Auf dieser Seite finden Sie in diesem Jahr Informationen, Presseerklärungen,  Meinungen etc.. zum Thema  "Schwangerschaftsabbruch".

Fragebogen Aktion

Betroffene Personen erleben häufig, dass der Schwangerschaftsabbruch ein tabuisiertes und negativ und stigmatisierend belegtes Thema ist. Gespräche um den Abbruch sind nicht selten moralisch und emotional aufgeladen.

 Wir möchten in diesem Jahr dazu beitragen, dass verstärkt in der Öffentlichkeit über dieses Thema respektvoll gesprochen wird.

Wir möchten möglichst viele Menschen in ihren unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen zu diesem Thema zu Wort kommen lassen.

An dieser Stelle veröffentlichen wir im Laufe des Jahres einige Antworten, die uns Personen auf folgende Fragen gegeben haben:

  • Haben Sie schon einmal mit anderen Personen über das Thema "Schwangerschaftsabbruch" gesprochen und wenn ja, an welche Aussagen oder Inhalte erinnern Sie sich aus den Gesprächen?
  • Ist das Thema aus Ihrer Sicht ein Tabu und wenn ja warum?
  • Was könnte für eine Person hilfreich sein, die erfährt, dass sie ungewünscht schwanger geworden ist?
  • Sollte es zukünftig ein Recht auf Beratung statt einer Pflicht zur Beratung geben?

 

Möchten Sie sich beteiligen? Dann nutzen Sie unseren Fragebogen und senden ihn per mail an heidelberg@profamilia.de.

Ihre persönlichen Daten werden vetraulich behandelt. Von Interesse könnte jedoch allgemeine Angaben wie Alter, Geschlecht/ Identität und Tätigkeit/ Beruf  sein.

Fragebogen

 

Antworten

2021 jährt sich das Bestehen des §218 StGB.  

Am 15. Mai 1871 wurde das Gesetz zur strafrechtlichen Regelung des Schwangerschaftsabbruchs im Reichsstrafgesetzbuch fest geschrieben. Damit ist seit 150 Jahren der Schwangerschaftsabbruch im Strafgesetzbuch geregelt. Wer den Eingriff auf eigenen Wunsch durchführen lassen will, dem droht bis heute eine Gefängnis- oder Geldstrafe, so steht es im Gesetz. Dass in der Praxis Schwangerschaftsabbrüche nach der sogenannten Beratungsregelung straffrei bleiben, ändert nichts daran, dass ihnen der Ruf der Illegalität anhaftet. Es wird Zeit, über eine alternative Regelung nachzudenken, die ungewollt Schwangere nicht kriminalisiert.

Warum muss es eigentlich Schwangerschaftsabbrüche geben?

 Es gibt doch heute gute und zuverlässige Verhütungsmittel.Es ist eine Tatsache, dass Schwangerschaften auch ungeplant eintreten, und es wird immer Schwangere geben, die nicht schwanger bleiben wollen.Kein Verhütungsmittel kann eine hundertprozentige Sicherheit bieten. Außerdem ist Sexualität nicht immer „vernünftig” und planbar. Sexuelle Kontakte können nun mal zu ungewollten Schwangerschaften führen. Genauso wie Menschen über ihre eigene Sexualität bestimmen, müssen sie im Fall einer Schwangerschaft über das Austragen oder den Abbruch entscheiden können – ohne Druck und Bevormundung.Viele Menschen kennen die Situation, angespannt auf das Einsetzen der Regelblutung zu warten oder sich nicht über eine Schwangerschaft zu freuen. Dafür gibt es viele Gründe. Manchmal gehört Schwanger sein und Elternwerden nicht zum Lebensentwurf dazu. Oder noch nicht. Oder nicht mehr.

 

Hier finden sich einige Daten und Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch.

Acht Fakten zum Schwangerschaftsabbruch