Safe Abortion Day am 28. September 2026: 155 Jahre sind genug - Schwangerschaftsabbrüche gehören nicht ins Strafgesetzbuch
Seit 155 Jahren steht der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland im Strafgesetzbuch. 2026 ist es Zeit, diese Geschichte zu beenden. Zum Safe Abortion Day am 28. September fordert pro familia gemeinsam mit zahlreichen Organisationen sichere, legale und wohnortnahe Schwangerschaftsabbrüche. Unter dem Motto „Es reicht! Sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche – JETZT!“ finden bundesweit Demonstrationen, Diskussionen, Filmabende, Informationsveranstaltungen und weitere Aktionen statt. Denn die Folgen der Kriminalisierung sind bis heute konkret: Schwangerschaftsabbrüche sind rechtlich weiterhin grundsätzlich als rechtswidrig eingeordnet. Wer einen Abbruch nach der Beratungsregelung vornehmen lässt, muss sich beraten lassen und anschließend drei Tage Wartezeit einhalten. Darüber hinaus ist die Kostenübernahme kein Teil der regulären Gesundheitsversorgung: Bei einem Abbruch nach der Beratungsregelung übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten nur unter bestimmten Voraussetzungen, etwa wenn das Einkommen unter einer festgesetzten Grenze liegt.
Zum Safe Abortion Day informiert pro familia verstärkt in den sozialen Medien. Vom 27. September bis 2. Oktober 2026 widmet sich eine Instagram-Kampagne gemeinsam mit pro familia Landesverbänden den Hürden, auf die Ratsuchende beim Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch stoßen. Die Beiträge räumen mit Mythen auf, erklären den Ablauf der Beratung, informieren über die Rechte von Ratsuchenden und zeigen die unterschiedlichen Gründe auf, aus denen sich Menschen für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Eine qualitativ hochwertige Information ist Teil eines guten Zugangs zum Schwangerschaftsabbruch. Alle Beiträge sind auf dem Instagram-Account des Bundesverbands @profamilia_bv zu finden.
Eine bundesweite Übersicht der geplanten Protest- und Informationsaktionen zum Safe Abortion Day ist hier abrufbar.