Sexualpädagogik Spezial

Update und Austausch für sexualpädagogische Fachkräfte


BeginnMontag, 04.12.2017, 15.00 Uhr
EndeDienstag, 05.12.2017, 15.00 Uhr
Ort Hoffmanns Höfe
Heinrich-Hoffmann-Straße 3, Tel: 069-6706100, 60528 Frankfurt am Main
Leitung Heike Pinne, pro familia Offenbach

Dipl.-Soz.päd., systemische Therapeutin, Sexualtherapeutin, Schwangerschaftsberaterin, Fortbilderin
Leitung der Beratungsstelle in Offenbach


ReferentInnen Prof. Dr. Nicola Döring

TU Ilmenau, Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft


Prof. Dr. Elisabeth Tuider, Universtität Kassel

Leitung des Fachgebiets Soziologie der Diversität


Winja Lutz, Psychotraumazentrum Leipzig e.V.

Erzieherin, Diplom bildende Künstlerin, MSc Psychologin, Traumafachberaterin,


Ziele/Inhalte

Sexualpädagogische Fachkräfte werden in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, mit MultiplikatorInnen und Institutionen kontinuierlich mit sich wandelnden Themen konfrontiert. Beständig müssen sie ihr Fachverständnis schärfen und auf aktuelle Debatten und Themen eingehen sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse in ihre Arbeit einbeziehen.

Ziel der Fortbildung ist es, Qualifizierung zu aktuellen sexualpädagogischen Themen anzubieten und ein fachliches Diskussionsforum bereitzustellen. Die Fortbildung richtet sich an sexualpädagogische Fachkräfte, die über berufliche Erfahrung und Grundlagenwissen verfügen.

 

Themen 

1. Online-Pornos – Cybermobbing- Sexting: Wie pädagogische Fachkräfte mit Internet-Risiken (nicht) umgehen sollten

Die große Mehrzahl der Jugendlichen nutzt heutzutage täglich Internet und Smartphone. Was genau tun Mädchen und Jungen den ganzen Tag online? Und wie sind die viel diskutierten Gefahren von Online-Pornos, Cybermobbing und Sexting einzuschätzen? Der Vortrag erläutert auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes, welche Rolle digitale Medien heutzutage beim sexuellen Erwachsenwerden spielen. Er möchte dazu anregen, auf digitale Risiken noch konsequenter mit fachlicher Professionalität zu reagieren. Dazu gehört auch die Anerkennung der vielfältigen Chancen der sexualbezogenen Internetnutzung für unterschiedliche Gruppen von Jugendlichen. Arbeitshilfen für die pädagogische Praxis und Impulse zur Klärung der eigenen Haltung runden die Darstellung der Jugendsexualität im Digitalzeitalter ab.

 

2. Trauma und Traumatisierung in der Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen Geflüchteten

Der Beitrag führt in den aktuellen Stand der Erkenntnisse über traumainformierte Arbeit ein und diskutiert die Verwendung des Traumabegriffs in der aktuellen Debatte um Geflüchtete in Deutschland.

3. Argumente für sexuelle Bildung in postfaktischen Zeiten: Vorwürfe gegen Sexualpädagogisches Arbeiten und Strategien des Umgangs

Der Beitrag beleuchtet folgenden Fragen: Wie lassen sich die Vorwürfe gegen sexualpädagogisches Arbeiten und sexuelle Vielfalt einordnen und bewerten? Welche professionellen und fachlichen Entgegnungen sind möglich? Welche Informationen benötigen Eltern und Multiplikator*Innen? Und welche Strategien des Umgangs lassen sich gerade in ‚postfaktischen Zeiten‘ finden, also Zeiten, in denen Sachargumente nicht mehr für alle gleichermaßen relevant sind?

Der Beitrag regt zu Diskussion über und Reflexion der fachlichen Handlungsstrategien an. Anschließend besteht die Möglichkeit, in einen interaktiven Austausch zu kommen.

MethodenFachreferate, Input, fachlicher Austausch Am ersten Tag wird es zwei Fachvorträge und die Möglichkeit zur Diskussion geben. Alle Teilnehmende sind aufgerufen, zu den Themen vorhandene Materialien mitzubringen und aus-zulegen. Am Abend besteht die Möglichkeit, am Materialien-tisch ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Am zweiten Tag sind ein weiterer Input mit anschließend aktivem Austausch und Positionsfindung geplant.
Zielgruppe
  • Sexualpädagogische Fachkräfte, die über Berufserfahrung und Grundlagenwissen verfügen
Zulassungsvoraussetzungen

Für die Teilnahme an der Fortbildung wird vorausgesetzt:

  • sexualpädagogische Berufserfahrung,
  • Teilnahme an der Fortbildung Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit oder vergleichbarer grundlegender Qualifizierungen,
  • Bereitschaft zum aktiven Einbringen eigener Erfahrungen, Diskussionsbeiträge und Themen,
  • Bereitschaft zur Selbstreflexion.
  • Für pro familia MitarbeiterInnen besteht die Grundkurspflicht.
Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  € 150,00
FahrtkostenFahrtkosten werden nicht erstattet.
Unterkunft und VerpflegungDie Kosten für Unterkunft und Verpflegung (außer Getränke) in der gebuchten Tagungsstätte sind im Teilnahmebeitrag enthalten.
AnmeldungDiese Veranstaltung befindet sich derzeit nicht in der Ausschreibung.
Anmeldeschluss16.11.2017
Infos als Download2_2017_Ausschreibung_Sexpaed_Spezial.pdf (0 )

HINWEIS

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche TeilnehmerIn nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent an.
  6. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten uns Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem TeilnehmerIn übernommen werden.
Die Fortbildung wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.

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