sePia Projekt

Sexuelle Diskriminierung Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz Mobbing Betriebliche Bildung Personalentwicklung Prävention
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Betriebliches Informations-, Schulungs- und Begleitangebot im Rahmen gesetzlicher Vorgaben

 

Über die Hälfte aller Beschäftigten (alle Geschlechter) in Deutschland hat am Arbeitsplatz bereits sexuelle Belästigung erlebt oder beobachtet. Zu diesem Ergebnis kam die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bereits 2015 in einer repräsentativen Umfrage. Die Pflicht des Arbeitgebers, seine Mitarbeiter*innen vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu schützen ist demnach nur 19% aller Arbeitnehmer*innen bekannt.

Das Thema ist nach wie vor hochaktuell – besonders die „MeToo-Debatte“ hat der Problematik eine breite Öffentlichkeit beschert. Betroffene leiden oft massiv unter den Vorfällen. Vor allem, wenn sie darüber hinaus mit Verharmlosung der Situation oder mit Zweifeln an ihrer Glaubwürdigkeit konfrontiert werden: z.B. wenn der Übergriff von besonders anerkannten Personen kommt - auch dann wenn ggf. der Anspruch besteht, die Situation aushalten zu müssen (z.B. Pflegebereich). Vorgesetzte und Betriebsrät*innen stehen hier vor großen Herausforderungen: Sie müssen achtsam mit allen Beteiligten umgehen, gegebenenfalls Maßnahmen durchsetzen und bereits im Vorfeld präventiv handeln und den Arbeitsplatz so gestalten, dass Risiken minimiert werden. Laut einer im Oktober 2019 veröffentlichen Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist das Risiko, am Arbeitsplatz Opfer von sexueller Belästigung zu werden unter anderem im Gesundheits- und Sozialbereich am größten.  Wichtig ist außerdem zu wissen: Sexuelle Übergriffe sind arbeitsrechtlich „Unfälle“, die aufgrund gesundheitlicher Folgeprobleme der Berufsgenossenschaft zu melden sind.

Das Projekt „sePia“ wurde von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert und setzte an um Einrichtungen und Unternehmen des Verwaltungs-, Sozial-, Gesundheits- und Pflegesektors aus Pforzheim, Enzkreis und Calw durch umfassende Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung von Benachteiligungen zu sensibilisieren, zu schulen und zu beraten. Hierbei lag der Schwerpunkt auf Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts oder der sexuellen Identität durch sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Nach Projektende zum 31.01.2021 ist das Angebot für Unternehmen und Organisationen aller Branchen geöffnet.

Unsere Angebote:

  • VIP - Qualifizierung für betrieblich Veranwortliche
  • WiM - Workshop für interessierte Mitarbeitende und Auszubildende
  • Coaching - für aktuelle Bedarfe in diesem Kontext

Informationen und Anfragen über Geschäftsführung pro familia Pforzheim e.V., Edith Münch, Mail pforzheim@profamilia.de oder Tel. 07231/607 586-0.