pro familia Logo
Der pro familia newsletter wird nicht richtig angezeigt? Bitte hier online lesen.

26. Februar 2020

 

Liebe Leser*innen,

ganze 314 Adressen umfasst derzeit die im Internet veröffentlichte Liste von Ärzt*innen und Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Davon entfallen 87 allein auf Berlin und 38 auf Hamburg. Frauen, die Informationen suchen, erfahren auf der Liste, welche Sprachen in den Praxen und Kliniken gesprochen werden. Oft fehlt aber die Angabe, ob der Schwangerschaftsabbruch medikamentös oder operativ möglich ist. Darüber hinausgehende Informationen gibt es nicht. Umfassende niedrigschwellige Informationen sehen anders aus.

Sieht die Bundesregierung aufgrund der Zahlen Handlungsbedarf? Sie hatte sich dagegen entschieden, den §219a StGB zu streichen. Dafür verabschiedete sie ein Gesetz, das Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen, verbesserte Informationen versprach. Von diesem Ziel sind wir weit entfernt. Dafür werden Ärzt*innen, die klient*innengerechte Informationen im Internet anbieten, immer noch kriminalisiert. Anscheinend ist ein langer Atem nötig, um das Recht auf Information durchzusetzen. Das Bundesverfassungsgericht hat nun zu prüfen, wie es darum in Deutschland bestellt ist.

Regine Wlassitschau

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

www.profamilia.de/corona: Aktuelle Informationen online

pro familia stellt unter dem Link www.profamilia.de/corona aktuelle Informationen zur Verfügung. Diese betreffen die Arbeit der Beratungsstellen, Informationen und Empfehlungen zu den Themen Schwangerschaftsabbruch, "Schwanger und gesund bleiben" und "Verhütung sicherstellen" sowie der Verweis auf...

Lesen Sie mehr

Vernetzung über facebook

Auch auf dem pro familia facebook Kanal gibt es laufend aktuelle Informationen. Wir freuen uns auf Ergänzungen und Hinweise auf weitere Unterstützungsangebote unter https://www.facebook.com/profamilia.deutschland/

Lesen Sie mehr

Pflichtberatung vor einem Schwangerschaftsabbruch in Corona-Zeiten

„Da eine persönliche Beratung der Frauen weder im Strafgesetzbuch noch im Schwangerschaftskonfliktgesetz explizit vorgeschrieben ist, wird eine telefonische Beratung oder Beratung durch Nutzung digitaler Medien unter diesen besonderen Umständen als ausreichend betrachtet.“ So oder so ähnlich lauten...

Lesen Sie mehr

Gewalt und Corona-Pandemie

In der aktuellen Krisensituation mit starken Einschränkungen im öffentlichen Leben steigt die Gefahr für Frauen und Kinder, häusliche und sexualisierte Gewalt zu erfahren, zeigen die Erfahrungen aus China. Laut einer Pekinger Frauenrechtsorganisation war die Zahl der Betroffenen von häuslicher...

Lesen Sie mehr

Zugang zum Schwangerschaftsabbruch gefährdet

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Versorgungslage beim Schwangerschaftsabbruch immer mehr erschwert. Bisher müssen ungewollt Schwangere drei bis vier Termine außer Haus wahrnehmen. Durch Einschränkungen in Beratungsstellen, Praxen und Kliniken sowie in Reise- und Transportmöglichkeiten ist es...

Lesen Sie mehr

Veranstaltungen und Fortbildungen

Der pro familia Bundesverband sagt alle Veranstaltungen und Fortbildungen bis zum 30. April 2020 ab. Auch das Verbandswochenende, das für den 9./10. Mai 2020 in Halle an der Saale geplant war, ist abgesagt.

Für die Fortbildungen im Mai 2020 versuchen wir, eine digitale Lösung zu finden. Wir halten...

Lesen Sie mehr

Rechtliches

Schwangerschaftsabbruch: Minderjährige dürfen selbst entscheiden

Eine Minderjährige braucht nicht grundsätzlich die Zustimmung ihrer Sorgeberechtigten, wenn sie einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen möchte. Dies hat das Oberlandesgericht Hamm am 29. November 2019 entschieden. Voraussetzung sei, dass sie „einwilligungsfähig“ ist, also „nach ihrer geistigen und...

Lesen Sie mehr

Publikationen

Erklärfilm und Handlungsleitfaden bei häuslicher und sexueller Gewalt für Gesundheitsfachpersonen

Gesundheitsfachpersonen sind oft die ersten Ansprechpartner*innen für Betroffene häuslicher und sexueller Gewalt. Der Verein S.I.G.N.A.L. setzt sich dafür ein, dass Betroffene und ihre Kinder eine an ihren Bedürfnissen orientierte, fachgerechte Gesundheitsversorgung erhalten. Als Hilfestellung für...

Lesen Sie mehr

Perspektivenpapier: Lehren aus der Corona-Krise

Die AG Rechte von Frauen und LSBTI* des FORUM MENSCHENRECHTE, in der auch der pro familia Bundesverband mitarbeitet, hat ein Perspektivenpapier zu den Lehren aus der Corona-Krise erarbeitet. Darin geht es um die Auswirkungen der coronabedingten Beschränkungen auf bestimmte Themen und Gruppen und...

Lesen Sie mehr

Dokumentation der Winterschool für junge Menschen erschienen

Unter dem Titel „Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte verstehen und stärken. Lernen für Menschenrechte“ fand im letzten Jahr die pro familia Winterschool für junge Menschen statt. Nun ist die Dokumentation als pdf unter www.profamilia.de/publikationen abrufbar.

 

Lesen Sie mehr

pro familia medizin – der Familienplanungsrundbrief

Die jüngste Ausgabe von pro familia medizin beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf die reproduktive Gesundheit und die reproduktiven Rechte. Die 16-seitige Online-Publikation kann hier heruntergeladen werden.
 

 

Lesen Sie mehr

Termine

Save the Date! Online-Fachveranstaltung zur weiblichen Genitalverstümmelung

Am 9. Dezember 2020 veranstaltet pro familia Hessen eine Online-Fachveranstaltung zum Thema „Weibliche Genitalverstümmelung (k)ein Tabu?! Stärkung von Handlungskompetenz und Dialog in der medizinischen Praxis und in der Arbeit mit Geflüchteten“. Weiter Informationen gibt es hier.

 

Lesen Sie mehr

Online-Fortbildung „Interkulturelle Kompetenz für die Versorgung von Frauen und Mädchen nach sexualisierter Gewalt“

Die Koordinierungsstelle der hessischen Frauennotrufe bietet am 23. September eine Online-Fortbildung zum kultursensiblen Umgang mit Betroffenen nach sexualisierter Gewalt an. Sie richtet sich vor allem an Frauenärztinnen aber auch an Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen und der psychosozialen...

Lesen Sie mehr
Abmelden  Anmelden