Grundlagen der Sozial- und Konfliktberatung bei Schwangerschaft, Kurs 67

Dreiteilige Fortbildung


BeginnMittwoch, 09.09.2020, 15.00 Uhr
EndeSamstag, 28.11.2020, 13.00 Uhr
Besonderheiten

Teil 1
Beginn:
Mittwoch, 09. September 2020, 15.00 Uhr
Ende: Samstag, 12. September 2020, 13.00 Uhr


Teil 2
Beginn: Mittwoch, 28. Oktober 2020, 15.00 Uhr
Ende: Samstag, 31. Oktober 2020, 13.00 Uhr


Teil 3
Beginn:
Mittwoch, 25. November 2020, 15.00 Uhr
Ende: Samstag, 28. November 2020, 13.00 Uhr




Ort
Hoffmanns Höfe
Heinrich-Hoffmann-Straße 3, Tel: 069-6706100, 60528 Frankfurt am Main
Leitung Gabriel Reuter-van Husen

Dipl. Sozialarbeiterin, Systemische Beraterin und Therapeutin (SG), pro familia Troisdorf


Miriam Seel, pro familia Darmstadt

Dipl. Soziologin, M.A. Beratung und Sozialrecht Fortbilderin, Schwangerschaftsberaterin pro familia Darmstadt 


ReferentInnen Dr. Hans Georg Koch, Max-Planck- Institut für Ausländisches und Internationales Strafrecht, Freiburg

Christina Krause

Rechtsanwältin, Fachanwältin für Sozialrecht, gesetzliche Betreuerin, Offenbach


Tanja Keil/Silke Mandler, Regierungspräsidium Gießen

Dr. med. Samuel Fischmann

Gynäkologe, Offenbach


Ziele/Inhalte

Generelles Ziel der Fortbildung ist die Erweiterung der –  von der Berufsausbildung der Teilnehmenden her in Grundzügen vorausgesetzten – Beratungskompetenz unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen, die in der § 219 (StGB)-Beratung gegeben sind.

Im ersten Teil werden durch Fachreferate juristische, sozialrechtliche und medizinische Kenntnisse vermittelt, die wesentliche Voraussetzungen für die gesetzlich vorgeschriebene soziale und medizinische Beratung sind. Es soll die Auseinandersetzung mit der eigenen Standortbestimmung und die Sensibilisierung für die Beratung im Spannungsfeld zwischen strafrechtlich verankerter Pflichtberatung und dem Fachverständnis für psychosoziale Beratung im Kontext sexueller und reproduktiver Rechte stattfinden.

Im zweiten Teil werden die Kenntnisse der Systematik der sozialrechtlichen Beratung vertieft. In Fachreferaten werden u.a. das Sozialhilferecht und das Verfahren zur Regelung zur Vertraulichen Geburt behandelt. Es werden die Ziele, Hintergründe und rechtlichen Auswirkungen des Gesetzes behandelt. Die Übertragung des Gelernten in den beruflichen Alltag wird reflektiert und in Rollenspielen eingeübt, aufgetauchte Fragen erörtert.

Der dritte Teil soll die Berater*innen für den Umgang mit den besonderen Bedingungen dieser Beratung vorbereiten. Eine wichtige Komponente ist in diesem Kontext die Entwicklung einer eigenen beraterischen Haltung. Dafür werden diese besonderen Bedingungen aus Sicht der Klientin und aus Berater*innensicht beleuchtet, verschiedene Methoden der Gesprächsführung und Techniken vorgestellt und geübt. Dies schließt die berufsbezogene Selbstreflexion darüber ein, wann und wie eigene Einstellungen und Wertehaltungen in die Beratung einfließen können.

MethodenFachreferate, Falldarstellungen, Arbeitsgruppen, Gruppengespräche, Rollenspiele, Elemente aus der Gesprächsführung, Berücksichtigung der eigenen Biographie, berufsbezogene Selbstreflexion
Zielgruppe
  • Insbesondere neu eingestellte Fachkräfte, die die Schwangerschaftsberatung nach dem derzeit geltenden Recht durchführen.
Zulassungsvoraussetzungen

Nach Übereinkunft zwischen dem Bundesverband und den pro familia Landesverbänden wird für die Beschäftigten, die § 219 (StGB)-Beratung durchführen, vorausgesetzt:

  • eine abgeschlossene (Fach-) Hochschulausbildung als Sozialarbeiter*in oder Pädagog*in oder Psycholog*in oder eine vergleichbare Qualifikation oder eine abgeschlossene Ausbildung als Ärztin/Arzt oder Hebamme

     

    Für die Teilnahme an der Fortbildung wird vorausgesetzt:
  • bereits einige Monate Praxis in der § 219 (StGB)-Beratung und/oder anderen Gebieten der psychosozialen Beratung
  • Einführung der neue Mitarbeiter*in in das Arbeitsgebiet, mindestens in Form von Hospitationen.
  • psychosoziale Beratungskompetenz in Grundzügen (z.B. durch einschlägige Seminare oder Kurse, die sie während des Studiums belegt hatten - und/oder in ihrer bisherigen Berufspraxis erworben haben.)
  • aktive Mitarbeit und die Bereitschaft zur Selbstreflexion
  • Für pro familia Mitarbeiter*innen die Absolvierung des Grundkurses für neue Mitarbeiter*innen
Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  € 615,00
MitarbeiterInnen externer Beratungseinrichtungen€ 768,00
Fahrtkosten

Fahrtkosten werden nicht erstattet.

Unterkunft und Verpflegung

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung im Tagungshaus werden für alle Teilnehmenden übernommen. Getränke außerhalb der Tagungspauschale müssen selbst gezahlt werden.

AnmeldungOnline-Anmeldung
Anmeldeschluss15.06.2020
Infos als Download02_2020_Ausschreibung_219_kurs67.pdf (494 Ki)

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche TeilnehmerIn nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent an.
  6. Bei Absagen zur Teilnahme am pro familia Grundkurs für neue Mitarbeiter*innen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn entstehen Bearbeitungsgebühren von 50 €, wenn der Platz nicht neu besetzt werden kann.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten dem pro familia Bundesverband Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem Teilnehmenden übernommen werden.
  8. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.

Corona-bedingte Änderungen der Veranstaltung

Aufgrund der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten seit März 2020 auch Fortbildungsveranstaltungen des pro familia Bundesverbandes abgesagt werden oder kurzfristig als Online-Veranstaltung stattfinden. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass es auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 und darüber hinaus zu kurzfristigen Absagen oder Änderungen der Veranstaltung kommen kann, wenn seitens der Behörden Veranstaltungen und Reisetätigkeiten erneut oder weiterhin eingeschränkt werden.

Dennoch planen wir aktuell Präsenz-Fortbildungsveranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte, für die Sie sich verbindlich anmelden können. Sollten die Fortbildungen aufgrund der Ausbreitung des Virus nicht wie geplant stattfinden können, wird im Einzelfall geprüft, ob die Veranstaltung entfallen muss oder ggfs. Online-Alternativen geplant werden können. Diese Entscheidung ist abhängig von Terminkapazitäten der Trainer*innen und Tagungshäuser sowie der Inhalte und Methoden der Fortbildung. Sollte es notwendig sein, die Fortbildung online stattfinden zu lassen, verringert dies den Teilnahmebetrag nicht, da uns durch die technischen Voraussetzungen und den Mehraufwand der Trainer*innen Mehrkosten entstehen.

Die Fortbildung wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.


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