Kondom - der Alleskönner

Präservativ, Kondom, Gummi – egal unter welchem Namen, die meisten Jugendlichen kennen diese Verhütungsmethode. Die bunten Gummiringe können lustig sein. Man kann damit herumspielen, daran riechen, sie zu Luftballons aufblasen und beratschlagen, auf welche Farbe, welchen Geruch oder welche Marke man besonders abfährt. Kondome können aber auch nervig sein, sich ekelig anfühlen und blöd verpackt sein. Sie können verrutschen, das Liebesspiel unterbrechen, unangenehm sein und beim Abrollen Stress machen. Gar nicht so einfach, damit (selbst-)sicher zu hantieren. Viele Jugendliche fühlen sich nicht ganz wohl im Umgang mit Kondomen. Dabei sind sie eine tolle Sache! Kondome schützen nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor der Infektion mit sexuell übertragbaren Krankheiten. Außerdem sind sie eine Verhütungsmethode, die der Mann in die Hand nehmen kann. Wenn man im Bett zum ersten Mal ein Kondom auspackt, können ungeahnte Schwierigkeiten auftreten. Deshalb ist Übung Pflicht, bevor ihr zum ersten Mal mit einem Kondom verhütet! Was es sonst noch zu beachten gibt? Auf dieser Seite haben wir ein paar Informationen zusammengestellt.

Was ist ein Kondom und wie funktioniert es?

Das Kondom ist eine dünne Gummihülle aus Latex, die über das steife Glied gerollt wird. Die hauchdünne Latexhaut bildet eine Barriere, die verhindert, dass Samenzellen in den Anus oder die Scheide gelangen und dort auf eine Eizelle treffen. Die meisten Kondome bestehen aus Naturkautschuklatex. Ganz wenige Menschen sind allergisch auf Latex, für sie gibt es Kondome aus Polyurethan.

Wie benutzt man Kondome richtig?

Die Sicherheit von Kondomen ist sehr stark von der richtigen Anwendung abhängig. Wie das geht? Hier habt ihr eine Schritt für Schritt Anleitung:

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Apotheke, Drogerie, Supermarkt, Tankstelle...Kondome sind fast überall günstig erhältlich. Die größte Auswahl findest du im Internet. Hier kannst du zum Beispiel auch verschiedene Größen und Formen zum Ausprobieren bestellen. Achte unbedingt darauf, die passende Größe zu kaufen. Sonst wird die Anwendung schwer und der Schutz ist nicht gewährleistet. Übrigens: Die Länge des Penis ist für die Kondomgröße nicht wichtig. Die Größen werden in Breite angegeben, also wie breit das Kondom ist, wenn man es flach hinlegt. Deine Kondomgröße ermittelst du, indem du an der breitesten Stelle ein Maßband um deinen steifen Penis legst. So misst du den Umfang. Die richtige Kondombreite erhältst du dann, indem du diese Zahl durch 2 teilst. Welche Größe die Kondome haben, steht meistens auf der Verpackung. Wenn nichts angegeben ist, ist es die Standardgröße 52 mm. Wenn es wehtut, ist das Kondom wahrscheinlich zu eng. Wenn Luftblasen entstehen oder das Kondom abrutscht, ist es zu weit. Durch Probieren findest du heraus, was die richtige Größe und Passform für dich ist. Als Faustregel gilt außerdem: Die Form des Kondoms sollte möglichst der des Penis entsprechen.

Checke als erstes die Verpackung des Kondoms. Ist das Haltbarkeitsdatum schon überschritten? Dann ab in den Müll damit und neue kaufen! Gleiches gilt für Löcher in der Verpackung. Wenn die Verpackung beschädigt ist, wurde meistens auch das darin enthaltene Kondom in Mitleidenschaft gezogen. Nehmt besser ein anderes! Wenn von außen alles gut aussieht, könnt ihr die Kondomverpackung vorsichtig aufmachen. Aber Vorsicht: Spitze Gegenstände haben hier nichts zu suchen! Fingernägel oder Scheren können das Kondom beschädigen.

Wenn der Penis steif ist, ist noch vor dem ersten Eindringen in Scheide oder Anus die Zeit für das Kondom gekommen. Setze das Gummi nun auf den steifen Penis und drücke mit zwei Fingern die Luft aus dem Zipfel – dem sogenannten Reservoire. Wenn das Glied nicht beschnitten ist, müsst ihr erst die Vorhaut zurückziehen. Die Rolle des Kondoms muss dabei außen liegen. Wenn es falschrum ist, lässt es sich nicht abrollen. Dann dürft ihr es auf keinen Fall einfach umdrehen, sondern müsst ein neues verwenden! Der Grund: Auf der Oberfläche des Kondoms können sich bereits Spermien oder Krankheitserreger befinden. Falls das Kondom aber richtig herum liegt, kann es losgehen: Rolle das Kondom um den Penis ab, während du es weiterhin oben festhältst. Wenn das nicht ganz leicht funktioniert, stimmt etwas nicht! Auf keinen Fall solltest du am Gummi ziehen und zerren! Nimm in diesem Fall einfach ein neues und probiere es nochmal. Manchmal kann auch Gleitgel helfen. Wichtig: Fett lässt Kondome undicht werden. Sie dürfen deshalb nicht mit fetthaltigen Gleitmitteln, Cremes oder Gels, zusammen verwendet werden. Im Handel findest du aber spezielle Gele, die sich mit Kondomen vertragen. Übrigens hält doppelt nicht immer doppelt: auf keinen Fall zwei Kondome übereinander anziehen, sie gehen so leichter kaputt.

Ziehe nach der Ejakulation den Penis vorsichtig heraus, bevor er schlaff wird. Damit es dabei nicht vorzeitig abrutscht, musst du es am Ring festhalten. Dann kannst du das Kondom langsam vom Penis abziehen. Wasche danach deine Hände und den Penis. Tipp zur Entsorgung: Werfe Kondome nicht in die Toilette, da sie diese verstopfen können. Wickel das benutze Kondom einfach in ein Taschentuch und ab in den Müll damit.

Wenn ihr nach dem Sex merkt, dass mit dem Kondom etwas schief gelaufen ist oder dir ein anderes Missgeschick bei der Verhütung unterlaufen ist, solltest du dich über die Pille danach informieren.

Mehr Informationen

Wenn du noch etwas wissen möchtest, wende dich einfach an unsere Online-Beratung oder komme in eine unserer Beratungsstellen. Hier bekommst du Antworten auf deine persönlichen Fragen!

Nur ein Kondom, das dir passt und nicht abrutscht, ist sicher. Viele Infos dazu unter www.deinkondom.de