Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit (Kurs 10)

Vierteilige Fortbildung für SexualpädagogInnen von pro familia und vergleichbarer Einrichtungen


BeginnFreitag, 21.09.2018, 15.00 Uhr
EndeSonntag, 07.04.2019, 13.00 Uhr
Besonderheiten1. Teil in Meinhard-Grebendorf
Beginn                                                 Freitag, 21. September 2018, 15.00 Uhr
Ende                                                     Sonntag, 23. September 2018, 13.00 Uhr

2. Teil in Meinhard-Grebendorf
Beginn                                                 Freitag, 16. November 2018, 15.00 Uhr
Ende                                                     Sonntag, 18. November 2018, 13.00 Uhr

3. Teil in Meinhard-Grebendorf          
Beginn                                                 Donnerstag, 7. Februar 2019, 15.00 Uhr
Ende                                                     Sonntag, 10. Februar 2019, 13.00 Uhr

              


4. Teil in Frankfurt                         
Beginn                                                 Freitag, 5. April 2019, 15.00 Uhr
Ende                                                     Sonntag, 7. April 2019, 13.00 Uhr
Ort Kochsberg Europa-Akademie
Kochsberg 1, Tel. 05651 3394060 , 37276 Meinhard-Grebendorf Hoffmanns Höfe
Heinrich-Hoffmann-Straße 3, Tel: 069-6706100, 60528 Frankfurt am Main
Leitung Sven Vöth-Kleine, pro familia Hamburg

Dipl.-Soz. Pädagoge und Sexualpädagoge


Silke Moritz, pro familia Hamburg

Dipl.-Soz. Pädagogin, Sexualpädagogin


ReferentInnen Dieter Schuchhardt, pro familia Frankfurt

Diplom-Pädagoge und Sexualpädagoge


Dr. Peter Rüttgers, pro familia Duisburg

Diplom-Pädagoge und Sexualpädagoge


Prof. Dr. jur. Julia Zinsmeister, Fachhochschule Köln

Rechtsfragen in der Sexualpädagogik


Ziele/Inhalte

Die Fortbildung Grundlagen sexualpädagogischer Arbeit qualifiziert für die sexualpädagogische Tätigkeit in den Beratungsstellen der pro familia und vergleichbarer Einrichtungen. Sie vermittelt grundlegende sexualpädagogische Fachkenntnisse und Arbeitsmethoden und leitet zu einer kritischen Reflexion über den Einsatz von Methoden an. Die Fortbildung bietet so den notwendigen Raum für Praxisreflexion. Der Schwerpunkt liegt auf der theoretischen und methodischen Qualifizierung zur Arbeit mit Jugendlichen und jugendlichen Gruppen. Um Transparenz in der sexualpädagogischen Arbeit herzustellen, gilt es auch Lehrkräfte und Eltern angemessen zu beteiligen. Auch für diesen sexualpädagogische Arbeitsbereich vermittelt die Fortbildung Arbeitsansätze.

Ziel der Fortbildung ist es, eine menschenrechtsbasierte sexualpädagogische Haltung zu vermitteln. Dazu gehört unter anderem die Anerkennung der jugendlichen Klient*innen als Rechteinhaber*innen sowie die Wahrnehmung und Wahrung der Grenzen der jugendlichen Klient*innen und deren Recht auf Privatsphäre. Dies erfordert die eigene Berufsrolle als sexualpädagogische Fachkraft zu reflektieren und die Teilnehmenden für Aspekte des Persönlichkeitslernens zu sensibilisieren.

Inklusion, Migrations-, und Kultursensibilität, sexuelle Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit sind zusammengefasst als Diversity Management Querschnittsthemen der Fortbildung und werden in verschiedenen Arbeitseinheiten aufgerufen. Für den Umgang mit verschiedenen Werte-Haltungen wird sensibilisiert. Sexualfreundlichkeit und die Fokussierung auf sexuelle Rechte und positive Aspekte von Sexualität zieht sich ebenfalls als ein Querschnittsthema durch die Fortbildung.

Die Fortbildung besteht aus vier aufeinander aufbauenden Teilen.

 

Teil 1

  • Theorien über Sexualität
  • Sexualität im Fokus von Gesellschaft, Kulturen und Zeitgeschichte
  • Bedeutung in verschiedenen Lebensphasen
  • Sinnaspekte von Sexualität
  • Sexualität und Sprache
  • sexuelle Biografie
  • psychosexuelle Entwicklung von Kindern
  • psychosexuelle Entwicklung von Jugendlichen
  • sexuelle Sozialisation von Heranwachsenden (Gesellschaftliche Bedingungen aktuellen Aufwachsens von Jugendlichen)
  • persönliche Einstellungen versus professionelle Haltung
  • aktuelle Studien zum Thema Jugendsexualität

Teil 2

  • Geschichte der Sexualpädagogik (in Deutschland)
  • Theoretische Ansätze aktueller Sexualpädagogik / sexueller Bildung
  • Rahmenbedingungen und Setting bei sexualpädagogischer Gruppenarbeit
  • Rechtebasierte sexualpädagogische Arbeit (Einsatz von Referent*innen-Team)
  • Sexuelle Selbstbestimmung
  • sexualpädagogische Methoden
  • sexuelle Gesundheit
  • Verhütung
  •  sexualpädagogische Arbeitsmaterialien

Recherche und Literaturarbeit zwischen Teil 2 und 3

  • Sexualität in Beziehungen / Solo-Sexualität
  • sexuelle Orientierung
  • Teenagerschwangerschaften und Kinderwunsch bei Jugendlichen (Fruchtbarkeit im Lebenslauf)

Teil 3

  • Plenumsarbeit zu den Themen der Recherche und Literaturarbeit
  • Sexualität und Medien
  •  Pornografie
  • Spannungsfeld Sexualpädagogik und Prävention von sexualisierter Gewalt (Zuständigkeiten)
  • Körperaufklärung und Körperwissen
  • HIV/AIDS und sexuell übertragbare Infektionen
  • sexualpädagogische Methode

Teil 4

  • sexualpädagogische Methoden – herausfordernde Situationen in Gruppen
  • Sexualität und Kulturen
  • Elternarbeit
  • Themenfeld Geschlecht und sexuelle Orientierung (gender und queer)
  • Rechtsfragen in der Sexualpädagogik (Fachvortrag durch Juristin)
  • Anlässe für sexualpädagogische Beratung und deren Grenzen
  • Berufsrollenreflexion
  • Klärung offener Fragen
  • Auswertung und Evaluation
MethodenPlenumsdiskussion, Fachreferate, Falldarstellungen, Clustern, Kleingruppenarbeit, Rollenspiel mit Auswertung, Gruppendiskussion, Soziometrie, Brainstorming, Einzelarbeit, Filmsichtung, Vernissage, Stationen-Rallye, Sichtung digitaler Materialien und Angebote, Reflexion, berufsbezogene Selbstreflexion.
Zielgruppe
  • Sexualpädagogische Fachkräfte der pro familia und vergleichbarer Einrichtungen
Zulassungsvoraussetzungen

Die Teilnahme an der Fortbildung setzt voraus:

  • Abgeschlossenes (Fach-)Hochschulausbildung in dem Bereich folgender Grundberufe: Sozialpädagog*in, Dipl.-Pädagog*in, Bachelor Soziale Arbeit, Bachelor Pädagogik oder vergleichbare Qualifikation
  • Fortbildungsbegleitend werden der kontinuierliche Einsatz im sexualpädagogischen Arbeitsfeld und die fachliche Einbindung in eine Beratungsstelle vorausgesetzt.
  • Gruppenpädagogische Vorerfahrung wird vorausgesetzt.
  • Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, ggfs. Übernahme von Kurzreferaten und/oder das strukturierte Vorstellen von Praxiserfahrungen
  • Bereitschaft zur Selbstreflexion
  • Für pro familia Mitarbeiter*innen ist die Absolvierung des Grundkurses für neue haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen Voraussetzung.
Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  € 790,00
MitarbeiterInnen externer Beratungseinrichtungen€ 924,00
FahrtkostenFahrtkosten werden nicht erstattet.
Unterkunft und VerpflegungDie Kosten für Unterkunft und Verpflegung (außer Getränke) in der gebuchten Tagungsstätte sind im Teilnahmebeitrag enthalten.
AnmeldungDiese Veranstaltung befindet sich derzeit nicht in der Ausschreibung.
Anmeldeschluss14.05.2017
Infos als Download2_2018_ausschreibung_grundl.sexpaed_kurs10.pdf (341 Ki)

HINWEIS

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche TeilnehmerIn nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent an.
  6. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten uns Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem TeilnehmerIn übernommen werden.
Die Fortbildung wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.

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