Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in den Fortbildungen umsetzen

Qualifizierung für Trainer*innen des Bundesverbands pro familia


BeginnFreitag, 13.12.2019, 13.30 Uhr
EndeSamstag, 14.12.2019, 16.00 Uhr
Ort
Hotel Lenz
Leipzigerstr. 122 - 124, 36037 Fulda , Fulda
Leitung Dr. Miriam Hansen

Psychologin, systemische Beraterin, Operative Leitung des Interdisziplinären Kollegs Hochschuldidaktik der Universität Frankfurt am Main


ReferentInnen Prof. Dr. Utan Schirmer

Alice Salomon Hochschule Berlin, Professor für Soziologie, Erfahrungen als systemischer Berater (DGSF), u.a. Trans*Beratung Göttingen


Kevin Rosenberger

Akademie Waldschlösschen, Bildungswissenschaften und Psychologie M.A., Projektkoordinator des Modellprojektes „Akzeptanz für Vielfalt – gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit“


Ziele/Inhalte

pro familia setzt sich für die Repräsentation und Anerkennung von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in allen Bildungs- und Beratungsangeboten ein.

In der Fortbildung soll eine fachliche Auseinandersetzung mit dem aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Stand der Debatte um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gestärkt und vertieft werden. Die Fortbildung möchte einen Überblick über das Diskursfeld bieten, jeodch den Fokus im ersten Teil auf trans*geschlechtliche Vielfalt legen. Anschließend werden erwachsenenpädagogische Methoden erprobt und Impulse für die Umsetzung in den Fortbildungen gegeben und vertieft. Im Mittelpunkt der Fortbildung stehen daher der fachliche Austausch und die Erarbeitung konkreter Handlungsinstrumente für den Einsatz in den pro familia Fortbildungen.

  • Prof. Dr. Utan Schirmer: (Trans*)geschlechtliche Vielfalt – aktuelle gesellschaftliche Debatten und Entwicklungen
    Transgeschlechtliche Lebensweisen werden seit einigen Jahren (nicht nur) in Deutschland vermehrt sichtbar – sowohl in medialen Repräsentationen und öffentlichen Debatten als auch auf der Ebene des gelebten Alltags. Trans*aktivistische Kämpfe haben dazu beigetragen, die gesellschaftlichen, rechtlichen und medizinischen Bedingungen der Lebbarkeit unterschiedlicher geschlechtlicher Seinsweisen entscheidend zu verändern. Die damit einhergehenden Erweiterungen von geschlechtlichen Möglichkeiten bleiben bislang allerdings unabgeschlossen und sehen sich zudem konfrontiert mit Gegenbewegungen, die eine strikt zweigeschlechtliche und heteronormative Geschlechterordnung zu verteidigen suchen. 
    Diese aktuellen, teils widersprüchlichen Entwicklungen sollen im Input einführend beleuchtet werden. Mit den Teilnehmenden diskutiert werden soll, welche Herausforderungen und Möglichkeiten sich daraus für (Sexual-)Beratungs- und sexualpädagogische Kontexte ergeben können.
     
  • Kevin Rosenberger: Methodenreflexion für Regenbogenkompetenz
    Für Berater*innen, die adäquat und bedürfnisgerecht queere Menschen begleiten wollen, ist es erforderlich sich mit den eigenen Erfahrungen, aber auch den gesellschaftlich und familiär vermittelten Werten in Bezug auf geschlechtliche Vielfalt, sexuelle Orientierung sowie den Umgang mit Vielfalt und Diversität auseinanderzusetzen. Im Beitrag werden Methoden vorgestellt und geübt, die eine eigene Reflexion anregen. Darüberhinaus wird die Reflexion zum adäquaten Einsatz möglicher Methoden für unterschiedliche Zielgruppen angeleitet.
MethodenElemente der Wissensvermittlung, Arbeit in Kleingruppen, Plenumsdiskussion, professionelle Selbstreflexion
Zielgruppe
  • 12 Trainer*innen des Bundesverbands pro familia
Zulassungsvoraussetzungen
Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  kostenlos
Fahrtkosten

Fahrtkosten werden erstattet.

Unterkunft und Verpflegung

Die Teilnahme ist für die Trainer*innen des pro familia Bundesverbands kostenfrei. Übernachtung und Verpflegung im Rahmen der Tagungspauschale werden vom pro familia Bundesverband übernommen.

AnmeldungDiese Veranstaltung befindet sich derzeit nicht in der Ausschreibung.
Anmeldeschluss26.08.2019
Infos als Download2_2019_Ausschreibung_Train_the_trainer_01.pdf (230 Ki)

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche TeilnehmerIn nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent an.
  6. Bei Absagen zur Teilnahme am pro familia Grundkurs für neue Mitarbeiter*innen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn entstehen Bearbeitungsgebühren von 50 €, wenn der Platz nicht neu besetzt werden kann.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten dem pro familia Bundesverband Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem Teilnehmenden übernommen werden.
  8. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.

Corona-bedingte Änderungen der Veranstaltung

Aufgrund der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten seit März 2020 auch Fortbildungsveranstaltungen des pro familia Bundesverbandes abgesagt werden oder kurzfristig als Online-Veranstaltung stattfinden. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass es auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 und darüber hinaus zu kurzfristigen Absagen oder Änderungen der Veranstaltung kommen kann, wenn seitens der Behörden Veranstaltungen und Reisetätigkeiten erneut oder weiterhin eingeschränkt werden.

Dennoch planen wir aktuell Präsenz-Fortbildungsveranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte, für die Sie sich verbindlich anmelden können. Sollten die Fortbildungen aufgrund der Ausbreitung des Virus nicht wie geplant stattfinden können, wird im Einzelfall geprüft, ob die Veranstaltung entfallen muss oder ggfs. Online-Alternativen geplant werden können. Diese Entscheidung ist abhängig von Terminkapazitäten der Trainer*innen und Tagungshäuser sowie der Inhalte und Methoden der Fortbildung. Sollte es notwendig sein, die Fortbildung online stattfinden zu lassen, verringert dies den Teilnahmebetrag nicht, da uns durch die technischen Voraussetzungen und den Mehraufwand der Trainer*innen Mehrkosten entstehen.

Die Fortbildung wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.


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