Sexualpädagogische Konzeptarbeit für Institutionen

BeginnFreitag, 06.12.2019, 14.00 Uhr
EndeSonntag, 08.12.2019, 13.00 Uhr
Ort
Hoffmanns Höfe
Heinrich-Hoffmann-Straße 3, Tel: 069-6706100, 60528 Frankfurt am Main
Leitung Sven Vöth-Kleine

Dipl.-Sozialpädagoge, Sexualpädagoge (gsp), Systemischer Organisationsberater, Supervisor und Coach (DGSF), pro familia Hamburg


Annika Arens

Dipl.-Sozialpädagogin, Sexualpädagogin (isp), Traumapädagogin/Trauma-zentrierte Fachberaterin, (DeGPT, Institut Berlin), pro familia Hamburg


Ziele/Inhalte

Gesellschaftlich ist das Bewusstsein für die Befähigung zur selbstbestimmten Sexualität und Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt gewachsen. In diesem Zuge werden sexualpädagogische Fachkräfte verstärkt von Organisationen, Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, (schulischen) Bildungseinrichtungen und anderen Institutionen angefragt, Organisationsentwicklungsprozesse hinsichtlich Konzeptionen, Erweiterung von bestehenden Leitbildern oder Schutzkonzepten zu begleiten.

In der Konzeptarbeit mit Institutionen und Einrichtungen haben sexualpädagogische Fachkräfte zwei Aufgaben, die vereint werden wollen: Sie sollen die Bedarfe der Institutionen als Auftraggeber*innen aufgreifen und dabei gesetzliche Rahmenbedingungen bzw. bestehende Rahmenrichtlinien beachten. Und sie sollen in ihrer Rolle als Anwält*innen der sexuellen und reproduktiven Rechte von Kindern und Jugendlichen darauf hinwirken, dass diese im Leitbild und Konzept der Einrichtungen und im Selbstverständnis der Mitarbeiter*innen ihren Platz finden. In diesem Werte-, Haltungs- und Reflexionsprozess besteht darüber hinaus die Anforderung für sexualpädagogische Fachkräfte, die finale Entscheidungshoheit der Konzeptausformulierung an die jeweiligen Auftraggeber*innen zu übergeben.

Für die Begleitung von Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, soll die Fortbildung Grundlagenwissen über Organisations- und Konzeptentwicklungsprozesse und die Funktion und Prinzipien jeweilig bestehender institutioneller Leitbilder vermitteln. Dabei werden sowohl die Ressourcen und Möglichkeiten, als auch die Grenzen einer Begleitung durch pädagogische Fachkräfte thematisiert. Die Fortbildung unterstützt Fachkräfte, entsprechende Angebote für Institutionen zu entwickeln und Prozessabläufe zu konzipieren.

Die Inhalte der Fortbildung sind:

  • Sexuelle und reproduktive Rechte / sexuelle Selbstbestimmung als Leitthema in Prozessbegleitung
  • Funktionen, Prinzipien und Vorteile von (sexualpädagogischen) Konzepten und Schutzkonzepten
  • Auftragsklärung und Rahmenbedingungen für sexualpädagogische Konzeptentwicklungsprozesse
  • Rahmenbedingungen für Angebotsimplementierung in den Einrichtungen
  • Input über und Erprobung von Konzeptentwicklungstools
  • Einblick in die (gesetzlichen) Rahmenbedingungen der Auftrag gebenden Institutionen
  • Prozessberaterische, prozessbegleitende und konzeptionelle Methoden
  • Methoden und Bausteine einer sexualpädagogischen Konzeptentwicklung
  • Sichtung und Auswertung von bereits bestehenden sexualpädagogischen Einrichtungskonzepten
  • Ergebnissicherung und Praxistransfer

In der Fortbildung sind Abendeinheiten geplant.

MethodenInput, Plenum, Kleingruppen, Soziometrie, Skulpturarbeit, Rollenspiel, Timeline, Matrixarbeit, Skalierung, Fokusgruppen, Gesprächstraining, Selbstreflexion. In der Fortbildung ist u.a. Binnendifferzierung der Gruppe geplant, was im Lernprozess Begleitung kleinerer (Halb-)Gruppen bedeutet. Diese Herangehensweise dient gleichzeitig als Lehrmodell für die spätere Konzeptentwicklung der einzelnen Institutionen.
Zielgruppe
  • Die Fortbildung richtet sich an 20 sexualpädagogische Fachkräfte, die im genannten Feld arbeiten oder neu einsteigen möchten. Eine Anmeldung als Tandem ist möglich und wird als gewinnbringend gesehen.
Zulassungsvoraussetzungen
  • Abgeschlossenes (Fach-)Hochschulausbildung in dem Bereich folgender Grundberufe: Sozialpädagog*in, Dipl.-Pädagog*in, Bachelor Soziale Arbeit, Bachelor Pädagogik oder vergleichbare Qualifikation
  • Absolvierung der Fortbildung Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit von pro familia oder eine vergleichbare Qualifizierung
  • Bereitschaft zur Selbstreflexion und aktiven Teilnahme
  • Für pro familia Mitarbeiter*innen ist die Absolvierung des Grundkurses für neue haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen Voraussetzung
Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  € 185,00
MitarbeiterInnen externer Beratungseinrichtungen€ 231,00
Fahrtkosten

Fahrtkosten werden nicht erstattet.

Unterkunft und Verpflegung

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (außer Getränke) in der gebuchten Tagungsstätte sind im Teilnahmebeitrag enthalten.

AnmeldungOnline-Anmeldung
Anmeldeschluss20.09.2019
Infos als Download2_2019_ausschreibung_sex_und_instituionen.pdf (323 Ki)

HINWEIS

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche TeilnehmerIn nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent an.
  6. Bei Absagen zur Teilnahme am pro familia Grundkurs für neue Mitarbeiter*innen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn entstehen Bearbeitungsgebühren von 50 €, wenn der Platz nicht neu besetzt werden kann.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten dem pro familia Bundesverband Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem Teilnehmenden übernommen werden.
  8. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.

Die Fortbildung wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.


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