Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit (Kurs 9)

Vierteilige Fortbildung für SexualpädagogInnen


BeginnFreitag, 22.09.2017, 15.00 Uhr
EndeSonntag, 15.04.2018, 13.00 Uhr
Besonderheiten
  1. Teil:

    Beginn Freitag, 22. September 2017, 15.00 Uhr

    Ende Sonntag, 24. September 2017, 13.00 Uhr

  2. Teil:

    Beginn Freitag, 10. November 2017, 15.00 Uhr

    Ende Sonntag, 12. November 2017, 13.00 Uhr

  3. Teil:

    Beginn Donnerstag, 8. Februar 2018, 15.00 Uhr

    Ende Sonntag, 11. Februar 2018, 13.00 Uhr

  4.  Teil:

    Beginn Freitag, 13. April 2018, 15.00 Uhr

    Ende Sonntag, 15. April 2018, 13.00 Uhr



Ort Haus Humboldtstein
Am Humboldtstein, 53424 Remagen

http://www.haus-humboldtstein.de/anfahrt/ 

Leitung Sebastian Kempf, pro familia München

Dipl.-Sozialpädagoge, Sexualpädagoge


Stefanie Aumer, pro familia Regensburg

Diplom-Sozialpädagogin, Sexualpädagogin


ReferentInnen Dieter Schuchhardt, pro familia Frankfurt

Diplom-Pädagoge und Sexualpädagoge


Dr. Peter Rüttgers, pro familia Duisburg

Diplom-Pädagoge und Sexualpädagoge


Prof. Dr. jur. Julia Zinsmeister, Fachhochschule Köln

Rechtsfragen in der Sexualpädagogik


Ziele/Inhalte

Die Fortbildung Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit qualifiziert für die sexualpädagogische Tätigkeit in den Beratungsstellen der pro familia und vergleichbarer Einrichtungen. Sie vermittelt grundlegende sexualpädagogische Fachkenntnisse und Arbeitsmethoden und leitet zu einer kritischen Reflexion über den Einsatz von Methoden an. Die Fortbildung bietet so den notwendigen Raum für Praxisreflexion. Inklusion, Migrations- und Kultursensibilität, sexuelle Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit sind zusammengefasst als Diversity Management Querschnittsthemen der Fortbildung und werden in verschiedenen Arbeitseinheiten aufgerufen. Sexualfreundlichkeit und die Fokussierung auf sexuelle Rechte zieht sich ebenfalls als ein Querschnittsthema durch die Fortbildung. Zentral ist für eine rechtebasierte Sexualpädagogik die Freiwilligkeit der Angebote sowie die Wahrnehmung und Wahrung der Grenzen der jugendlichen KlientInnen und deren Recht auf Privatsphäre. Die Selbstreflexion eigener Werte und Normen bezüglich Sexualität und die Reflexion der beruflichen Rolle und Persönlichkeit ist integraler Bestandteil der Fortbildung.

Die Fortbildung besteht aus vier aufeinander aufbauenden Teilen.

Teil 1

  • Theorien über Sexualität
  • Sexualität im Fokus von Gesellschaft, Kulturen und Zeitgeschichte
  • Bedeutung in verschiedenen Lebensphasen
  • Sinnaspekte von Sexualität
  • Sexualität und Sprache
  • sexuelle Biografie
  • psychosexuelle Entwicklung von Kindern
  • psychosexuelle Entwicklung von Jugendlichen
  • sexuelle Sozialisation von Jungen und Mädchen (Gesellschaftliche Bedingungen aktuellen Aufwachsens von Jungen und Mädchen)
  • persönliche Einstellungen versus professionelle Haltung / Persönlichkeitslernen
  • aktuelle Studien zum Thema Jugendsexualität

Teil 2

  • Geschichte der Sexualpädagogik (in Deutschland)
  • Theoretische Ansätze aktueller Sexualpädagogik / sexueller Bildung
  • Rahmenbedingungen und Setting bei sexualpädagogischer Gruppenarbeit
  • Rechtebasierte sexualpädagogische Arbeit (Einsatz von ReferentInnen-Team)
  • Sexuelle Selbstbestimmung
  • sexualpädagogische Methoden
  • sexuelle Gesundheit
  • Verhütung
  • sexualpädagogische Arbeitsmaterialien

Recherche und Literaturarbeit zwischen Teil 2 und 3

  • Sexualität in Beziehungen / Solo-Sexualität
  • sexuelle Orientierung
  • Teenagerschwangerschaften und Kinderwunsch bei Jugendlichen (Fruchtbarkeit im Lebenslauf)

 Teil 3

  • Plenumsarbeit zu den Themen der Recherche und Literaturarbeit
  • Sexualität und Medien
  • Pornografie
  • Spannungsfeld Sexualpädagogik und Prävention von sexualisierter Gewalt (Zuständigkeiten)
  • Körperaufklärung und Körperwissen
  • HIV/AIDS und sexuell übertragbare Infektionen
  • sexualpädagogische Methoden

Teil 4

  • sexualpädagogische Methoden - schwierige Situationen in Gruppen
  • Sexualität und Kulturen
  • Elternarbeit
  • Themenfeld Gender und Queer
  • Rechtsfragen in der Sexualpädagogik (Fachvortrag durch Juristin)
  • Anlässe für sexualpädagogische Beratung und deren Grenzen
  • Umgang mit persönlichen Schwierigkeiten mit bestimmten Themen oder Situationen
  • Klärung offener Fragen
  • Auswertung und Evaluation
MethodenPlenumsdiskussion, Fachreferate, Falldarstellungen, Clustern, Kleingruppenarbeit, Rollenspiel mit Auswertung, Gruppendiskussion mittels Raumskala, Brainstorming, Einzelarbeit mit Fragebogen, Filmsichtung, Berücksichtigung der eigenen Biographie, berufsbezogene Selbstreflexion.
Zielgruppe
  • Fachkräfte der pro familia und anderer Einrichtungen, die für den Arbeitsbereich Sexualpädagogik neu eingestellt wurden und die notwendigen Kompetenzen für die sexualpädagogische Praxis erwerben möchten
Zulassungsvoraussetzungen

Die Teilnahme an der Fortbildung setzt voraus:

  • Abgeschlossenes (Fach-)Hochschulausbildung in dem Bereich folgender Grundberufe: SozialpädagogIn, Dipl.-PädagogIn, Bachelor Soziale Arbeit, Bachelor Pädagogik oder vergleichbare Qualifikation
  • Fortbildungsbegleitend werden der kontinuierliche Einsatz im sexualpädagogischen Arbeitsfeld und die fachliche Einbindung in eine Beratungsstelle vorausgesetzt.
  • Gruppenpädagogische Vorerfahrung wird vorausgesetzt.
  •  Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, ggfs. Übernahme von Kurzreferaten und/oder das strukturierte Vorstellen von Praxiserfahrungen
  • Bereitschaft zur Selbstreflexion
  • Für pro familia MitarbeiterInnen ist die Absolvierung des Grundkurses für neue MitarbeiterInnen Voraussetzung.
Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  € 740,00
MitarbeiterInnen externer Beratungseinrichtungen€ 924,00
FahrtkostenFahrtkosten werden nicht erstattet.
Unterkunft und VerpflegungDie Kosten für Unterkunft und Verpflegung (außer Getränke) in der gebuchten Tagungsstätte sind im Teilnahmebeitrag enthalten.
AnmeldungDiese Veranstaltung befindet sich derzeit nicht in der Ausschreibung.
Anmeldeschluss01.06.2017
Infos als Download2_2017_ausschreibung_grundl.sexpaed_kurs9_01.pdf (342 Ki)

HINWEIS

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche TeilnehmerIn nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent an.
  6. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten uns Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem TeilnehmerIn übernommen werden.
Die Fortbildung wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.

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