Nr. 2 | Dezember 2017  
 

Informationen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit für Beratung und Therapie

Schwerpunkt

Die anatomische ­Rekonstruktion nach weiblicher Genital­beschneidung (FGM/C)

 

Dan mon O’Dey

Weit verbreitet und mit weit reichenden Folgen

Die rituelle weibliche Genitalverstümmelung oder -beschneidung (kurz FGM/C für englisch Female Genital ... 
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Schwerpunkt

Weibliche Genitalverstümmelung – Formen, Folgen, Prävention und Beratung

 

Idah Nabateregga

Aktuellen Angaben von UNICEF (2016)1 zufolge sind weltweit mehr als 200 Millionen Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Auch in Deutschland sind Mädchen dem Risiko ausgesetzt, heimlich hierzulande oder im Ausland an ihren Genitalien verstümmelt zu werden. Laut Schätzungen leben momentan 58.000 Betroffene ... 
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Aktuelle Information

Internationale Studien zur Korrektur von FGM/C

Im August 2017 erschienen zwei wissenschaftliche Überblicksarbeiten, die die Gründe und Folgen von chirurgischen Eingriffen nach einer FGM/C untersuchten.

Die Wissenschaftlerin Rigmor Berg vom Norwegischen Public Health Institut in Oslo hat mit ihren Kolleginnen weltweit Studien ausgewertet, in denen die Erfahrungen von Mädchen und Frauen berichtet werden, die eine chirurgische Korrektur ihrer FGM/C vornehmen ließen. Sie haben einerseits nach den Gründen für einen solchen Eingriff gefragt und andererseits ... 
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Aktuelle Information

In der gynäkologischen Praxis über FGM sprechen

Bereits bei einer Umfrage von Unicef im Jahr 2005 unter deutschen Frauenärztinnen und -ärzten gaben 43 Prozent (N= 493) an, schon einmal eine von FGM/C betroffene Frau behandelt zu haben. Die Ärztin und ehemalige Leiterin des Bereichs ­Psychosomatische Frauenheilkunde an der Medizinischen Hochschule Hannover, Mechthild Neises, geht in einem Artikel der Fachzeitschrift Gyne im Januar 2017 davon aus, dass inzwischen rund 50.000 von FGM/C betroffene Frauen in Deutschland leben, von denen viele aus dem arabischen und ... 
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Aktuelle Information

Die Vereinten Nationen zur FGM/C

Die verschiedenen UN-Organisationen erläutern, warum es nicht so einfach ist, diese Menschenrechtsverletzung zu beenden. Denn dabei gehe es nicht nur um eine Praxis, sondern eher um eine ­Tradition, die in verschiedenen Gemeinschaften viele verschiedene Bedeutungen hat. Die UN heben hervor, dass Eltern beinahe immer das Richtige für ihre Kinder und Familien wollen.

Bereits 2008 haben die Vereinten Nationen mit einem Interagency Statement besorgt darauf hingewiesen, dass eine Medikalisierung von FGM/C keine Option ist – ... 
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Aktuelle Information

Empirische Studie zu FGM in Deutschland

In Deutschland leben knapp 50.000 Frauen, die Opfer einer Genitalverstümmelung geworden sind. Nach Schätzungen sind zwischen 1500 und 5700 Mädchen, die in Deutschland leben, davon bedroht. Das zeigt eine empirische Studie, die das Bundesfrauenministerium erstmals anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung vorgestellt hat. Die Studie ist abrufbar unter:
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Aktuelle Information

Rechtliche Informationen

Weibliche Genitalverstümmelung ist nach deutschem Recht auch im Ausland strafbar (§§ 226a, 5 StGB). Um Verstöße im Ausland zu erschweren, hat die Bundesregierung im Dezember 2016 auf Initiative des Bundesfamilienministeriums eine Rechtliche Informationen Änderung des Passgesetzes beschlossen. Wer mit Mädchen oder Frauen ins Ausland reisen will, um dort eine Genitalverstümmelung vornehmen zu lassen, dem droht künftig der Entzug des Passes. Die Maßnahme dient der Verhinderung sogenannter „Ferienbeschneidungen“. Hierfür reisen in Deutschland ... 
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Aktuelle Information

Europaweite Wissensplattform zu FGM

„United to END FGM“ (UEFGM) hat zum Ziel, eine europäische Wissensplattform „für Fachkräfte, die in ihrer Arbeit mit weiblicher Genitalverstümmelung in Berührung kommen“ aufzubauen. Das ­„Bildungsforum mit leicht zugänglichen Informa­tionen“ soll Fachkräften helfen, Betroffene zu schützen und Prävention anzubieten. Außerdem will es das Bewusstsein bestimmter Zielgruppen zu FGM stärken und Stigmatisierung von Betroffenen in den Medien verhindern.

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Einrichtungen und Anlaufstellen

Der in Düsseldorf ansässige Verein „Stop Mulitation e.V.“ berät betroffene Frauen, Fachkräfte und auch Männer, deren Frauen betroffen sind. Der Verein engagiert sich zudem in Projekten der Herkunftsländer, beispielsweise bei der Gewinnung ehema­liger Beschneiderinnen als Multiplikatorinnen gegen die weibliche Genitalverstümmelung in Somalia. Auf der Website lässt sich auch ein ­Info-Blatt für geflüchtete Frauen herunterladen.

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Eintreten für die Menschenrechte

Seit der Gründung der gemeinnützigen Menschenrechtsorganisation für Frauen „Terre des Femmes“ 1981 engagieren sich Vereinsmitglieder gegen weibliche Genitalverstümmelung. Dabei arbeitet die Organisation mit Betroffenen und engagierten AktivistInnen zusammen, um diese Form der Gewalt an Mädchen und Frauen zu beenden. Seit 1997 existiert ein eigenes Referat zu FGM in der Bundesgeschäftsstelle von Terre des Femmes. Die Organisation ist das einzige deutsche Mitglied in der europaweiten Initiative UEFGM.org


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Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz

In der Schweiz informiert seit diesem Jahr eine Website in mehreren Sprachen zum FGM. Sie gibt Antworten auf Fragen wie „Ich weiß nicht, ob ich beschnitten bin und was dies bedeuten würde?“ oder „Ich habe eine beschnittene Frau geheiratet. Was bedeutet dies?“ Die Website vom „Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz“.

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  Impressum

Herausgeber
pro familia Bundesverband
Stresemannallee 3
60596 Frankfurt am Main

Redaktion

Harriet Langanke, Köln


E-Mail: info@profamilia.de
www.profamilia.de/medizin

Erscheinungsweise: vierteljährlich
© 2017 ISSN 2195-7789

Gefördert von der Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
   
   
 
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