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pro familia aktuell 02/2012

Ausgabe 2012-2

FACHTAG

Sexualität ist nicht behindert

Unter diesem Titel veranstaltet der pro familia Landesverband Bayern am 12. November 2012 in München eine Tagung für Menschen mit Behinderungen, ihre Eltern, Betreuer und andere interessierte Fachkräfte. Vielfach verhindern Vorbehalte, Tabus und institutionelle Barrieren, dass Menschen mit Behinderungen ihr Recht auf Intimität und Sexualität, auf Partnerschaft, Verhütung, Eheschließung und Elternschaft realisieren können. In Vorträgen und Workshops zeigen wir Lebenssituationen und Alltagswirklichkeit und diskutieren Hindernisse und Lösungsansätze für ein selbstbestimmtes Leben.

Unter www.profamilia.de/angebote-vor-ort/bayern/landesverband-bayern/aktuell.html finden Sie die Vorankündigung im Internet.

FACHTAG

Schwangerschaftsabbruch zwischen reproduktiver Selbstbestimmung und Kriminalisierung

Diesem Thema widmet sich am 27. und 28. September 2012 das Institut für Angewandte Sexualwissenschaft der Hochschule Merseburg. Mit dem Untertitel „neue/alte Diskurse“ deuten die Veranstalter an, wie viel dazu in der Vergangenheit schon gesagt worden ist. Und doch herrscht zwanzig Jahre nach der Neuregelung der Abtreibung im wiedervereinigten Deutschland rund um den Schwangerschaftsabbruch eher wieder Sprachlosigkeit, wenn man einmal von den Umtrieben der sogenannten Lebensschützer absieht. Die Fachtagung, an der auch pro familia-Referentinnen beteiligt sind, soll ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis (BeraterInnen, ÄrztInnen) und Studierende zusammenführen und der öffentlichen Diskussion neue Impulse verleihen.

Der Veranstaltungsflyer ist auf der Homepage des Instituts zu finden: www.ifas-home.de.

AUSSTELLUNG

Spurensuche

21 Frauen, Mütter und Großmütter aus vielen verschiedenen Herkunftsländern, erzählen in dieser Ausstellung ihre Geschichten in Bildern und Texten. 

Getroffen und kennen gelernt hatten sie sich in der interkulturellen Frauengruppe der städtischen Gesundheitsberatungsstelle und der pro familia-Beratungsstelle am  Hasenbergl. Die Ausstellung ist das Ergebnis von mehreren Jahren gemeinsamer Aufarbeitung schwieriger Lebensgeschichten, von politischer Verfolgung, Flucht und Neuanfang, von Familiengründung, Tod und Verlust, von Heimweh und neuer Heimat. Zu sehen ist die Ausstellung im September täglich außer Montag von 12 bis 18 Uhr im Treppenhaus des Kulturhauses Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz 1.

NEUE RÄUME

Beratungsstelle Hasenbergl zieht um

Seit genau 40 Jahren ist pro familia im Hasenbergl in der Wintersteinstraße 14 präsent. Anfangs arbeiteten dort zwei Sozialpädagoginnen und eine Ärztin mit dem Ziel, in der Obdachlosensiedlung und auch unter den anderen Bewohnern des Stadtteils Wissen über Familienplanung zu verbreiten. Seit 1993 ist die Wintersteinstraße eine Schwangeren- und Familienberatungsstelle. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln relativ umständlich zu erreichen und räumlich sehr beengt.

Umso mehr freuen wir uns, dass die Beratungsstelle Hasenbergl zum 1. Oktober in das neugebaute stadteigene Kulturzentrum 2411 in der Blodigstraße 4 umziehen wird. Das neue Haus liegt unmittelbar neben der Station Hasenbergl der Linie U2 und ist gleichzeitig für die Bewohner des nördlichen Hasenbergl fußläufig zu erreichen. Der Name bezieht sich auf die beiden Stadtbezirke Feldmoching-Hasenbergl (24) und Milbertshofen (11). In das gleiche Gebäude ziehen unter anderem Abteilungen der Münchner Volkshochschule und der Münchner Stadtbibliothek, eine Außenstelle des Sozialbürgerhauses Nord und der neu gegründete Verein Stadtteilkultur 2411.

TRAUERFALL

Abschied von Monica Lochner-Fischer

Am 3. August starb die ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Monika Lochner-Fischer im Alter von 60 Jahren.

Sie war von 1992 bis April 2006 Frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und von 1994 bis 15. Juli 2006 Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Bayern (AsF).

Im Dezember 1996 wurde sie Mitglied des pro familia Ortsverbands München. Zusammen mit anderen engagierten Frauen in der bayerischen SPD hat sie sich immer wieder dafür eingesetzt, dass pro familia in allen bayerischen Regierungsbezirken staatlich anerkannte Schwangerenberatungsstellen einrichten konnte und dass die einseitige Bevorzugung kirchlich orientierter Träger durch die Staatsregierung im Landtag nicht unwidersprochen blieb. pro familia ist dankbar für ihre politische Arbeit und tatkräftige Unterstützung unserer Anliegen.