Schwangerschaftskonfliktberatung

pro familia Beratungsstellen führen die sogenannte „Schwangerschaftskonfliktberatung“ durch. Sie ist eine durch das Strafgesetz vorgeschriebene Beratung, denn nach § 218 StGB und nach §§ 5/6 Schwangerschaftskonfliktgesetz muss eine Frau, die ihre Schwangerschaft in der Frühschwangerschaft, bis zu 12 Schwangerschaftswoche (bzw. 14. Woche nach ärztlicher Berechnungsweise), abbrechen möchte, in einer anerkannten Beratungsstelle eine „Schwangerschaftskonfliktberatung“ absolvieren. Nach dieser Beratung erhält die Frau den Beratungsschein nach (definiert in § 7 SchKG), der wiederum die Erlaubnis für Ärztinnen und Ärzten ist, den Schwangerschaftsabbruch durchzuführen.

Die Bezeichnung „Konflikt“ in dem Begriff „Schwangerschaftskonfliktberatung“ ist nicht unbedingt psychologisch gemeint und unterstellt nicht, dass die Schwangere einen inneren, persönlichen Konflikt mit dem Abbruch der Schwangerschaft hat -  vielmehr weist er auf einen rechtlichen Konflikt hin zwischen der festgeschriebenen staatlichen Pflicht, vorgeburtliches Leben zu schützen und der Erwägung oder dem Wunsch der Frau, die Schwangerschaft abzubrechen. Die Beratung soll unterstützen und nicht bevormunden und das Gesetz will, dass sie ergebnisoffen durchgeführt wird. Die Entscheidung für oder gegen den Abbruch der Schwangerschaft trifft die Frau.

 

Publikation

„Standpunkt Schwangerschaftsberatung. Standards und aktuelle Herausforderungen“

Zur Medizinischen Indikation

Praxis&Information: Schwangerschaftsabbruch mit med. Indikation, 2010