Angezogener Frauen- und Männerschuh, mittendrin leere Kinderschuhe

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Schwangerschafts- und Wochenbettdepression

Viele Frauen erleben nach der Entbindung den sogenannten Babyblues (Heultage), d. h. es treten Traurigkeit, häufiges Weinen, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Erschöpfung bei gleichzeitiger Schlaf- und Ruhelosigkeit auf. Sie sind eine Folge der vielschichtigen körperlichen wie psychischen Veränderungen, die mit der Geburt eines Kindes einhergehen. Die Symptome verschwinden in der Regel von allein und umso rascher, je sensibler auf die betroffene Mutter eingegangen wird.

Dieser Babyblues ist nicht zu verwechseln mit einer postpartalen Depression, auch Wochenbettdepression genannt. Diese kann in den ersten 1-2 Jahren nach der Entbindung auftreten. Wie bei anderen Depressionen auch, reichen die Symptome von innerem Leeregefühl, Ängsten, Panickattacken, Zwangsgedanken über psychosomatische Beschwerden bis hin zu Suizidgedanken.

Die Ursachen für eine Wochenbettdepression sind vielfältig, neben hormonellen Umstellungen vor und nach der Geburt können z.B. lebensgeschichtliche Erfahrungen und Vorerkrankungen, die aktuelle Situation in  Partnerschaft und Familie, finanzielle Sorgen, Ängste und der Wunsch, alles bestmöglich richtig machen zu wollen, eine Rolle spielen.

Diese Gründe können auch verantwortlich dafür sein, bereits in der Schwangerschaft eine Depression zu entwickeln.  

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) geht davon aus, dass auch ca.10% der Väter von einer Depression nach der Geburt betroffen sind.


Viele leiden mehr oder weniger still und einsam über mehrere Wochen und Monate, ohne zu wissen, dass ihre psychische Verfassung einen Namen hat und es Möglichkeiten zu rascher, ambulanter Hilfe und Unterstützung gibt.
Die Prognose ist gut!

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