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Kinderwunsch... (noch) unerfüllt? Ungewollte Kinderlosigkeit – und was ist mit unserer Sexualität?

Gebärdensprachvideo Medizinische Beratung

Kinderwunsch Foto: Marcelo Silva, freeimages.com – Paar am Wasser

 

pro familia Bensheim versteht sich als Anlaufstelle für psychosoziale Beratung bei Kinderwunsch und ungewollter Kinderlosigkeit, auch vor, während oder nach einer medizinischen Behandlung.

Die Beratung kann beinhalten 

  • die Verarbeitung von Diagnosen
  • Entscheidungsfindungen zu weiterem Vorgehen
  • Informationen zu einem möglichen Behandlungskonzept
  • Informationen für Sie als homosexelles Paar mit Kinderwunsch
  • Umgang mit dem Thema als trans* oder inter* Person
  • Schwierigkeiten als alleinstehende Person, den Kinderwunsch zu verwirklichen
  • Gefühle von Abschied und Trauer
  • Unterschiede in Ihrem Empfinden mit der Situation
  • Reaktionen von Freunden und Verwandten
  • Alternativ-Pläne
  • Informationen zu Adoption, Pflegekinder und
  • alles, was Sie zu diesem Thema beschäftigt.

                                        Für viele Menschen und in vielen Beziehungen gehört die Vorstellung von gemeinsamen Kindern zum Lebensentwurf. Wenn dann kein Partner gefunden wird oder die ersehnte Schwangerschaft zum gewünschten Zeitpunkt nicht eintritt, bedeutet das nicht selten eine emotionale Krise im Leben.

                                        Studien zufolge sind etwa 3-9% der Paare mit einem Kinderwunsch ungewollt kinderlos. Wahrscheinlich wird diese Zahl weiter ansteigen, da das Durchschnittsalter der Erstgebärenden – ein wichtiger Faktor in der Fruchtbarkeit - deutlich an steigt.

                                        Die Möglichkeiten zur Vorbeugung von Fertilitätsstörungen bis hin zum „präventivem sozialen Einfrieren“ der weiblichen Eizellen werden in Zukunft noch mehr Thema sein.

                                        Untersuchungen können die Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit zu etwa einem Drittel bei der Frau, zu einem weiteren Drittel beim Mann und einem letzten Drittel bei beiden oder keinem ausmachen. Es beginnt manchmal eine stressige Zeit reproduktionsmedizinischer Behandlungen und Misserfolge sind häufig.

                                        Bei alleinstehenden Personen und bei homosexuellen Paaren gibt es Stress aufgrund der Suche nach Samenbanken bzw. Leihmüttern im In- und Ausland. Dann gibt es rechtliche Gegebenheiten zu berücksichtigen. Bei lesbischen Paaren ist zu klären, wer das Baby austrägt. Unter Umständen entwickeln sich neue Lebensentwürfe von Familie und familiären Zusammenleben.

                                        Sexualstörungen als Ursache von Kinderlosigkeit sind selten, häufiger kommen sie in Folge der Diagnosestellung und medizinischen Therapie vor. Hier ist der Leidensdruck oft groß: Fehlen von Spontaneität, sexuelle Funktionsstörungen, geringere Zufriedenheit mit dem Sexualleben sowie Verminderung der Lustgefühle verbunden mit Sprachlosigkeit stellen das gegenseitige Begehren in Frage.

                                        Paare und alleinstehende Personen sind mit ihrem Thema häufig isoliert und fühlen sich von Freunden und Familie nicht verstanden. Ungewollte Kinderlosigkeit ist immer noch tabuisiert. Hier kann psychosoziale Beratung Ihnen eine Unterstützung bieten. Frauen und Männer und Paare berichten von sehr entlastenden Effekten für ihr Erleben als Mann, Frau und als Paar.

                                        Bei pro familia können Sie zu folgenden Themen beraten werden: 

                                        • Kinderwunsch-Fruchtbarkeit-Natürliche Familienplanung (NFP)
                                        • Fruchtbarkeitsstörungen
                                        • Verfahren der modernen Reproduktionsmedizin sowie deren Risiken und Gefahren
                                        • Was ist in Deutschland und im Ausland erlaubt? Über Präimplantationsdiagnostik und  „sozial sexing“ (Geschlechtswahl des Kindes, Eizellspende, Embryonenspende, Samenspenderbehandlung, Gametenspende)
                                        • Besonderheiten für Alleinstehende und für homosexuelle Paare
                                        • Begleitung während der reproduktionsmedizinischen Behandlungsphasen
                                        • Plan B – was, wenn es nicht klappt?
                                        • Adoption, Pflegekind – eine Perspektive?
                                        • Sexualberatung

                                         

                                        Kosten:

                                        Einzelberatungen: 35,- Euro (pro Sitzung)

                                        Paarberatungen: 50,- Euro (pro Sitzung)

                                         

                                        Beraterinnen:

                                        Katharina Rohmert, Ärztin, Sexualmedizinerin
                                        Veronika Rosenthal, Dipl. Sozialpäd., System. Familientherapeutin, BKiD-Beraterin

                                         

                                        Weitere Informationen im Internet unter www.bkid.de (Beratungsnetzwerk Kinderwunsch in Deutschland)

                                        Anmeldung zum Erstgespräch bitte über unseren Erstkontakt: 06251-68191

                                         

                                         

                                         

                                        „Ungewollte Kinderlosigkeit – und was ist mit unserer Sexualität?“

                                        Der Mensch ist in erster Linie ein Beziehungswesen und unter vielerlei möglichen Gestaltungsaspekten kann gelungene, partnerschaftliche Sexualität Ausdruck positiv erlebter Beziehung zwischen zwei Menschen sein. 

                                        Erfüllte Sexualität vermittelt auf der Paarebene tiefe Gefühle von „Angenommen sein“ und Geborgenheit („Beziehungslust“) oder sie ist geprägt durch die „Lust an der Lust“ mit oder ohne Partner. Eine dritte Säule der Sexualität kann die Familienplanung sein („Schöpferlust“), wobei der Kinderwunsch alle anderen Lebensentwürfe dominieren kann. Das Ausüben von Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau dient in diesen Fällen nur noch einem Zweck…

                                        Wenn ein solcher Kinderwunsch unerfüllt bleibt, erleben Paare nicht selten schweres Leid, Selbstzweifel und Entfremdung innerhalb der Beziehung. Die ganzen Hoffnungen der einzelnen oder beider Partner richten sich jetzt auf medizinische Untersuchungen und Therapien und die „sexuelle Kommunikation“ wird in manchen Beziehungen vernachlässigt oder ganz eingestellt.

                                        Genauso kann es vorkommen, dass die Sexualität zwischen zwei Menschen schon vor oder mit Eintreten der Kinderwunschphase als unbefriedigend oder gar unmöglich erlebt wird. Hier sind körperliche, psychische, partnerschaftliche oder medizinische Ursachen denkbar, die Symptome wie Libidoverlust, schmerzhaften Sexualverkehr, Verkrampfungen, Erektionsstörungen oder Ejakulationsstörungen zur Folge haben.

                                        Bei der Behandlung von Infertilität (Unmöglichkeit, eine Frucht auszutragen)  und Sterilität (Unmöglichkeit, zu zeugen oder zu empfangen) können sich Reproduktionsmedizin und Sexualmedizin gegenseitig gut ergänzen.

                                        So ist für die Sexualmedizin eine Sterilität in zweifacher Hinsicht von Bedeutung. Einerseits können sexuelle Störungen Ursache einer ungewollten Kinderlosigkeit sein. Andererseits können die mit der Sterilitätsbehandlung einhergehenden diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zu Störungen des Sexuallebens und der sexuellen Funktion führen.

                                        Bei der Problematik unfreiwilliger Kinderlosigkeit wird in der reproduktionsmedizinischen Alltagspraxis die psychosoziale, möglicherweise auch die partnerschaftliche Seite nicht ausreichend behandelt werden können.

                                        Hier kann das Beratungs- und Paartherapieangebot von ausgebildeten Sexualtherapeut/Innen und einer Sexualmedizinerin bei pro familia Bensheim den Betroffenen helfen, partnerschaftlich-sexuelle Wünsche und Bedürfnisse in der Kinderwunschphase zu identifizieren, zu modifizieren und Störungen zu behandeln. Eine positive Entwicklung in der gelebten Sexualität wird dadurch deutlich unterstützt, wie viele Paare uns bestätigen.

                                        Kosten:
                                        Einzelberatungen: 35,- Euro (pro Sitzung)
                                        Paarberatungen: 50,- Euro (pro Sitzung)

                                        Der Fokus beim Thema ungewollte Kinderlosigkeit liegt idealerweise auf dem Paar, so dass es optimal ist, wenn Sie mit Ihrem Partner zusammen zu uns kommen. Sie können Beratungen auch alleine für sich in Anspruch nehmen.

                                        Dabei sind wir offen für Menschen jeglicher sexueller Orientierungen.

                                        Beraterinnen: Veronika Rosenthal, Katharina Rohmert
                                        Anmeldung bitte telefonisch unter 06251 68191

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