Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit (Kurs 11)

Vierteilige Fortbildung für Sexualpädagog*innen


BeginnFreitag, 27.09.2019, 15.00 Uhr
EndeSonntag, 26.04.2020, 13.00 Uhr
Besonderheiten
  1. Teil:

    Beginn Freitag, 27. September 2019, 15.00 Uhr

    Ende Sonntag, 29. September 2019, 13.00 Uhr

  2. Teil:

    Beginn Freitag, 8. November 2019, 15.00 Uhr

    Ende Sonntag, 10. November 2019, 13.00 Uhr

  3. Teil:

    Beginn Donnerstag, 6. Februar 2020, 15.00 Uhr

    Ende Sonntag, 9. Februar 2020, 13.00 Uhr

  4.  Teil:

    Beginn Freitag, 24. April 2020, 15.00 Uhr

    Ende Sonntag, 26. April 2020, 13.00 Uhr


Teil 1, 2 und 4: Gästehaus am Luisenpark, Erfurt und Teil 3: Hoffmanns Höfe, Frankfurt am Main

Ort
Hoffmanns Höfe
Heinrich-Hoffmann-Straße 3, Tel: 069-6706100, 60528 Frankfurt am Main
Gästehaus "Am Luisenpark"
Winzerstr. 21, 99094 Erfurt
Leitung Sebastian Kempf, pro familia München

Dipl.-Sozialpädagoge, Sexualpädagoge


Stefanie Sha

BA Erziehungswissenschaften, Master Psychosoziale Beratung und Recht, Sexualpädagogin, Frauen beraten e.V.


ReferentInnen Dieter Schuchhardt, pro familia Frankfurt

Diplom-Pädagoge und Sexualpädagoge


Dr. Peter Rüttgers, pro familia Duisburg

Diplom-Pädagoge und Sexualpädagoge


Prof. Dr. jur. Julia Zinsmeister, Fachhochschule Köln

Rechtsfragen in der Sexualpädagogik


Ziele/Inhalte

Die Fortbildung Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit qualifiziert für die sexualpädagogische Tätigkeit in den Beratungsstellen der pro familia und vergleichbarer Einrichtungen. Sie vermittelt grundlegende sexualpädagogische Fachkenntnisse und Arbeitsmethoden und leitet zu einer kritischen Reflexion über den Einsatz von Methoden an. Die Fortbildung bietet so den notwendigen Raum für Praxisreflexion. Der Schwerpunkt liegt auf der theoretischen und methodischen Qualifizierung zur Arbeit mit Jugendlichen und jugendlichen Gruppen. Um Transparenz in der sexualpädagogischen Arbeit herzustellen, gilt es auch Lehrkräfte und Eltern angemessen zu beteiligen. Auch für diesen sexualpädagogische Arbeitsbereich vermittelt die Fortbildung Arbeitsansätze.

Ziel der Fortbildung ist es, eine menschenrechtsbasierte sexualpädagogische Haltung zu vermitteln. Dazu gehört unter anderem die Anerkennung der jugendlichen Klient*innen als Rechteinhaber*innen sowie die Wahrnehmung und Wahrung der Grenzen der jugendlichen Klient*innen und deren Recht auf Privatsphäre. Dies erfordert, die eigene Berufsrolle als sexualpädagogische Fachkraft zu reflektieren und die Teilnehmenden für Aspekte des Persönlichkeitslernens zu sensibilisieren.

Inklusion, Migrations- und Kultursensibilität, sexuelle Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit sind zusammengefasst als Diversity Management Querschnittsthemen der Fortbildung und werden in verschiedenen Arbeitseinheiten aufgerufen. Für den Umgang mit verschiedenen Werte-Haltungen wird sensibilisiert. Sexualfreundlichkeit und die Fokussierung auf sexuelle Rechte und positive Aspekte von Sexualität zieht sich ebenfalls als ein Querschnittsthema durch die Fortbildung.

Die Fortbildung besteht aus vier aufeinander aufbauenden Teilen.

Teil 1: Sexualitäten und Entwicklungen

  • Theorien über Sexualität
  • Sexualität im Fokus von Gesellschaft, Kulturen und Zeitgeschichte
  • Bedeutung in verschiedenen Lebensphasen
  • Sinnaspekte von Sexualität
  • Sexualität und Sprache
  • sexuelle Biografie
  • psychosexuelle Entwicklung von Kindern
  • psychosexuelle Entwicklung von Jugendlichen
  • sexuelle Sozialisation von Heranwachsenden (Gesellschaftliche Bedingungen aktuellen Aufwachsens von Jugendlichen)
  • persönliche Einstellungen versus professionelle Haltung
  • aktuelle Studien zum Thema Jugendsexualität

 

Teil 2: Sexualpädagogik in Theorie und Praxis

  • Geschichte der Sexualpädagogik (in Deutschland)
  • Theoretische Ansätze aktueller Sexualpädagogik / sexueller Bildung
  • Rahmenbedingungen und Setting bei sexualpädagogischer Gruppenarbeit
  • Sexuelle Selbstbestimmung
  • sexualpädagogische Methoden
  • sexuelle Gesundheit
  • Verhütung
  • sexualpädagogische Arbeitsmaterialien

 

Recherche und Literaturarbeit zwischen Teil 2 und 3

  • Sexualität in Beziehungen / Solo-Sexualität
  • sexuelle Orientierung
  • Teenagerschwangerschaften und Kinderwunsch bei Jugendlichen (Fruchtbarkeit im Lebenslauf)

 

Teil 3: Themenfelder sexualpädagogischer Gruppenarbeit

  • Plenumsarbeit zu den Themen der Recherche und Literaturarbeit
  • Sexualität und Medien
  • Pornografie
  • Spannungsfeld Sexualpädagogik und Prävention von sexualisierter Gewalt (Zuständigkeiten)
  • Körperaufklärung und Körperwissen
  • HIV/AIDS und sexuell übertragbare Infektionen
  • sexualpädagogische Methoden
  • Rechtebasierte sexualpädagogische Arbeit (Einsatz von Referent*innen-Team)
  • Rechtsfragen in der Sexualpädagogik (Fachvortrag durch Juristin)

 

Teil 4: Pädagogische Kompetenzen und Querschnittsthemen

  • sexualpädagogische Methoden – herausfordernde Situationen in Gruppen
  • Sexualität und Kulturen
  • Elternarbeit
  • Themenfeld Geschlecht und sexuelle Orientierung (gender und queer)
  • Anlässe für sexualpädagogische Beratung und deren Grenzen
  • Berufsrollenreflexion
  • Auswertung und Evaluation
MethodenPlenumsdiskussion, Fachreferate, Falldarstellungen, Clustern, Kleingruppenarbeit, Rollenspiel mit Auswertung, Gruppendiskussion mittels Raumskala, Brainstorming, Einzelarbeit mit Fragebogen, Filmsichtung, Berücksichtigung der eigenen Biographie, berufsbezogene Selbstreflexion.
Zielgruppe
  • Fachkräfte der pro familia und anderer Einrichtungen, die für den Arbeitsbereich Sexualpädagogik neu eingestellt wurden und die notwendigen Kompetenzen für die sexualpädagogische Praxis erwerben möchten
Zulassungsvoraussetzungen

Die Teilnahme an der Fortbildung setzt voraus:

  • Abgeschlossenes (Fach-)Hochschulausbildung in dem Bereich folgender Grundberufe: SozialpädagogIn, Dipl.-PädagogIn, Bachelor Soziale Arbeit, Bachelor Pädagogik oder vergleichbare Qualifikation
  • Fortbildungsbegleitend werden der kontinuierliche Einsatz im sexualpädagogischen Arbeitsfeld und die fachliche Einbindung in eine Beratungsstelle vorausgesetzt.
  • Gruppenpädagogische Vorerfahrung wird vorausgesetzt.
  • Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, ggfs. Übernahme von Kurzreferaten und/oder das strukturierte Vorstellen von Praxiserfahrungen
  • Bereitschaft zur Selbstreflexion
  • Für pro familia MitarbeiterInnen ist die Absolvierung des Grundkurses für neue MitarbeiterInnen Voraussetzung.
Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  € 740,00
MitarbeiterInnen externer Beratungseinrichtungen€ 924,00
Fahrtkosten

Fahrtkosten werden nicht erstattet.

Unterkunft und Verpflegung

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (außer Getränke) in der gebuchten Tagungsstätte sind im Teilnahmebeitrag enthalten.

AnmeldungDiese Veranstaltung befindet sich derzeit nicht in der Ausschreibung.
Anmeldeschluss02.06.2019
Infos als Download2_2019_ausschreibung_grundl.sexpaed_kurs11_01.pdf (342 Ki)

HINWEIS

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche TeilnehmerIn nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent an.
  6. Bei Absagen zur Teilnahme am pro familia Grundkurs für neue Mitarbeiter*innen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn entstehen Bearbeitungsgebühren von 50 €, wenn der Platz nicht neu besetzt werden kann.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten dem pro familia Bundesverband Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem Teilnehmenden übernommen werden.
  8. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.

Die Fortbildung wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.


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