Sexualität und Lernbehinderung/geistige Behinderung

BeginnMontag, 21.10.2019, 15.00 Uhr
EndeDonnerstag, 24.10.2019, 13.00 Uhr
Ort
Kochsberg Europa-Akademie
Kochsberg 1, Tel. 05651 3394060 , 37276 Meinhard-Grebendorf
Leitung Petra Winkler

Diplom Sozialpädagogin, Sexualpädagogin, Sexualberaterin, Mitarbeiterin von pro familia Berlin, langjährige Erfahrung in der Beratung und sexualpädagogischen Arbeit zum Thema „Sexualität und Behinderung“.


Jörgen Barth

Heilerziehungspfleger und Sexualpädagoge, Albert Schweitzer Stiftung Berlin


Ziele/Inhalte

Die sexualpädagogische Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen mit Beeinträchtigungen (Schwerpunkt kognitive Beeinträchtigung) und ihrem Betreuungsumfeld bedarf spezieller Konzepte und Vorgehensweisen. Ziel der Fortbildung ist es, basierend auf dem Menschenrechtsansatz ein konzeptionelles und methodisches Rüstzeug für die menschenrechtsbasierte, sexualpädagogische Beratung in Einzel- und Gruppenarbeit zu erlangen. Die Fortbildung vermittelt Grundlagen und Handlungsinstrumente für die Planung von Veranstaltungen und Projekten, die Einbettung des Arbeitsbereiches in der Beratungsstelle, die Zusammenarbeit mit Wohneinrichtungen, Werkstätten, Multiplikator*innen und Angehörigen.

Insbesondere werden folgende Themenfeldern bearbeitet:

  • Grundlagen der sexuellen und reproduktiven Rechte als Menschenrecht im Kontext der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung
  • Auseinandersetzung mit den soziosexuellen Erfahrungen und realen Lebensräumen der Jugendlichen und Erwachsenen sowie mit geschlechtsspezifischen Erfahrungen, sexueller Orientierung und Identität (Mehrfachdiskriminierung)
  • Sexualpädagogische Beratung von Personen in verstärkten Abhängigkeitsverhältnissen (z.B. Thema Trans*oder Mehrfachbehinderung)
  • Umgang mit dem Spannungsfeld ‚Wünsche, Bedürfnisse und Persönlichkeitsrechte der Betroffenen‘ versus ‚Einstellungen/Erwartungen und Aufträge der Bezugspersonen‘ (z.B. in der Elternberatung)
  • sexualpädagogische Methoden für die Zielgruppe und Hinweise zu Material in leichter Sprache
  • Unterstützte Kommunikation/ Nonverbale Zugangsmöglichkeiten
  • Familienplanung, Kinderwunsch und (begleitete) Elternschaft
  • passive und aktive Sexualassistenz / Sexualbegleitung
  • Grenzverletzung / sexualisierte Gewalt und Täterstrategien
  • Beratung von Betreuungspersonal, gesetzlichen Betreuer*innen sowie Arbeit mit Eltern bzw. Pflegeeltern
  • Anforderungen und Intervision zur Arbeit mit Multiplikator*innen
  • Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit am Leitbild von Institutionen / Begleitung von Schutzkonzepten von Werkstätten und Wohnheimen
MethodenFachreferate, Reflexion eigener Motivation zum Thema Sexualität und Behinderung, Gruppendiskussion, Kleingruppenarbeit, Arbeit mit praktischen Erfahrungen der Teilnehmenden und Fallbeispielen
Zielgruppe
  • Sexualpädagogische Fachkräfte. Die Fortbildung wendet sich an Fachkräfte, die in das Thema neu einsteigen bzw. erste Erfahrungen gesammelt haben. Pädagogische Fachkräfte, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten, können ebenfalls teilnehmen.
Zulassungsvoraussetzungen

Die Teilnahme setzt den Besuch der sexualpädagogischen Grundlagenfortbildung des pro familia Bundesverbands oder eine vergleichbare Qualifikation oder eine mehrjährige sexualpädagogische Berufserfahrung. Außerdem wird die Bereitschaft erwartet, die eigene Arbeit vorzustellen und mit Fallbeispielen zu arbeiten.
Für pro familia-Mitarbeiter*innen gilt die Grundkurspflicht.

Teilnahmebeitrag
MitarbeiterInnen der pro familia  € 282,00
MitarbeiterInnen externer Beratungseinrichtungen€ 366,00
Fahrtkosten

Fahrtkosten werden nicht erstattet.

Unterkunft und Verpflegung

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (außer Getränke) in dem gebuchten Tagungshaus werden während des Seminars für alle Teilnehmende übernommen.

AnmeldungDiese Veranstaltung befindet sich derzeit nicht in der Ausschreibung.
Anmeldeschluss11.06.2019
Infos als Download2_2019_Ausschreibung_Sexualitaet_und_Behinderung.pdf (242 Ki)

HINWEIS

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN

Zu- und Absagen werden erst nach Ende der Anmeldefrist und Durchsicht aller eingegangenen Anmeldungen erteilt.

  1. Absagen sind grundsätzlich nur an den Veranstalter, also den pro familia Bundesverband zu richten.
  2. Absagen vor Ablauf der Anmeldefrist sind kostenfrei.
  3. Bei Absagen nach Erhalt der Zulassung zu einer Fortbildung bis zum 14. Tag vor Kursbeginn (Eingang der Absage beim pro familia Bundesverband) beträgt die Ausfallgebühr 50 Prozent.
  4. Bei Absagen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn ist der volle Teilnahmebeitrag zu zahlen. In Ausnahmesituationen und nach Rücksprache jedoch nur 50 Prozent.
  5. Wenn der freigewordene Platz neu besetzt werden kann, fällt für den/die ursprüngliche TeilnehmerIn nur eine Bearbeitungsgebühr von 20 Prozent an.
  6. Bei Absagen zur Teilnahme am pro familia Grundkurs für neue Mitarbeiter*innen innerhalb 14 Tage vor Kursbeginn entstehen Bearbeitungsgebühren von 50 €, wenn der Platz nicht neu besetzt werden kann.
  7. Bei krankheitsbedingten Absagen entstehen bei Vorlage eines ärztlichen Attestes keine Kosten, sofern das Tagungshaus keine Übernachtungskosten in Rechnung stellt. Sollten dem pro familia Bundesverband Stornokosten berechnet werden, müssen diese von der/dem Teilnehmenden übernommen werden.
  8. Für die Teilnahme einer Ersatzperson ist Rücksprache mit dem pro familia Bundesverband erforderlich.

Die Fortbildung wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.


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