In Mamas Bauch fängt alles an…

Eine spannende Veranstaltung mit Prof. Dr. Sven Hildebrandt

Am 05.10.2018 hat die pro familia im Rheinisch Bergischen Kreis zusammen mit der Gleichstellungsstelle Bergisch Gladbach, Herrn Prof. Dr. Hildebrandt, Leiter der Geburtsklinik Dresden, zum Thema "Auswirkungen vorgeburtlicher Erfahrungen auf die körperliche und psychosoziale Entwicklung" eingeladen. Der gut besuchte Vortrag, im historischen Ambiente des Bergisch Gladbacher Rathauses, fand vor allem bei Hebammen und Mitarbeiterinnen von Schwangerenberatungsstellen Anklang.

Eindrucksvoll veranschaulichte der renommierte Frauenarzt, dass die übliche Einstellung der Gesellschaft noch vor 150 Jahren (nämlich, dass Kinder unter drei Jahren keine Empfindung haben und deshalb z.B. ohne Narkose operiert wurden) heutzutage ein empörtes Entsezten hervorruft. Die Vorstellung, dass Kinder von Geburt an empfinden und Erfahrung sammelnde Wesen sind, hat sich erst sehr langsam aufgrund von vielen Studien, Fürsprecher*innen und Erfahrungen etabliert.

Der nächste Schritt sei es, die Gesellschaft dafür zu sensibilisieren, dass die Erfahrungswelt bereits weit vor der Geburt beginnt. Schon in dieser Zeit werden Erinnerungen im Unterbewussten abgespeichert und es ist sogar möglich, dass genetische Veränderungen aufgrund von Erfahrungen im Mutterleib stattfinden. Diese können über mehrere Generationen bedeutsam bleiben. Krankheiten wie Neurodermitis, psychische Probleme oder sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen können mit den vorgeburtlichen Erfahrungen in Zusammenhang stehen.

Diese Erkenntnisse zeigen, wie wichtig es ist, dass die Frauen in ihrer Schwangerschaft und während der Geburt kompetent begleitet werden, damit sie ihre Schwangerschaft so stressfrei und gelassen wie möglich erleben. Hebammen, Frauenärzte*innen, Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen und andere Begleitpersonen sind hier gefragt, genauso wie die Politik.

Wie vor 150 Jahren ist ein Umdenken erforderlich. Dazu hat der Vortrag von Prof. Hildebrandt auf jeden Fall beigetragen. Die lebhaften Diskussionen nach Beendigung der Veranstaltung waren dafür ein gutes Zeichen.

Teilnehmer*innen der Veranstaltung erhalten auf Emailanfrage an burscheid[at]nospamprofamilia.de den Link zu der PP Präsentation von Prof. Dr. Hildebrandt

Bild Veranstaltung Prof. Dr. Hildebrandt 05.10.2018

Neu ab Februar 2015: Juristische Sprechstunde zu Trennung und Scheidung

In Ergänzung zu unseren Informationsveranstaltungen einmal im Jahr bieten wir ab Februar 2015, jeweils am ersten Freitag eines Monats von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr, eine juristische Sprechstunde zu Trennung und Scheidung an.

Durchgeführt wird diese Sprechstunde von dem Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht Michael Hartlieb.

Eine Anmeldung dazu ist erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Punkt "Beratung bei Trennung/Scheidung".

Sex, Sex, Sex

 

….niemals zuvor haben Menschen in unserer westlichen Gesellschaft so viel Zeit mit Sex verbracht wie heutzutage. Der Griff zum Smartphone, Computer, Tablet o.ä. macht es möglich. Vor allem Männer geben gerne der Versuchung nach, sexuelle Bedürfnisse im Internet zu befriedigen. Das Angebot und die Möglichkeiten sind endlos. Gerade das stellt aber immer häufiger eine Bedrohung für Paarbeziehungen dar, die im realen Leben existieren.

 

Bei der pro familia im Rheinisch-Bergischen Kreis zeigt sich das, indem die Zahl der Paare, die sich mit genau diesem Thema an uns wenden, immer mehr werden. Auch in der online Beratung (www.sextra.de) beziehen sich die Anfragen immer häufiger auf Schwierigkeiten, die durch Pornokonsum oder „online sex“ eines Partners die Beziehung belasten. Die Bandbreite ist groß.

 

Grundsätzlich war das Thema, dass ein Partner (meistens die Frau) gekränkt ist, weil der andere Pornos schaut, immer schon präsent. Die Kluft zwischen dem, was im Netz passiert und dem, was im Bett läuft, wird aber immer größer. Das kann zu sexueller Lustlosigkeit führen, weil der „normale Sex“ nicht mehr aufregend genug ist. Im Internet ist die Scham- und Hemmschelle extrem niedrig. Menschen trauen sich Dinge, die sie im normalen Leben niemals wagen würden. Gleichzeitig kann die Welt im Netz Bedürfnisse wecken, die vorher gar nicht existierten und die unmöglich oder nur sehr schwer von einem Partner erfüllt werden können. Zudem stellt sich die Frage: Wo fängt das Fremdgehen an? Beim Gucken? Beim anonymen Kommunizieren? Beim Kontakte knüpfen? Diese Entwicklung mit all ihren Facetten kann einen enormen Einfluss auf das Paar- und Sexualleben jedes Einzelnen haben. Dies zeigt sich immer häufiger in den Sexualberatungen bei pro familia.

 

Viele Paare finden für sich gute Lösungen, mit dem Internet und all seinen Versuchungen umzugehen. Manche bekommen sogar neue Impulse, auch für ihr Sexualleben. Andere haben aber das Gefühl, dass der Einfluss des Internets auf ihr Paar- und Sexualleben zu groß und zu bedrohlich wird. Dann lohnt es sich, Unterstützung zu holen und gemeinsam mit einer neutralen dritten Person zu schauen, wie es einen guten Weg für das Paar geben kann. Hierzu bietet pro familia professionelle Unterstützung an.