Grundlagen der Online-Beratung

Berufsbegleitende Qualifikation für beraterische und sexualpädagogische Fachkräfte


BeginnDienstag, 02.11.2021, 13.00 Uhr
EndeDonnerstag, 23.06.2022, 13.00 Uhr
Besonderheiten

Teil 1 

Dienstag, 2.11.2021 , 13.00 bis 17.00 Uhr

Mittwoch, 3.11.2021, 9.00 bis 18.00 Uhr

Donnerstag, 4.11.2021, 9.00 bis 13.00 Uhr

Freitag, 5.11.2021, 9.00 bis 11.00 Uhr (Peer-Gruppe, verbindlich)

Freitag, 12.11.2021, 10.00 bis 11.30 Uhr (Nachbereitung, verbindlich)

Teil 2     

Dienstag, 8.2.2022 , 13.00 bis 17.00 Uhr

Mittwoch, 9.2.2022, 9.00 bis 18.00 Uhr

Donnerstag, 10.2.2022, 9.00 bis 13.00 Uhr

Peer-Gruppen Termine werden eigenverantwortlich vereinbart

Nachbereitung wird in Teil 1 vereinbart

Teil 3

Dienstag, 21.6.2022 , 13.00 bis 17.00 Uhr

Mittwoch, 22.6.2022, 9.00 bis 18.00 Uhr

Donnerstag, 23.6.2022, 9.00 bis 13.00 Uhr

Bitte beachten Sie das Formular, das vom Arbeitgeber auszufüllen ist (S. 7 der Ausschreibung, siehe pdf unten)

Ort
online
Die Zugangsdaten zur Webinarplattform werden kurzfristig versandt.
Leitung Grit Heideker

Diplom-Lehrerin, Sozialwirtin (FH), Leitung/Geschäftsführung pro familia e. V. OV Tübingen/Reutlingen, langjährige Erfahrung in der Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung, profamilia.sextra-Onlineberatung: Beratung/Koordination/Redaktion seit 2000; stellv. Leitung seit 2011


Helmut Paschen

Diplom-Sozialpädagoge, systemischer Berater und Supervisor (SG), Leiter der profamilia.sextra-Onlineberatung, langjährige Erfahrung als Trainer und Supervisor im Bereich der psychosozialen Online-Beratung, Mitgründer von onthemove.online – einem Portal für psychosoziale Onlineberatung für Menschen, die im Ausland leben und arbeiten, Mitautor des Buches „Online-Interventionen in Therapie und Beratung“


Ziele/Inhalte

Die Fortbildung „Grundlagen der Online-Beratung“ qualifiziert für die Tätigkeit als Online-BeraterIn in Beratungseinrichtungen. Sie vermittelt die dafür notwendigen Fachkenntnisse und Arbeitsmethoden. Es werden drei aufeinander aufbauende Teile, zwei fortbildungsbegleitende Praxisteile durchgeführt sowie ein Anteil Selbststudium (Fachliteratur/ Internetrecherche) abgeleistet.

Diese Fortbildung erfüllt die Anforderungen der Deutschsprachigen Gesellschaft für Online-Beratung (DGOB) und gilt als DGOB-Zertifikatskurs. Nach Abschluss der Fortbildung kann bei der DGOB eine Mitgliedschaft und das Führen der Bezeichnung „Online-Berater*in DGOB“ beantragt werden.

Die digitale Entwicklung hat dazu geführt, dass Klient*innen Informationen über Beratungsleistungen im Internet suchen und auch die Beratung selbst im Internet und schrift- oder videobasiert wahrnehmen wollen. Dies hat zur Folge, dass im Vergleich zur Face-to-face-Beratung andere bzw. weitere Kompetenzen und Methoden benötigt werden. Diese Fortbildung legt die Schwerpunkte auf die Bereiche Mailberatung, Videoberatung und Blended Counseling.

Die wichtigsten Inhalte und Themen der Fortbildung sind:

  • „Onlinewelten“ – allgemeine Informationen zur Onlineberatung; Schwerpunkte Mailberatung, Videoberatung, Blended Counseling, sonstige Formate (Chat, Messenger)
  • Bedingungen der Internetkommunikation: Besonderheiten (z. B. Anonymität), Chancen, Stolpersteine und Handlungsmöglichkeiten
  • Methoden, Möglichkeiten und Grenzen der Online-Beratung
  • Beratungspraxis im Internet im jeweiligen psychosozialen Beratungsfeld (Sexualpädagogik, Sexualberatung, Schwangerschaftsberatung, Erziehungsberatung, Gesundheitsberatung, Jugendberatung, allgemeine Lebensberatung)
    spezifische Beratungskompetenzen (z. B. Gestaltung des Beratungsverlaufs, Erstkontakt, Klärung des Anliegens/Beratungsauftrag, Abschluss der Beratung)
  • Krisenintervention
  • Basisgrundlagen zu Datenschutz und Datensicherheit (durch externe Referent*in)
  • Basisgrundlagen Recht (z. B.Haftung/Strafrecht)
  • Grundkenntnisse Recht in den unterschiedlichen Bereichen (SGB II, SGB VIII, StGB)
  • Wirksamkeit der rechtlichen Fragen in der Onlineberatung
  • Grundkenntnisse in der Nutzung einer Beratungssoftware / einer virtuellen Beratungsstelle als Berater*in
  • Dokumentation
  • Praxisübungen zur Beratung am PC
  • Reflexion der eigenen Beratungshaltung und Beratungskompetenz (z. B. durch Fallbesprechungen und Peergruppenarbeit)

Praxisteil                                           

Zwischen den Fortbildungsteilen muss von jeder/jedem Teilnehmer*in ein Praktikum absolviert werden. Das Praktikum beinhaltet im Einzelnen:

  • Mailberatung
  • Durchführung und Dokumentation von mindestens 15 Mailberatungen, davon:
  • 6 (Übungs-)Mailberatungen zwischen dem ersten und zweiten Fortbildungsteil (ohne Absenden an Klient*innen)
  • 8 Mailberatungen begleitet durch die jeweilige Mentor*in (die an Klient*innen abgeschickt werden), verteilt auf mindestens zwei Klient*innen (Fälle).
  • Nach Abschluss der  Fälle ist ein Bilanzgespräch mit der/dem Mentor*in zu führen.
  • Ein weiterer Fall, der nicht abgeschickt und nicht mit der/dem Mentor*in besprochen wurde, kann im dritten Fortbildungsteil vorgestellt werden.
     
  1. Durchführung und Dokumentation von mindestens einer  Fallbesprechung im (möglichst multidisziplinär besetzten) Fachteam/Supervision der eigenen Einrichtung.
  2. Zwischen Teil 2 und 3 ist die Begleitung durch eine Mentor*in verpflichtend. Die Organisation dieser Begleitung wird gemäß den unten beschriebenen, vorgegebenen Rahmenbedingungen durch die Teilnehmenden eigenverantwortlich durchgeführt. Das Honorar der Mentor*in ist nicht in den Teilnahmegebühren enthalten und muss von den Teilnehmenden bzw. Beratungsinstitutionen selbst ausgehandelt und gezahlt werden. Die Mentor*in muss folgende Voraussetzungen erfüllen:
  • mindestens 200 durchgeführte Online-Beratungen im psychosozialen Bereich
  • mindestens zweijährige Online-Beratungserfahrung
  • Für pro familia-Mitarbeiter*innen: Die profamilia.sextra-Online-Beratung vermittelt entsprechend qualifizierte Mentor*innen an die Teilnehmenden.
  • Für externe Teilnehmende: Die Teilnehmenden suchen sich eine Mentor*in, die die o.g. Bedingungen erfüllt und schlagen sie der Fortbildungsleitung vor. Die Fortbildungsleitung prüft die Eignung der Mentor*innen anhand einer schriftlichen Erklärung der Mentor*innen (Formblatt) und entscheidet über die Zulassung der jeweiligen Mentor*in.

Durchführung von drei ausführlichen Fallbesprechungen mit der Mentor*in zwischen Teil 2 und 3. Die weiteren Fälle sind durch die Mentor*in gegenzulesen.

Videoberatung

  • Rollenspiele zur Videoberatung
  • Beratungspraxis in der Videoberatung mit mindestens 2 Klient*innen
  • Dokumentation der Fälle
  • Reflexion und Fallbesprechungen im im dritten Fortbildungsteil

Für eine erfolgreiche Teilnahme ist gemäß Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für psychosoziale Online-Beratung (DGOB) ein Gesamtumfang von 160 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) erforderlich:

  • 70 Unterrichtsstunden in der virtuellen Präsenzveranstaltung
  • 25 Unterrichtsstunden Peergroup
  • 25 Unterrichtsstunden Literaturstudium
  • 40 Stunden Praxisphase
MethodenPlenumsdiskussion, Fachreferate, Falldarstellungen, Kleingruppenarbeit, Rollenspiel mit Auswertung, Gruppendiskussion, Berücksichtigung der eigenen Biographie, berufsbezogene Selbstreflexion, Peergruppentreffen, Einzelarbeit am Computer
Zielgruppe
  • beraterisch oder sexualpädagogisch tätige Fachkräfte, die in die Online-Beratung einsteigen und sich aufbauend auf ihren bisher erworbenen beruflichen Kompetenzen und Erfahrungen qualifizieren möchten
Zulassungsvoraussetzungen

Die Konzeption der Fortbildung geht davon aus, dass die Teilnehmenden an ihrem Arbeitsplatz regelmäßig beraterisch tätig sind und die Bereitschaft zur Selbstreflexion, insbesondere zum Einbringen eigener Fälle besitzen. Zudem werden neben den beraterischen Erfahrungen Grundkenntnisse auch im Umgang mit dem PC und Kompetenzen in der Schriftkommunikation erwartet.

 Vorausgesetzt wird:

  • eine abgeschlossene Ausbildung in einem für den jeweiligen Arbeitsbereich relevanten Grundberuf (zum Beispiel Diplom-Sozialpädagog*in, Diplom-Sozialarbeiter*in, Diplom- Pädagog*in, Diplom-Psycholog*in, Ärzt*in oder vergleichbare Qualifikation)
  • eine fortbildungsbegleitende Tätigkeit in einer psychosozialen Beratungsinstitution bzw. Beratungseinrichtung, die regelmäßige beraterische Praxis ermöglicht 
  • fachspezifische Fort- und Weiterbildungen für die jeweilige Tätigkeit im Bereich Beratung, Therapie, Sexualpädagogik oder Vergleichbarem
  • arbeitsfeldspezifische Kompetenz aufgrund mehrjähriger Berufserfahrung im jeweiligen psychosozialen Arbeitsfeld
  • Möglichkeit, das in der Fortbildung erworbene Wissen in der Beratungsstelle einzusetzen und in diesem Rahmen die notwendigen Online-Beratungen (Mail-, Video und evtl. Telefonberatung) in der Praxisphase durchzuführen sowie Fallbesprechungen im Team, Intervision o.ä. durchzuführen. Dazu gehört auch die Möglichkeit der Begleitung durch eine Mentor*in. (die Beratungseinrichtung (AG) stellt die hierfür erforderlichen Ressourcen bereit)
  • nur für pro familia Mitarbeiter*innen: Teilnahme am Grundkurs für neue Mitarbeiter*innen des pro familia Bundesverbands

Die Fortbildung erfordert die verbindliche Teilnahme an drei Fortbildungsteilen, die Teilnahme an zwei Peergruppentreffen sowie die Absolvierung des Praxisteils.

Die Anmeldung ist erst dann verbindlich, wenn der Arbeitgeber der Teilnehmer*innen bestätigt, bestimmte Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Die Anforderungen bzw. das Formular finden Sie am Ende des Dokuments.

Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  € 435,00
MitarbeiterInnen externer Beratungseinrichtungen€ 570,00
Fahrtkosten

Fahrtkosten werden nicht erstattet.

Unterkunft und Verpflegung
AnmeldungOnline-Anmeldung
Anmeldeschluss01.07.2021
Infos als Download2_2021_Ausschreibung_onlineberatung_kurs8.pdf (604 Ki)

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche TeilnehmerIn nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent an.
  6. Bei Absagen zur Teilnahme am pro familia Grundkurs für neue Mitarbeiter*innen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn entstehen Bearbeitungsgebühren von 50 €, wenn der Platz nicht neu besetzt werden kann.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten dem pro familia Bundesverband Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem Teilnehmenden übernommen werden.
  8. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.

Corona-bedingte Änderungen der Veranstaltung

Aufgrund der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten seit März 2020 auch Fortbildungsveranstaltungen des pro familia Bundesverbandes abgesagt werden oder kurzfristig als Online-Veranstaltung stattfinden. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass es auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 und darüber hinaus zu kurzfristigen Absagen oder Änderungen der Veranstaltung kommen kann, wenn seitens der Behörden Veranstaltungen und Reisetätigkeiten erneut oder weiterhin eingeschränkt werden.

Dennoch planen wir aktuell Präsenz-Fortbildungsveranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte, für die Sie sich verbindlich anmelden können. Sollten die Fortbildungen aufgrund der Ausbreitung des Virus nicht wie geplant stattfinden können, wird im Einzelfall geprüft, ob die Veranstaltung entfallen muss oder ggfs. Online-Alternativen geplant werden können. Diese Entscheidung ist abhängig von Terminkapazitäten der Trainer*innen und Tagungshäuser sowie der Inhalte und Methoden der Fortbildung. Sollte es notwendig sein, die Fortbildung online stattfinden zu lassen, verringert dies den Teilnahmebetrag nicht, da uns durch die technischen Voraussetzungen und den Mehraufwand der Trainer*innen Mehrkosten entstehen.

Die Fortbildung wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.


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