Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt

 

Was zeigt uns die Aufarbeitung der aktuellen Fälle sexualisierter Gewalt in Schulen und Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe. Welche Schlüsse ziehen wir daraus?

 

Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf Sicherheit, Schutz und Hilfe in den Einrichtungen. Das ist unser Konsens und professionelles Selbstverständnis. Keine Einrichtung ist aber gefeit vor Grenzverletzungen, Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt. Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz. Dennoch wäre in vielen Fällen Handeln möglich gewesen - Handeln, bevor "etwas passiert". Wir haben gelernt:

 

Der beste Schutz gegen sexualisierte Gewalt sind Sexualaufklärung und Prävention. Sexualisierter Gewalt lässt sich begegnen, wenn entsprechende Instrumente und Maßnahmen auf institutioneller Ebene verankert sind.

 

Im Rahmen eines Projektes hat der pro familia Landesverband Hessen in Kooperation mit dem Hessischen Sozialministerium Fortbildungen zur Prävention sexualisierter Gewalt konzipiert. Es richtet sich an Leitungs- und Fachkräfte in Kinderheimen, Jugendwohngruppen und Einrichtungen der Behindertenhilfe in Hessen, die sich als Team weiterbilden wollen.

 

Das Fortbildungsangebot umfasst zwei Basismodule für alle Einrichtungen und jeweils ein spezifisches Angebot für Kinderheime, Jugendwohngruppen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Da das Projekt durch das Hessische Sozialministerium bezuschusst wird, müssen die Einrichtungen nur einen geringen Kostenbeitrag zahlen.

 

Das ausführliche Programm des Projekts finden Sie hier!