Versorgungslage in Deutschland verschlechtert sich stetig. Es gibt immer weniger Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Durch Stigmatisierung und Kriminalisierung sowie mangelnde medizinische Ausbildung schrumpft das besehende Angebot, insbesondere in ländlich strukturierten Regionen wie Schleswig-Holstein.

Die Corona-Pandemie verschärft die Lage in diesem Jahr zusätzlich.

pro familia Schleswig-Holstein hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben - hier als PDF: Pressemitteilung zum safe abortion day

Mitarbeiter*innen des Landesverbandes haben einen Kurzfilm erstellt, zu sehen unter https://www.youtube.com/watch?v=zgsCVqtS_xM

Der Film „NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER“ - auf der diesjährigen Berlinale mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet, thematisiert die Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und die damit verbundenen Probleme rund um weibliche Selbstbestimmungsrechte und Gesundheitsversorgung.

Preview: https://jetztundmorgen.sharepoint.com/:f:/g/EpDWCYMqs1JIquCSoKVt93oBLSYOYfh7xdgZK0VOW8OqMA?e=lOsdLp

Infos zum Aktionstag und zum Thema auch auf der Website des Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung: https://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/15499/safe-abortion-day-2020-schwangerschaftsabbruch-ist-grundversorgung/

Weitere Informationen:
https://www.profamilia.de/themen/schwangerschaftsabbruch.html

https://profamilia.sextra.de/

https://www.instagram.com/pro_familia_sh/

 

 

                

pro familia fordert weiterhin Streichung des §219a StGB

pro familia Schleswig-Holstein lehnt den im Bundestag beschlossenen Kompromiss zur Neuregelung des §219a mit Nachdruck ab. "Die Gesetzesänderung ist ein halbherziger Schritt. Sie setzt das Menschenrecht auf Zugang zu Information über sexuelle Gesundheit, Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch nicht vollständig um und trägt weiterhin zur Kriminalisierung von Ärztinnen und Ärzten bei", kritisiert Dagmar Steffensen, stv. Geschäftsführerin des Landesverbandes.

pro familia fordert daher die ersatzlose Streichung des veralteten §219a StGB. "Die reine Information darüber, wie, wo und durch wen straflose Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, hat grundsätzlich nichts mit Werbung für einen Abbruch zu tun", betont Steffensen. "Leider kursieren in der Öffentlichkeit dazu viele Falschinformationen. Der Schutz für ungeborenes Leben ist bereits im §218/§219 StGB eindeutig gesetzlich geregelt und bleibt auch ohne §219a StGB gesichert."

Die gemäß der Gesetzesänderung erlaubte Information über den Schwangerschaftsabbruch auf Listen der Bundesärztekammer und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind nach Auffassung von pro familia keine Lösung. "Sie werden trotz Pflege immer lückenhaft sein, da angesichts der vorherrschenden Einschüchterung und Stigmatisierung nur ein Bruchteil der Ärzt*innen eine Meldung dorthin vornehmen wird", so Steffensen.

"Vor allem werden die Frauen, die sich für einen Abbruch entschieden haben, in einer ohnehin schwierigen Situation zusätzlich belastet. Die Gründe für einen Abbruch sind vielfältig. Auch eine optimale Verhütung schützt nicht hundertprozentig. Was auch immer hinter der Entscheidung steht, keine Frau trifft die Entscheidung, schwanger zu bleiben oder nicht, leichtfertig", bekräftigt Steffensen. "Dazu gibt es bereits genügend aussagekräfte Studien."

pro familia weist klar daraufhin: Jede Frau hat ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und selbst bestimmte Familienplanung, und das darf nicht beschnitten werden. "Der §219a jedoch schränkt Frauen in ihrer Informationsfreiheit und ihren Persönlichkeitsrechten unverhältnismäßig ein und trägt zu einer ohnehin schon vorhandenden Stigmatierung ungewollt schwangerer Frauen in unserer Gesellschaft bei", kritisiert Steffensen.

"Statt ihnen niedrigschwellig, ohne Umwege, medizinisch korrekte Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie einfach auf der Webseite der Ärzt*in oder der Klinik abrufen können, wurde nun ein kompliziertes Verfahren mit einer Vielzahl an möglichen Fehlerquellen installiert. Von einer Verbesserung kann also keine Rede sein. Im Gegenteil, die Gesetzesänderung erschwert betroffenen Frauen den Zugang zu Information, beschneidet ihre Grundrechte und stigmatisiert Mediziner*innen, die Abbrüche vornehmen."

pro familia Schleswig-Holstein, Marienstr. 29-31, 24937 Flensburg, Tel. 04 61 – 90 92 620

lv.schleswig-holstein[at]nospamprofamilia.de

 

30.000 Menschen in Schleswig-Holstein unterstützt

pro familia Schleswig-Holstein hat in den landesweit 19 Einrichtungen 30.000 Menschen mit Information und Beratung, sexualpädagogischen Projekten und Veranstaltungen und mit der Arbeit gegen sexuelle und häusliche Gewalt unterstützt.

Die Teams der 13 klassischen pro familia-Beratungsstellen führten 12.192 Beratungen durch, fast 500 mehr als im Vorjahr. "Unsere Angebote stehen allen Menschen offen", betont Landesgeschäftsführer Reiner Johannsen. "Es gehört zu den Grundsätzen von pro familia, allen Menschen wertschätzend zu begegnen und mit jedem Anliegen respektvoll und vertraulich umzugehen."

Weiterhin besteht großes Interesse am umfangreichen Angebot zu sexueller Bildung. 26 hochqualifizierte und engagierte sexualpädagogische Fachkräfte arbeiten in Frau-Mann-Teams. 2019 wurden in 939 Veranstaltungen 15.818 Kinder, Jugendliche, Eltern, Menschen mit Behinderung und pädagogisches Fachpersonal erreicht.

Darüber hinaus bietet pro familia in sechs spezialisierten Einrichtungen gegen sexuelle und häusliche Gewalt Hilfe und Unterstützung für Betroffene, Prävention und Therapie für Täter an. Mittlerweile sind mehr als 30 Mitarbeitende im Bereich Täterarbeit, Beratung und Therapie von Gewalt und Sexualstraftätern, beschäftigt. In der Beratungsstelle im Packhaus Kiel, in den Fachambulanzen Gewalt Lübeck und Flensburg und in den Justizvollzugsanstalten Lübeck und Schleswig fanden 2019 insgesamt rund 3.100 Beratungsgespräche statt, 400 mehr als im Vorjahr.

Umfangreiche Informationen über die Arbeit von pro familia Schleswig-Holstein, über neue Angebote und Projekte finden Sie im Jahresbericht 2019 - hier als PDF: Jahresbericht 2019

Weitere Informationen:

pro familia Schleswig-Holstein

Marienstr. 29-31, 24937 Flensburg, Tel. 04 61 - 90 92 620

lv.schleswig-holstein[at]nospamprofamilia.de

 

Broschüre für Jungen

"Der kleine Kumpel packt aus. Nackte Tatsachen für Jungs"

Was passiert eigentlich in der Pubertät? Wie ist das mit dem Penis? Was kann so ein Kondom?

Antworten auf diese und weitere Fragen finden Jungen in der pro familia-Broschüre mit dem Titel „Der kleine Kumpel packt aus! Nackte Tatsachen für Jungs”. Die Comicfigur der kleine Kumpel begleitet interessierte Jungs in einfacher Sprache und mit ansprechenden Zeichnungen.

Auf 36 Seiten finden Jungen auch bei wenig Lesebegeisterung Wissenswertes zu körperlichen Veränderungen in der Pubertät, zu Verhütung ungewollter Vaterschaft und HIV. Die Broschüre enthält auch Adressen von Beratungsstellen und Internetseiten, die Jugendlichen zuverlässige Informationen zu den Themen Liebe, Freundschaft und Sexualität anbieten.

Die Aufklärungsbroschüre entstand im Rahmen der sexualpädagogischen Arbeit von pro familia Lübeck aus den häufigsten Fragen der Jungen zwischen 10 und 16 Jahren. Für das Konzept und die Inhalte ist das sexualpädagogische Team der pro familia Lübeck verantwortlich. Gestaltung und Illustration stammen von Dennis Lorenz. Die pro familia dankt der Michael-Haukohl-Stiftung, Förderung von Jugendlichen in Bildung, Erziehung und Sport. Sie ermöglichte in Lübeck die Jungenarbeit und die Erstellung dieser Broschüre. 

Sehr gute Bewertung

Die Broschüre 'Der kleine Kumpel packt aus! – Nackte Tatsachen für Jungs' wurde im Mai 2009 von jeweils 30 Hauptschülern und Gymnasiasten im Alter von 12 bis 16 Jahren mit einem ausführlichen Frageprogramm in persönlichen Gesprächen bewertet. Die bundesweit durchgeführte Untersuchung fand bei den Jugendlichen zu Hause statt.

Insgesamt erfährt die Broschüre eine hohe Akzeptanz: 67% der Hauptschüler und 70% der Gymnasiasten urteilen in der Gesamtbewertung mit 'sehr gut' bzw. 'gut'.

Die Ergebnisse zeigen, dass mit dem 'kleinen Kumpel' eine Aufklärungsbroschüre entwickelt wurde, die nicht nur bildungsferne Jungen, sondern auch Gymnasiasten im Alter von 12 bis 16 Jahren kurz und verständlich, trotzdem umfangreich und auf eine angenehm lockere Art und Weise über das Thema Sexualität informiert.

Die Untersuchung wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt. Die Projektleitung wurde dem Alpha-Institut aus Mainz übertragen.

Weitere Infos:

pro familia-Beratungsstelle Lübeck, Tel. 04 51 – 62 33 09, luebeck[at]nospamprofamilia.de

Bestellung

Die Broschüre kann bestellt werden unter jungenbroschuere.de und der-kleine-kumpel-packt-aus.de